Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Blühendes 
Barock 
Gartenschau 
Ludwigsburg 
GmbH
Bewertungen

Ihr Unternehmen?

Mehr Schein als Sein - Wenig Kommunikation und Führung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Ludwigsburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Strahlen im Gesicht der Kinder (und mancher Erwachsenen) nach dem Besuch im Märchengarten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wirkt alles sehr schlecht organisiert und chaotisch. Man hat das Gefühl viele Leute machen nur Dienst nach Vorschrift. Jeder arbeitet irgendwie ohne vernünftige Einarbeitung, Information und Kontrolle vor sich hin. Wenn etwas schief läuft wird oft planlos improvisiert oder praxisfremd und von oben herab kritisiert und geschimpft.

Verbesserungsvorschläge

Sich mehr um den Park und die Anlagen kümmern. Mehr Präsenz zeigen. Mehr Geld investieren. Den Park nicht nur als betriebswirtschaftliches Projekt führen, sonders sich auch für Gartenanlage und Märchengarten interessieren. Auf Mitarbeiter stärker eingehen und sie nicht nur als Kostenfaktor sehen. Zufriedene Mitarbeiter bieten besseren Kundenservice und zufriedenere Besucher. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter besser strukturieren. Informationsfluss und Wissensmanagement verbessern, damit die selben Fehler nicht immer und immer wieder passieren...

Arbeitsatmosphäre

Ich habe meine Vorgesetzten so gut nie gesehen, Gespräche und Feedback gab es nie. Die Verwaltung wirkte auf mich sehr abgeschottet (oder überfordert) gegenüber den Mitarbeitern. Als Saisonkraft wird man von anderen Saisonkräften eingearbeitet. Die Einarbeitung war entsprechend sehr unstrukturiert, da auch die Personen die mich eingearbeitet haben meist erst kurz vorher eingearbeitet wurden. Positiv: Man wird bei der Arbeit so gut wie gar nicht kontrolliert und jeder arbeitet quasi wie er/sie will. Negativ: Wenn etwas schief läuft bekommt man Vorwürfe gemacht und es wird viel geschimpft. Auf Verbesserungsvorschläge und Anregungen von Mitarbeitern und Kunden wird, nach meiner Erfahrung, so gut wie gar nicht eingegangen.

Image

Das Image des Blühenden Barocks und es Märchengartens nach draußen ist top! (Dafür trägt auch der sehr engagierte frühere Geschäftsführer Verantwortung!) In den letzten Jahren ist es etwas ruhiger geworden. Die Mitarbeiter reden, nach meiner Erfahrung, im Großen und Ganzen recht gut über das Blüba, aber sehr schlecht über die Verwaltung.

Work-Life-Balance

Arbeiten wenn andere Urlaub oder Wochenende haben, aber das weiß man ja vorher. Der Dienstplan wird mit einem sehr komfortablen Dienstplanungstool schon einige Wochen im Voraus gemacht. Die Arbeitszeiten elektronisch erfasst. Man hat auch als Minijobber bezahlten Urlaub welcher auch genommen werden muss. Beim Dienstplan kann man sehr komfortabel Schichtwünsche äußern und auch sehr kurzfristiges Schichttauschen ist möglich. Die Dienstplanerstellung ist aber manchmal etwas intransparent und man fragt sich immer wieder mal, warum Kollegen die gute persönliche Kontakte zur Verwaltung pflegen öfters in den bevorzugten Schichten auftauchen als andere. Leider wird der eigentlich gute Dienstplan oft sehr kurzfristig (wegen verändertem Besucheraufkommen, Wetterprognose, Personalmangel oder Krankheitsfällen) verändert und dann kommt es auch immer wieder dazu, dass man sehr unpassend und auch gegen eigene Wünsche oder terminlicher Verfügbarkeit irgendwo eingeplant wird.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es, nach meiner Erfahrung, kaum und für Saisonkräfte ohnehin nicht. (Maximal Aufstieg zur Hauptaufsicht.) - Ein großer Teil des Personals besteht aus Saisonkräften die hauptsächlich auf befristeter Minijob- oder Teilzeitbasis arbeiten.

Gehalt/Benefits

Die meisten Saisonkräfte erhalten nach meiner Erfahrung nur den gesetzlichen Mindestlohn. An Sonntagen gibt es eine kleine steuerfreie Zulage. An gesetzlichen Feiertagen eine sehr großzügige steuerfreie Zulage. Von sonstigen Zulagen oder Benefits habe ich nichts mitbekommen. Das Gehalt kommt meist halbwegs pünktlich. Dienstkleidung ist Pflicht und wird vom Arbeitgeber gestellt, muss aber selbst gereinigt werden. 2-3 mal im Jahr gibt es kleine Betriebsfeiern, die aber terminlich und organisatorisch oft so gemacht sind, dass nur die Mitarbeiter der Verwaltung wirklich davon profitieren. Da einem oft kurzfristig Schichten abgesagt werden oder man vorzeitig nach Hause geschickt wird erreicht man so gut wie nie das volle Stundenkontingent bzw. das volle Gehalt. Durch Flexibilität und Einspringen für Kollegen kann man das zwar etwas kompensieren, aber am Monatsende war ich meist deutlich unter den maximal möglichen Stunden/Gehalt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ist nach meiner Einschätzung absolut kein Thema. Es gibt nirgendwo Mülltrennung (nur Laub wird von den Gärtnern separat gesammelt). Pflanzen und Tiere sind eher Schauobjekte und Teil des Geschäfts. Ich hatte nur bei wenigen Mitarbeitern das Gefühl, dass sie sich für Umweltschutz, Pflanzen oder Tiere wirklich ernsthaft interessieren.

