Kann ich nicht weiterempfehlen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man konnte sich immer sehr gut darauf verlassen, dass die Qualität konsequent gleichbleibend schlecht war – dadurch gab es nach einer Zeit keine Überraschungen mehr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Strenges und unfair geregeltes Zeiterfassungssystem, trotz vieler Beschwerden keinerlei Bereitschaft zur Veränderung
• Regelmäßig verspätete Gehaltszahlungen und insgesamt eher niedrige Bezahlung
• Unzuverlässige und langsame Personalabteilung
• Versuche der Belegschaft, einen Betriebsrat zu gründen, wurden durch massive Einflussnahme der Geschäftsleitung verhindert
• Altmodische Arbeitsbedingungen: veraltete Technik, fehlende ergonomische Ausstattung, kaum Sonnenschutz, Homeoffice nur für wenige möglich
• Wenig Wertschätzung gegenüber Mitarbeiter:innen, Beschwerden und Vorschläge werden ignoriert
Verbesserungsvorschläge
Der Arbeitgeber sollte lernen, sich stärker an modernen Standards zu orientieren, statt an veralteten Strukturen festzuhalten. Es wäre wichtig, die Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen ernst zu nehmen und auf Feedback einzugehen – gerade wenn viele Beschäftigte dieselben Anliegen äußern, wie etwa beim Thema Arbeitszeiten. Mehr Offenheit, Dialog und Wertschätzung würden die Zufriedenheit deutlich steigern. Außerdem sollte in moderne Arbeitsbedingungen investiert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von Misstrauen und Druck geprägt. Mitarbeiter:innen hatten oft das Gefühl, dass Leistung selbstverständlich erwartet wird, ohne dass Anerkennung oder Unterstützung zurückkommt.
Work-Life-Balance
Das Zeiterfassungssystem war sehr streng geregelt – allerdings nicht für alle gleich. In manchen Abteilungen oder bei bestimmten Personen konnte die Arbeitszeit flexibel gehandhabt werden, während bei anderen schon wenige Minuten Verspätung zu Ermahnungen oder Minusstunden führten. Dadurch wirkte das System unfair und ungleich geregelt. Obwohl sich viele Mitarbeiter:innen über dieses System beschwerten und sich für Gleitzeit aussprachen, zeigte die Geschäftsleitung keinerlei Bereitschaft, darauf einzugehen.
Freizeit- oder Gesundheitsangebote gab es kaum. Zwar bot die Firma eine begrenzte Anzahl an Fitnessstudio-Plätzen an, jedoch konnten davon nur wenige Mitarbeiter:innen profitieren.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Mitarbeiter:innen war grundsätzlich das Interesse groß, sich besser zu organisieren und einen Betriebsrat zu gründen. Beim ersten Treffen war die Beteiligung entsprechend hoch. Allerdings nahm die Geschäftsleitung massiven Einfluss: Vorab wurden Mitarbeiter:innen gezielt aufgefordert, gegen die Gründung zu stimmen. Beim Treffen selbst waren zahlreiche Führungskräfte und die gesamte Geschäftsleitung anwesend, was ein offenes und faires Gespräch unmöglich machte. Da keine geheime Abstimmung stattfand und genau beobachtet wurde, wer sich wie verhält, entstand bei vielen große Unsicherheit und Angst, ihre Meinung zu äußern. Nach diesem Treffen wurde die Initiative praktisch im Keim erstickt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab Fälle, in denen langjährige Mitarbeiter:innen sehr unpersönlich behandelt wurden. So erfuhr eine Kollegin, die viele Jahre im Unternehmen tätig war, von ihrer Kündigung erst, als sie nach der Mittagspause feststellte, dass ihr Computer gesperrt war und sie keinen Zugriff mehr auf Arbeitsmittel hatte. Solche Situationen wirken respektlos und wenig wertschätzend gegenüber erfahrenen Mitarbeiter:innen.
Vorgesetztenverhalten
Der Umgang mit Angestellten war wenig wertschätzend. Wichtige Anliegen blieben über lange Zeit unbearbeitet oder gar nicht beantwortet. Insgesamt wirkte die Personalabteilung unzuverlässig und überfordert.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung war insgesamt eher altmodisch und nicht auf dem neuesten Stand. In vielen Büros fehlten höhenverstellbare Tische, und auch grundlegende Dinge wie ein wirksamer Sonnenschutz wurden über Jahre hinweg nicht verbessert. Positiv war, dass die Büros an sich recht schön gestaltet waren. Homeoffice war allerdings nur für ausgewählte Mitarbeiter:innen möglich und wurde nicht einheitlich angeboten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war im Vergleich zur Branche eher niedrig und insgesamt nicht wirklich attraktiv. Zusätzlich kam es regelmäßig verspätet auf dem Konto an.