Viel Potenzial, wird aber nicht genutzt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind der grundsätzlich gute Kollegenzusammenhalt sowie die abwechslungsreichen Aufgaben, die den Arbeitsalltag interessant gestalten. Auch Angebote wie die jährliche Grippeimpfung und das Jobrad sind wertvolle Zusatzleistungen, die den Mitarbeitenden zugutekommen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ fallen vor allem die eingeschränkten Homeoffice‑Möglichkeiten, die geringe Anzahl an Urlaubstagen sowie das im regionalen Vergleich unterdurchschnittliche Gehalt auf. Auch die technische Ausstattung, häufige IT‑Probleme und die laute Großraumbüro‑Umgebung ohne Schallschutz erschweren den Arbeitsalltag. Zudem sind Weiterbildungsmöglichkeiten sehr begrenzt, und einige Sozialleistungen wurden eingestellt, ohne eine gleichwertige Alternative zu bieten.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre hilfreich, wenn die internen Prozesse transparenter gestaltet und Mitarbeitende stärker in Entscheidungen einbezogen würden. Mehr Unterstützung durch die Führungskräfte sowie ein offener Umgang mit Vorschlägen könnten die Zusammenarbeit deutlich verbessern.
Auch eine modernere technische Ausstattung und stabilere IT‑Infrastruktur würden den Arbeitsalltag erleichtern.
Darüber hinaus könnten attraktivere Sozialleistungen, mehr Urlaubstage und klarere Entwicklungsmöglichkeiten dazu beitragen, das Unternehmen langfristig als Arbeitgeber zu stärken.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von Zahlen- und Leistungsdruck geprägt. Auch wenn Zielvorgaben erreicht werden, folgt auf ein kurzes Lob meist unmittelbar neue Kritik und weiterer Druck. Nachhaltige Anerkennung oder motivierendes Feedback bleiben aus.
Unterstützung durch die Führungskräfte findet kaum statt. Kampagnen und Vertriebsmaßnahmen müssen von Mitarbeitenden selbst erstellt werden – auch ohne entsprechende Ausbildung oder Ressourcen –, was weder effizient noch sinnvoll ist. Eigene Ideen oder Impulse seitens der Vorgesetzten gibt es kaum, wodurch die Zusammenarbeit eher belastend als förderlich wirkt.
Kommunikation
Die interne Kommunikation bietet noch deutliches Entwicklungspotenzial. Zwar finden viele Meetings statt, doch bleiben diese häufig auf einer eher allgemeinen Ebene und führen selten zu konkreten Ergebnissen oder klaren Entscheidungen. Themen werden teilweise frühzeitig beendet, wodurch konstruktiver Austausch erschwert wird.
Unterstützende Impulse oder gemeinsames Erarbeiten von Lösungen kommen dabei zu kurz, während Vorschläge nicht immer weiterverfolgt werden.
Auch die Quartalsmeetings schaffen wenig Orientierung, da der Fokus eher auf Selbstdarstellung als auf transparenter Information oder strategischer Ausrichtung liegt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist insgesamt sehr gut. Man unterstützt sich gegenseitig im Arbeitsalltag, und es entstehen auch außerhalb der Arbeitszeit gelegentlich gemeinsame Treffen, was das Miteinander zusätzlich stärkt.
Work-Life-Balance
Die Work‑Life‑Balance wird durch die neuen Homeoffice‑Regelungen voraussichtlich eingeschränkt, da flexible Arbeitsmöglichkeiten künftig deutlich reduziert werden. Zusätzlich fällt die geringe Anzahl an Urlaubstagen im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen negativ auf. Beides erschwert es, ausreichend Erholungszeit einzuplanen und private Termine langfristig zu organisieren.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte bietet noch deutliches Verbesserungspotenzial. Rückmeldungen konzentrieren sich überwiegend auf Zahlen und Zielerreichung, während konstruktives, unterstützendes Feedback eher selten erfolgt. Entscheidungen wirken teilweise wenig transparent, und Vorschläge aus dem Team werden nicht immer aufgegriffen oder weiterverfolgt. Insgesamt fehlt es an aktiver Unterstützung und an einer Führungskultur, die Mitarbeitende einbindet und motiviert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten regelmäßig neue Herausforderungen. Oft gibt es täglich etwas Neues zu bearbeiten, was den Arbeitsalltag vielseitig und spannend macht.
Gleichberechtigung
Im Bereich Gleichberechtigung gibt es aus meiner Sicht Verbesserungsbedarf. Mitarbeitende mit vergleichbarem Aufgabenbereich erhalten teils unterschiedliche Vergütung, die nicht immer nachvollziehbar oder leistungsbezogen wirkt. Die Kriterien für Gehaltsentscheidungen sind nicht transparent, wodurch der Eindruck entsteht, dass persönliche Präferenzen eine größere Rolle spielen als objektive Leistung oder Verantwortungsumfang.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende werden im Unternehmen wertgeschätzt. Es besteht die Möglichkeit, auch nach dem Renteneintritt weiter im Unternehmen tätig zu bleiben, was für Erfahrungssicherung und Kontinuität spricht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen weisen in mehreren Bereichen Verbesserungsbedarf auf. Die technische Ausstattung ist teilweise unzureichend: Häufige IT‑Ausfälle, langsame Terminalserver sowie schwach ausgestattete Notebooks und sehr kleine Monitore erschweren den Arbeitsalltag – besonders bemerkenswert für ein Unternehmen, das selbst Hardware herstellt und vertreibt.
Das Großraumbüro ist zudem sehr laut, da es keinen Schallschutz gibt, was konzentriertes Arbeiten deutlich erschwert.
Auch die Bürohygiene könnte verbessert werden. Die Teppiche werden über längere Zeiträume nicht gereinigt, was weder angenehm noch hygienisch ist.
Gehalt/Benefits
Die angebotenen Sozialleistungen sind gemischt. Positiv hervorzuheben sind die jährliche Grippeimpfung sowie die Einführung des Jobrads.
Das Gehalt liegt jedoch im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Region eher im unteren Bereich, und auch die Anzahl der Urlaubstage fällt deutlich geringer aus als branchenüblich. Eine zuvor über Jahre angebotene private Krankenversicherung wurde zwar mit Ankündigung eingestellt, jedoch ohne eine gleichwertige Alternative bereitzustellen, wodurch ein wichtiger Zusatzvorteil für Mitarbeitende weggefallen ist.