1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
- Interessante Aufgaben und ein abwechslungsreicher Alltag mit Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen
- Chancen auf Weiterbildung
- Unterbesetzung von Personal und ständige Überlastung in der Arbeit mit den Kindern
- Keine Work-Life-Balance
- Niedrige Löhne im Vergleich zu anderen Kitas
- Schlechte Kommunikation und respektloser Umgangston
- Fehlende Wertschätzung und faire Behandlung durch die Inhaberin
- Keine Transparenz gegenüber Kunden
- Gesetzliche Grundlagen konsequent einhalten
- Offene & ehrliche Kommunikationskultur etabilieren
- Professionalität aufbauen
- Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden zeigen
- Faire Entlohnung und korrekte Kompensation
Die Arbeitsatmosphäre war von ständiger Überlastung gepprägt. Viele Mitarbeitende waren "fix und fertig" durch grosse Menge an Arbeit und Verantwortung, die oft auf sehr junge Leute oder sogar Lernende und Minderjährige abgeladen wurde, ohne gutes Coaching und ohne offenes Ohr der Vorgesetzten. Motivation fiel dadurch schwer und die negative Stimmung zog das ganze Team mit. Zwar gab es Zusammenhalt, doch insgesamt waren alle sehr negativ eingestellt. Der Alltag war oft hektisch und laut, unter den Kollegen/innen war das Klima jedoch meist positiv weil man trotz allem versuchte, sich gegenseitig Halt zu geben. Zusätzlich kam viel Unsicherheit auf, da es häufig chaotisch zuging: Sitzungen ohhne Struktur brachten selten Lösungen, sondern verstärkten die Frustration. Auch die ständige Fassade nach aussen, wenn z.B. Aufsichtsbehörden kamen, erzeugte Druck und das Gefühl, in einer unehrlichen Umgebung zu arbeiten.
Einige Standorte hatten damals ncoh ein gutes Image. Durch alles, was im letzten Jahr passiert ist, hat sich dieses jedoch deutlich verchlechtert. Das zeigt sich vor allem am Verlust vieler Kunden, insbesondere langfristiger. Andere Kitas in der Umgebung sehen das Kinderzentrum mittlerweile als schlechte Einrichtung bzw. nicht mehr als Konkurrenz und möchten keine Mitarbeitenden einstellen, die zuvor dort gearbeitet haben. Ehemalige Mitarbeitende äussern sich negativ und auch Eltern betreiben schlechte Mundpropaganda, was es für die Kita zunehmend schwierig macht, neue Kundschaft zu gewinnen. Selbst Mitarbeitende, die aktuell dort arbeiten, sind unzufrieden und raten anderen FaBes aktiv davon ab, dort zu beginnen. Auch die zahlreichen negativen Google-Reviews tragen zusätzlich zu diesem schlechten Ruf bei.
Man hatte keine Ruhe. Auch zu Hause musste man ständig erreichbar sein, unabhängig von der Position. Dinge gingen verloren und es konnte nicht bis zum nächsten Tag abgewartet werden. Dienstplanänderungen erfolgten teilweise nich um 21 Uhr am Abend. Häufig musste man 12-Stunden-Schichten oder mehrere Stunden länger arbeiten, sei es wegen Ferienausflüge, Personalausfällen oder Schwimmkursen. Eigene Termine mussten oft kurzfristig verschoben werden und bei kostenpflichtigen Absagen mussten die Kosten sogar selbst übernommen werden. Mehrmals im Jahr war auch Arbeit am Wochenende oder nach den offiziellen Öffnungszeiten erforderlich, lediglich als Überstunden erfasst, jedoch ohne jegliche Kompensation. Es handelte sich dabei nicht nur um Eltern-Events oder Sitzungen sondern auch um Umzüge, Renovationen, Reinigungs- oder Gartenarbeiten. Es gab Mitarbeiterevents, diese waren jedoch Pflicht und wurden nicht als Arbeitsstunden angerechnet. Die Work-Life-Balance war nicht vorhanden.
