Moderner Schein mit alten Strukturen - bei Brangs + Heinrich klafft eine große Lücke zwischen Worten und Taten.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv ist definitiv die Freiheit, die man hier genießen kann: flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, bei Arztterminen kurzfristig von zu Hause zu arbeiten, und ein verlässlicher Urlaubsanspruch sind große Vorteile. Außerdem arbeitet man mit langjährigen Kolleginnen und Kollegen zusammen, wodurch viel Erfahrung im Team steckt, und Jung und Alt arbeiten harmonisch zusammen. Die Ausstattung ist insgesamt relativ einheitlich, und in der Abteilung selbst herrscht ein guter Zusammenhalt. Auch das Image des Unternehmens nach außen wirkt modern und professionell.
Freiheit, Vertrauen und ein Team aus erfahrenen Kolleginnen und Kollegen machen jeden Tag trotz aller Herausforderungen wertvoll.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider überwiegen oft Frust und Unzufriedenheit. Gehaltsverhandlungen sind unangenehm und laufen meist einseitig, die Bezahlung steht in keinem guten Verhältnis zur Arbeitsbelastung. Die Aufgabenverteilung ist häufig unfair, Aufgabengebiete werden willkürlich verteilt und Projekte unter Zeitdruck weitergegeben. Überstunden werden als normal betrachtet, und wer sich strikt an seine Arbeitszeiten hält, wird teilweise schief angesehen. Entscheidungen wirken oft kalt und unpersönlich, die Geschäftsleitung vermittelt nur wenig Respekt gegenüber den Mitarbeitern, und unrealistische Ziele erzeugen eine Stimmung der Angst. Insgesamt zeigt sich hinter der modernen Fassade des Unternehmens oft ein deutlich härterer Alltag, als man nach außen wahrnimmt.
Hinter der glänzenden Fassade kann Realität schmerzen - ohne Respekt und Fairness zerbricht selbst das modernste Image.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation im Unternehmen sollte dringend ausgebaut werden. Lob für gute Leistungen ist selten, Meetings dienen oft nur der Kritik. Auch über Abteilungsgrenzen hinweg fehlt der Zusammenhalt, wodurch Projekte häufig unter Zeitdruck geraten und Missverständnisse entstehen. Weiterbildungen werden kaum vorgeschlagen oder angeboten, Karrierepfade sind nicht erkennbar und Beförderungen wirken oft zufällig. Zudem werden Überstunden teilweise normalisiert, was zu Frust und einem Gefühl der Ungerechtigkeit führt. Insgesamt wäre es wichtig, mehr Wert auf transparente Strukturen, Anerkennung und die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter zu legen.
Transparenz, Anerkennung und echte Entwicklungsmöglichkeiten sind keine Extras - sie sind der Schlüssel zu einem Unternehmen, in dem Menschen gern arbeiten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist mäßig. Durch die Großraumbüro-Atmosphäre ist es manchmal etwas laut. Lob von den Vorgesetzten gibt es kaum bis fast gar nicht, da vieles als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Die Mitarbeiter vor Ort haben eine relativ gleiche Ausstattung - dort herrscht Fairness.
Image
Das Image nach außen ist toll, doch blickt man einmal hinter die Fassade, bemerkt man schnell, dass oft mehr Schein als Sein vorhanden ist. Dafür, dass die Firma nach außen modern und flexibel wirkt, ist davon intern nicht mehr viel zu spüren. Die Fassade bröckelt stark.
Work-Life-Balance
Hier wird viel Wert auf Freiheit gelegt. Man hat flexible Arbeitszeiten und kann bei Arztterminen auch kurzfristig von zu Hause aus arbeiten. Urlaub wird in der Regel immer gewährt – es gab eigentlich nie Probleme bei der Planung und Umsetzung.
Jedoch schleicht sich seit geraumer Zeit eine Mentalität ein, in der täglich anfallende Überstunden normalisiert werden. Man fühlt sich irgendwann vorgeführt, nur weil man sich an seine Arbeitszeiten hält und man nicht bereit ist, ständig Überstunden zu machen, die am Ende verfallen, weil man nicht dazu kommt, diese auszugleichen.
