Strukturwandel und hohe Fluktuation.
Arbeitsatmosphäre
Während meiner Tätigkeit kam es zu einer kontinuierlich hohen Fluktuation, insbesondere in Schlüsselpositionen. Dadurch gingen wichtige Kompetenzen und eingespielte Abläufe verloren. Dieser Personalwechsel hatte spürbare Auswirkungen auf die Stabilität, die Qualität der Zusammenarbeit und die operative Leistungsfähigkeit. Es gab keinen Know-How Transfer, da die Personen von heute auf morgen nicht mehr da waren ohne echte Übergabezeit. Gleichzeitig wurden Führungspositionen vermehrt mit Personen besetzt, die aus fachfremden Bereichen kamen oder erst kurze Zeit im Unternehmen tätig waren. Das führte dazu, dass notwendige Expertise und Entscheidungsstärke nicht im gewünschten Umfang vorhanden waren. Hieraus resultierte ein hoher Grad an Unzufriedenheit bei vielen Mitarbeitenden.
Dies führte in der Praxis sehr oft zu Unsicherheiten, Verzögerungen und einer eingeschränkten Entscheidungsfähigkeit in vielen Bereichen. Eine ausgewogene Mischung aus Erfahrung, Fachkompetenz und neuen Impulsen war für mich nicht erkennbar.
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Wem es nicht passt der kann gehen. Dieser Satz hat das Unternehmen geprägt. Und diese Aussage verdeutlicht einmal mehr, wie sehr sich bemüht worden ist hinzuhören.
Karriere/Weiterbildung
Nur für wenige. Die meisten, die etwas erreichen wollen, erkennen schnell, dass Sie gehen müssen.
Gehalt/Benefits
In Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen hatte ich häufig den Eindruck, dass viele Mitarbeitende ihre Vergütung als nicht angemessen empfanden. Gleichzeitig kam es in einigen Bereichen immer wieder zu Phasen geringer Auslastung, was teilweise zu Leerlauf führte. Für mich persönlich ist es wichtig, im Arbeitsalltag sinnvolle Aufgaben zu haben und produktiv zu sein.
Kollegenzusammenhalt
Viele Grüppchen, kein echter Zusammenhalt.
Vorgesetztenverhalten
Führungsposten wurden zunehmend mit Personen besetzt, die aus fachfremden Bereichen stammen und über wenig Managementerfahrung besitzen. Dies führte zu Vertrauensverlusten und resultierte in ein mangelndes Vertrauen in die Entscheidungen der Vorgesetzten. Die erkennbar fehlende Erfahrung wurde nach und nach durch einem autoritären Still ersetzt. Spielraum für Gestaltungsfreiheiten blieb nicht.
Kommunikation
Insgesamt prägte der Führungsstil ein ängstliches Arbeitsklima – sowohl hinsichtlich der Kommunikation als auch in Bezug auf Stabilität, Motivation und Vertrauen innerhalb der Organisation. Entscheidungen wurden häufig allein auf höchster Ebene getroffen, was zu einer ausgeprägten Top-down-Struktur führte.