Man hatte schnell die Chance, sich weiterzubilden, sofern man Interesse zeigte und gute Arbeit leistete. Allerdings war man verpflichtet, nach einer vom Arbeitsgeber finanzierte Weiterbildung mind. 2 Jahren im Betreib zu bleiben. Problematisch war zudem, dass sich die Geschäftsleitung mit den gesetzichen Grundlagen nicht gut auskannte. Das führte zu Problemen: So absolvierte ich bereits nach wenigen Monaten den Berufsbildnerkurs und übernahm auch direkt die Funktion. Laut Gesetz darf man diese jedoch erst 2 Jahren nach Abschluss der Ausbildung übernehmen. Dennoch wrde ich in diese Position gedrängt. Neben diesem Fall traten auch weitere Fälle auf.
In meinen ersten Jahres gab es noch einen Bonus (anstatt eines 13. Monatslohn) für gute Mitarbeitende. Auch nach Preissteigerungen wurden der Lohn von engagierten Mitarbeitenden angepasst. Mit der Zeit wurde der Bonus jedoch nur noch nach Lust und Laune ausbezahlt. Für Zusatzaufgaben wie die Funktion als BB gab es keine zusätzliche Vergütung. Überzeiten wurden ebenfals nicht bezahlte. Überstunden wurden zwar erfasst, jedoch ohne Zuschläge - auch an Wochenenden. Die Sozialleistungen waren grundsätzlich normal; die BVG-Beiträge, die man eiigentlich erst ab dem 25. Lebensjahr leistet, wurden bereits früher einbezofen, was positiv zu bewerten ist. Die Verpflegungskosten wurden zusätzlich vom Lohn abgezogen. Insgesamt war der Lohn im Vergleich zu anderen Kitas eher niedrig. Zudem wurde lieber in unnötige Dinge investiert als in die Mitarbeitenden.
Der Umgang mit Materialien wurde weder mit den Mitarbeitenden noch mit den Kindern thematisiert. Vieles wurde verschwendet, Recycling oder Wiederverwendung fanden nicht statt. Mit steigenden Kosten wurde eher darauf geachtet, dass beispielsweise nicht täglich Wäsche gemacht wird oder die Heizung im Personalzimmer abgestellt wurde. Beim Einkaufen wurde nicht aus Fairtrade- oder Bio-Produkte geachtet. Hauptsache, es wurde Geld gespart, auch wenn es gleichzeitig an anderer Stelle unnötig ausgegeben wurde. Auch der dauerhafte Einsatz des Firmeneigenen Busses war aus Sicht der Emissionen und der Umwelt nicht nachhaltig.
Im Team gab es einen guten Zusammenhalt, man unterstützte sich gegenseitg auch bei privaten Angelegenheiten. Das Arbeitsklima was insgesamt familiär. Da jedoch die meisten Mitarbeitenden seh jung waren, kam es immer wieder zu Spannungen. Ein ständiges Problem war zudem die Lästerei, die sich durch alle Ebenen zog, von der Inhaberin bis zu den Praktikaten/innen.
Wir hatten nicht viele ältere Kolleginnen und Kollegen, doch die wenigen, die bei uns arbeiteten, wurden respektvoll behandelt. Es gab immer Platz für Humor und sie wurden nicht an den Rand gedrängt. Insgesamt haben wir uns alle gut verstanden. Bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden bewarben sich kaum ältere Personen, doch wenn Bewerbungen eingingen, erhielten auch sie eine Chance und wurden gefördert.
Sehr unprofessionell. Je nach Beziehung zur Inhaberin variierte das Verhalten stark. Wurde man von ihr "geliebt", wurde über einen positiv gesprochen, man wurde als Vorbild dargestellt und durfte vieles eigenständig machen. Wurde mman hingegen "gehasst", wurde gelästert, man wurde "bestraft" und unfair behandelt. Die Zusammenarbeit gestaltete sich sehr schwierig, da die Inhaberin sehr stur war und strikt auf ihren eigenen Ideen/Regeln beharrte, auch wenn diese nicht plausibel waren. Bereits nach einem Gespräch, das ihr nicht passte, gab es meist keine Lösung mehr. Stattdessen herrschte ein schlechtes Klima, oft begleitet von kautem Geschrei. Für gewisse Themen zeigte sie durchaus Verständnis, bei anderen wirkte es hingegen so, als wäre ihr das Wohl von aller (MA's, Kinder und Kunden) nicht wichtig. Wertschätzung war insgesamt kaum vorhanden. Sie meinte, sie wisse alles besser und könne alles besser. Sie brachte ständig das Thema auf, was sie vor X Jahren in ihrem alten Arbeitsgebiet alles geleistet habe. Unser Leben war ihrer Meinung nach nicht wichtig, da ihre Tochter viel mehr Probleme habe als wir. Zudem stellte sie uns alle als undankbare und schlechte erzogene Menschen dar.
