Mehr Schein als Sein
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt ist die Arbeitsatmosphäre stark davon abhängig, in welchem Team und unter welcher Führungskraft man landet. Zwischen dem nach außen vermittelten Anspruch und dem tatsächlichen Arbeitsalltag besteht teilweise eine deutliche Diskrepanz. Mitarbeiter fühlen sich nicht immer ausreichend informiert oder einbezogen und werden bei Entscheidungen teilweise vor vollendete Tatsachen gestellt. Auch bei Ergebnissen und Gewinnen fehlt es an Transparenz.
Der Kollegenzusammenhalt ist sehr teamabhängig. Vertrauen sollte man aus meiner Erfahrung nicht selbstverständlich voraussetzen, da persönliche Launen, Vorurteile und unterschiedliche Dynamiken den Umgang miteinander beeinflussen können.
Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich geregelt, allerdings sind die Rahmenbedingungen im Vergleich zu vielen modernen Arbeitgebern eher unflexibel: 40-Stunden-Woche, 25 Urlaubstage und eine auf 50 nicht aufeinanderfolgende Tage pro Jahr begrenzte Home-Office-Regelung. Die Begründung für diese Vorgaben wirkt dabei wenig überzeugend.
Auch das Vorgesetztenverhalten hängt stark von der jeweiligen Führungskraft ab. Persönliche Stimmung und Führungsstil können den Arbeitsalltag deutlich beeinflussen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist ausreichend, allerdings hatten viele das Gefühl, dass sie unter ihrem Wert eingestellt wurden. Nennenswerte Benefits oder freiwillige Zusatzleistungen werden darüber hinaus kaum angeboten.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüros sind hier Standard - hat auf jeden Fall Vorteile, aber definitiv spürbare Nachteile.
Gleichberechtigung
Es gibt eine Vielfalt an Nationalitäten im Unternehmen, das hat mich sehr begeistert. Man merkt aber durch die Bank weg, dass bei älteren Kollegen oft der Respekt vor den jüngeren oder auch vor den Frauen fehlt.


