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Bewertung

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Zu viel Druck für zu wenig neu Gelerntes

2,7
Nicht empfohlen
Ex-Praktikant/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Technische Geräte wurden nicht erklärt, wenn dann aber was falsch gemacht wurde, kam es zum Vorwurf. Ungünstig, wenn man (wie ich) noch nicht viel Umgang mit professionellem Kameraequipment hatte.
Ich habe mich mit Aufgaben z.T. sehr allein gelassen gefühlt. Bspw. gibt die Agentur regelmäßig Workshops für die Kinder und ich musste einige davon nahezu vollständig alleine leiten. Vorher gab es aber weder ein ausführliches Briefing zum Kursablauf, noch Einweisung in die Technik und ich war dann für Regie, Ton, Kamera, Licht und 6 Kinder gleichzeitig und alleine verantwortlich. Wenn dann dabei aber etwas schiefgelaufen ist, war es die Schuld der Praktikanten.
Großer Bestandteil des Praktikums war außerdem das sog. "Scouting". Dabei spricht man (bei Events etc.) Kinder und ihre Familien an, lädt sie zu Talentchecks in die Agentur ein. Dieser Aufgabenbereich hat mit der Zeit so extrem zugenommen, dass ich teilweise 5 Tage die Woche nur scouten war. Das entsprach nicht dem Tätigkeitsumfang, wie er in der Stellenanzeige und im Bewerbungsgespräch dargestellt wurde. Grund für mein Praktikum war, dass ich Erfahrungen in der Filmbranche sammeln wollte. Viel mit Film hatte das nicht zu tun.

Work-Life-Balance

...ständige Planänderungen haben private Termine und Freizeitgestaltung schwierig gemacht. Nach mehrmaligem Ansprechen hat sich das leicht gebessert. Dass bei dem Praktikum regelmäßig Wochenendarbeit anfällt, wurde von Anfang an offen kommuniziert.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Praktis war hoch und ich habe super liebe Leute kennengelernt, zu denen ich immer noch ab und zu Kontakt habe!
Durch meine geschilderten Erfahrungen kann ich dasselbe für die Chefs leider nicht behaupten.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten ggü. den Praktikanten habe ich sehr wechselhaft wahrgenommen. Ich wusste selten, woran ich bin.
Bei Krankheit (die ich mir höchstwahrscheinlich durch stundenlanges Draußenstehen bei Minusgraden fürs "Scouting" zugezogen habe) wurde mir kein Verständnis entgegengebracht.

Kommunikation

Pläne wurden oftmals kurzfristig geändert. Dass die Branche schnelllebig ist und der Arbeitsumfang meist projektgebunden anfällt, war mir bereits durch vorherige Erfahrungen bewusst, aber ich wurde z.T. morgens angerufen und meine Arbeitszeiten haben sich plötzlich geändert. Da ich einen langen Anfahrtsweg hatte, war das für mich auch oft nicht wahrnehmbar.

Interessante Aufgaben

Coole Aufgaben waren definitiv dabei, alle jedoch mit einem Aber. Bei den Kursen konnte ich etwas über Kameratechnik und Regieführung lernen (ABER ich wurde zu viel und ohne Anleitung alleine gelassen). Ich konnte bei einem Dreh für einen Imagefilm dabei sein (ABER der Stress, der mit einem solchen Projekt natürlich einhergeht, wurde an den Praktis ausgelassen). Die Aufgabenfelder wären abwechslungsreich gewesen, ABER ich wurde ständig scouten geschickt.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.