Die Räumlichkeiten waren eher alt und teilweise dreckig, da im Alltag kaum Zeit fürs Putzen blieb und insgesamt sehr unordentlich. Das Büro hatte kein Sonnenlicht und nur ein Zimmer im ganzen Haus verfügte über eine Klimaanlage, alle anderen waren mit Ventilatoren ausgestetten, die kaum Wirkung zeigten, da sich zu viele Personen in einem kleinen Raum aufhielten. Nur an einem Standort gab es ein Personalzimmer, das allerdings sehr klein war und im Winter eisklat. Zudem wurde uns dort sogar die Heizung weggenommen. Eine Modernisierung im Bereich IT fand nicht statt, die Ausstattung war veraltet, chaotisch und unpraktisch. Es herrschte ständiger Personalmangel, wodurch das Team regelmässig unterbesetzt war und die Belastung (Kids) entsprechend hoch. Arbeitskleidung war obligatorisch. Zur Verfügung gestellt wurden jedoch nur 3 T-Shirts und 1 Pullover. Wollte man zusätzliche Kleidung, musste man diese selbst bezahlen. Mahlzeiten wurden pauschal vom Lohn abgezogen, unabhängig davon, ob man sie tatsächlich konsumierte. Aus spezielle Ernährungsbedürfnisse der Mitarbeitenden wurde dabei nicht eingegangen, obwohl die Kosten dannoch vom Lohn abgezogen wurden.
Team: Die Kommunikation erfolgte grösstenteils über WhatsApp in verschiedenen Gruppen (z.B. Dienstplan, Organisatorisches). Schade war, dass sich kaum jemand traute, Kritik direkt von Angesicht zu Angesicht zu äussern. Stattdessen wurde vieles über Chats oder hinter dem Rücken in Form von Lästereien besprochen.
Eltern: Mit den Eltern lief die Kommunikation meist über das private Handy, unabhängig von der Position. Das war problematisch, da man auch in der Freizeit regelmässig kontaktiert wurde und kaum zur Ruhe kam. In der Zwischenzeit wurden neue Regelungen und Konzepte eingeführt, die den Ablauf professioneller gestalten sollen.
Geschäftsleitung/Inhaberin: Die Kommunikation mit der Geschäftsführung war besonders schwierig. Die Inhaberin war häufig unaufmerksam, was regelmässig zu Missverständnissen führte. Mitarbeitende wurden oft nicht ernst genommen und teilweise vor allen blossgestellt. Mehrmals kam es zudem vor, dass mit Mitarbeitenden und sogar Kunden, laut geschrien wurde. Entscheidungen wirkten willkürlich und wurden oft sponta wieder geändert, was zu Verunsicherung führte.
Es herrschte oft das Gefühl: Entweder wurde man von der Inhaberin geliebt oder gehasst. Je nach Verhalten und persönlicher Beziehung wurde man unterschiedlich behandelt. Besonder unfair war der Umgang mit dder Verpflegung: Während muslimischen Mitarbeitenden in der Fastenzeit die Essenskosten nicht abgezogen wurden, mussten andere, die aus gesundheitlichen Gründen (z.B. Intoleranzen) nicht mitessen konnten, diese trotzdem bezahlen. Darüber hinaus herrschte ein veraltetes Rollebild: Männer galten als stark, während Frauen vor allem für Putzarbeiten oder alls "für nichts fähig" abgestempelt wurden.
Man hatte viel Freiraum, Neues auszuprobieren und eigene Ideen einzubringen. Jeder Tag war anders und man konnte unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Es gab immer wieder spannende Projekte, wie zum Beispiel die Organisation von Berufsmessen, auf die sich alle gefreut haben. Problematisch war jedoch, dass für die Vorbereitung solcher Aufgaben oft zu wenig Zeit zur Verfügung stand. Lernende übernahmen zudem teilweise Aufgaben, die sie offiziell nicht hätten übernehmen dürfen. Insgesamt war es aber eine sehr abwechslungsreiche KiTa.