Karriere/Weiterbildung
Geht so. Weiterbildungen werden kaum vorgeschlagen oder angeboten. Es gibt keine Karriereleiter, keine Orientierungspunkte, keine Checkpoints, auf die man hinarbeiten oder an denen man sich orientieren könnte. Das fördert leider keine Motivation. Schulungen werden oft nur im Bereich der Produktschulung angeboten, mir selbst helfen sie jedoch in der persönlichen Entwicklung und Bildung nicht weiter.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt innerhalb einer Abteilung ist größtenteils sehr gut - hier spielt natürlich auch eine persönliche Komponente mit hinein. Jedoch finde ich, dass der Zusammenhalt über Abteilungsgrenzen hinaus sehr schwach ist. Viele wollen mit den Arbeitsabläufen anderer Abteilungen nichts zu tun haben und geben möglichst viel Aufwand an andere weiter. Dadurch kommt es immer wieder zu Verzögerungen, Missverständnissen und fehlerhaften Abläufen, da sich am Ende keiner mehr verantwortlich fühlt. Dass dies leider sehr oft passiert und auch für Unstimmigkeiten zwischen den Kollegen sorgt, ist dies ein sehr leidiges Thema, das sich schon seit langer Zeit durch das Unternehmen zieht.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier gibt es nichts auszusetzen. Es arbeiten viele langjährige Mitarbeiter bei uns im Unternehmen, die bereits 30 oder sogar mehr Jahre Betriebszugehörigkeit haben. Hier arbeiten Jung und Alt zusammen.
Vorgesetztenverhalten
Leider ein ganz schwieriges Thema. Von einer unrealistischen Erwartungshaltung bis zu empathielosen Entscheidungen ist alles dabei. Man fühlt sich leider nur wie eine Nummer und muss funktionieren. Sollte dies nicht der Fall sein, wird mit allen Mitteln versucht, Mitarbeiter in die „perfekte Form“ zu pressen und teilweise sogar mit Druck und dem Einreden von schlechtem Gewissen zu manipulieren.
Wie auch schon bei der Atmosphäre grob erwähnt, wird hier das Unternehmen auf kalte und unpersönliche Weise geführt. Alles ist auf Effizienz ausgelegt und darauf, dass alle toll performen - die Umstände werden jedoch kaum berücksichtigt, wodurch teilweise unrealistische Ziele gesetzt werden und Lob kaum existiert. Es entsteht eine Stimmung der Angst und das erzeugt keine Freude an der Arbeit. Natürlich sollte man von der Geschäftsleitung einen gewissen Respekt zeigen, aber dieser sollte ebenso den Mitarbeitern entgegengebracht werden, was oft komplett vergessen wird.
Arbeitsbedingungen
Der Lärmpegel ist manchmal etwas hoch, was der Großraumbüro-Atmosphäre geschuldet ist. Die Ausstattung ist relativ einheitlich, einige wenige Mitarbeiter haben noch alte Hardware, die erst getauscht wird, wenn sie am Limit ist. Für neue Hardware muss man jedoch schon ein bisschen kämpfen, da diese nicht einfach so herausgegeben wird.
Kommunikation
Die Kommunikation sollte deutlich ausgebaut werden. Es wird selten in positiven Tönen kommuniziert - meist geschieht dies nur zwischen den Kollegen untereinander. Es gibt zwar festgelegte Meetings für jeden einzelnen Kollegen, oft alle paar Monate oder Quartale, dort wird aber überwiegend nur Kritik ausgesprochen oder angesprochen, was besser laufen muss. Gute und positive Arbeitsabläufe werden nur selten gelobt, und auch Verständnis für diverse und große Arbeitsaufwände wird kaum gezeigt.
Gehalt/Benefits
Die Firma orientiert sich sehr stark an den vorgegebenen Tarifen. Dadurch wird das Gehalt allerdings sehr knapp bemessen. Gehaltsverhandlungen sind dadurch auch sehr unangenehm, da man sich oft nicht einigen kann und letztendlich dem Willen der Geschäftsleitung nachgibt. Verhandlungen laufen recht einseitig ab, und es gibt nur wenig Spielraum. Auch ist die Bezahlung im Durchschnitt eher okay, im Vergleich zur Arbeitsbelastung jedoch zu niedrig. Dies ist unter den Kollegen schon seit langer Zeit ein großes Frust-Thema und bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung ist in meinen Augen relativ fair - es werden zwar viele exklusive Verträge bei einigen Mitarbeitern geschlossen, auch was Vergütung und diverse Boni angeht, allerdings ist dies sehr personenbezogen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenverteilung ist okay, aber auch nicht berauschend. Leider haben viele Mitarbeiter einen sehr unterschiedlichen Workload, wodurch es manchmal zu Unmut kommt, da manche die Verteilung als ungerecht empfinden. Man kann in seinem Bereich bis zu einer gewissen Grenze mitentscheiden, wie die Aufgaben verteilt werden. Es gibt jedoch auch oft Momente, in denen Aufgabengebiete einfach willkürlich zugeteilt werden und erwartet wird, dass diese bearbeitet oder Lösungen gefunden werden. Manchmal werden Projekte dadurch von einer Person zur nächsten weitergegeben, bis es irgendwann bei einem liegen bleibt, nur weil sich keiner kümmern wollte. Dadurch geraten Projekte unter Zeitdruck, und auch der Zusammenhalt der Kollegen leidet darunter.