Kollegenzusammenhalt

Ich habe im Blüba einige wirklich sehr nett und freundliche Kollegen erlebt. Es gab in meiner Saison aber auch viele selbsternannte Möchtegern-Chefs, meist langjährige Saisonkräfte, die sich als extrem besserwisserisch herausgestellt haben. Obwohl diese Personen mir (und anderen Kollegen) nie als besonders gut oder fleißig aufgefallen sind wurden von diesen selbsternannten Vorgesetzten ein sehr schlechtes Betriebsklima verursacht und andere Kollegen regelmäßig zurechtgewiesen oder sogar regelrecht gemobbt. Insgesamt habe ich den Zusammenhalt, sowohl zwischen den Kollegen, aber auch zwischen Verwaltung und Mitarbeitern, als eher dürftig empfunden. Viele kämpfen für sich alleine, es gab öfters Streit, schlechte Stimmung und auch mehrere Mobbingfälle unter Kollegen.

Umgang mit älteren Kollegen

Das Alter spielt bei der Einstellung keine Rolle, es gibt auch sehr viele ältere Saisonmitarbeiter.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe immer eine sehr starke Trennung zwischen Verwaltung (oben) und Personal (unten) erlebt. Die Geschäftsführerin habe ich nur dann im Park gesehen wenn sie irgendwelche Gäste durch den Park geführt hat. Die Verwaltung erscheint mir entweder sehr abgehoben oder sehr überfordert. Es wird wenig kommuniziert, Feedback gibt es keines, auf Mails, Fragen, Anregungen oder Vorschläge wird so gut wie gar nicht reagiert. Meine direkten Vorgesetzten (Hauptaufsichten Blüba und Märchengarten) waren sehr unterschiedlich, manche sehr nett, freundlich und hilfsbereit, andere extrem überheblich und selbstherrlich, und wieder andere völlig hilflos und überfordert. Man merkte auch den Hauptaufsichten an, dass sie teilweise nur schlecht eingearbeitet waren und wenig Leitung/Führung/Hilfe/Kontrolle von "oben" erhalten haben.

Arbeitsbedingungen

Vieles ist sehr veraltet, die sehr engagierten Techniker sind zwar ständig am ausbessern, improvisieren und reparieren kommen aber kaum hinterher. In vielen Bereichen des Parks (und besonders des Märchengartens) müsste dringend mal intensiv investiert werden. An vielen Stellen wird sehr stark gespart. Man arbeitet (von Ende März bis Anfang Dezember) bei Wind und Wetter draußen, egal ob Regen, brütende Hitze oder eisige Kälte. (Das weiß man natürlich vorher.) Leider ist der Wetterschutz oder die Heizung da oft nur dürftig. (Regenschutz, Heizung, Kühlung oder Trinkwasser wurden oft erst nach Wochen bereitgestellt. Das wirkte oft schlecht geplant. Scheinbar hatte in der Verwaltung niemand damit gerechnet, dass es im Sommer heiß und im Winter kalt werden könnte.)

Kommunikation

Findet so gut wie gar nicht statt. Über das Schichtplanungstool werden hin und wieder Rundmails an alle Mitarbeiter verschickt, mit allgemeinen Infos und Dienstanweisungen an alle. Da muss man sich dann immer selber durchlesen und herausfinden welche Punkte einen betreffen und welche nicht. Die Anweisungen sind teilweise sehr unklar und unverständlich formuliert, so dass, nach meiner Erfahrung, nur langjährige Mitarbeiter sie verstehen. Auf E-Mails an die Verwaltung wurde bei mir fast nie reagiert, und wenn doch, dann mit wochenlanger Verspätung und nur mit kurzen Antwortmails und Standardfloskeln.

Gleichberechtigung

Viele Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Und insgesamt wirkt das Geschlechterverhältnis recht ausgeglichen.

Interessante Aufgaben

Ich war als Saisonmitarbeiter als Aufsicht/Einlass/Servicemitarbeiter im Blüba und im Märchengarten beschäftigt. Die Arbeit mit den Besuchern macht meist sehr viel Spaß und Arbeiten im Märchengarten ist natürlich super cool! (Wer kann schon von sich sagen: "Ich arbeite im Märchenwald, meine Kollegen sind Max & Moritz, Hänsel & Gretel, Dornröschen und Rotkäppchen.") Wobei das Besucherverhalten stark wechselt, manche Besucher verhalten sich extrem herablassend, demütigend und respektlos gegenüber den Mitarbeitern, andere Besucher sind super nett und freundlich. Man kann sich zu Saisonbeginn aussuchen in welchen Arbeitsbereichen des Parks oder des Märchengartens man arbeiten will, darauf wird im Großen und Ganzen auch eingegangen. Nach einigen Monaten wird die Arbeit dann teilweise aber schon ein bisschen eintönig.

1Hilfreichfindet das hilfreich1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen