Ihr Unternehmen?

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Brödermann 
Jahn 
Rechtsanwaltsgesellschaft 
mbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Spannende Kanzlei mit großen Schwächen bei Kommunikation, Vorgesetztenverhalten und Zukunftsfähigkeit

3,2
Nicht empfohlen
Hat bis 2026 im Bereich Recht / Steuern in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Wirklich herausragende Atmosphäre zwischen Assistenz, Associates und WiMis untereinander.
- Tolle Kanzleifeiern.
- Modernes Büro (von einem großen Wasserschaden während meiner Zeit abgesehen, wofür die Kanzlei nichts kann).

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Teilweise das Vorgesetztenverhalten.
- Die Kommunikation.
- Die Verweigerung von Fortschritt, sei es durch Homeofficemöglichkeiten, neuerer Technik.

Verbesserungsvorschläge

Ich habe lange überlegt, ob ich die Kanzei derzeit weiterempfehlen würde oder nicht. Von früheren Mitarbeitenden aus Assistenz und WiMis hört man, dass die Kanzlei früher außergewöhnlich gut gewesen sein muss. Leider hat sich die Kanzlei in den letzten Monaten / im letzten Jahr dann wohl eher zurück als nach vorne entwickelt, weshalb ich die Kanzlei im Moment nicht weiterempfehlen würde. Wenn ihr es schafft, die tollen jungen Menschen zu halten, die bei euch arbeiten, bin ich aber optimistisch, dass sich die Kanzlei wieder dem Ruf entwickelt, den ehemalige Mitarbeitende der Kanzlei nachsagen.

Verbesserungsvorschläge:
- Klare Kommunikation, die Partnerschaft muss mit einer Stimme sprechen.
- Klar kommunizierte Homeofficemöglichkeiten, zumindest für Assistenz und Associates, ohne die Partnerschaft (die selber am meisten Homeoffice macht) stets unbegründeterweise davon ausgeht, im Homeoffice werde nicht gearbeitet. Die Kanzlei nimmt sich dadurch selbst die Zukunft.
- Verhalten einiger PartnerInnen teilweise gegenüber Assistenz, Associates und WiMis unmöglich. Das Problem ist bekannt, wird aber nicht angegangen.
- Moderne Technik. Die veralteten Computer verhindern effizientes Arbeiten. Die Laptops und Computer sind so langsam, dass man teilweise zehn Minuten Vorlauf braucht, um arbeiten zu können.

Ich hatte eine tolle Zeit bei Brödermann Jahn, aber die Kanzlei muss damit beginnen, auf die Anliegen der Assistenz und der jüngeren AnwältInnen zu hören. Die jetzige Linie gefährdet überflüssigerweise die Zukunftsfähigkeit der Kanzlei. Man gewinnt den Eindruck, dass die Partnerschaft die Linie „das haben wir schon immer so gemacht“ fährt, ohne ein Gespür für Veränderungen in der Arbeitswelt zu haben. Das ist schade, weil bei euch so tolle Menschen arbeiten, die darunter leiden. Ich glaube, die Kanzlei muss aufpassen, dass es nicht zu einem „Brain Drain“ kommt, wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder besser ist.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist gut, leidet aber unter dem Verhalten von einigen wenigen Partnerinnen und Partnern. Das Problem scheint bekannt zu sein, wird aber nicht nachhaltig angegangen.

Image

Nach außen hin gutes Image, auch wenn es die letzten Monate, wenn man sich so umhört, gelitten hat. Das liegt an dem Verhalten einiger PartnerInnen, das nach außen dringt, sowie Abgängen in der Assistenz, deren Stellen nicht nachbesetzt werden.

Work-Life-Balance

Im Wesentlichen gut und jedenfalls unter der Belastung in Großkanzleien. Belastungsspitzen gibt es überall, aber dauerhafte Erreichbarkeit wird (auch von den jüngeren AnwältInnen) nicht erwartet.

Karriere/Weiterbildung

Ehemalige Assistentinnen und WiMis werden nicht versucht zu halten. Ausbildungsangebote gibt es kaum.

Gehalt/Benefits

Für Referendare bzw. WiMis: Unterer Durchschnitt.
Für anwaltliche Berufseinsteiger (was man so hört): Durchschnitt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird noch sehr viel ausgedruckt, teilweise auch vorsorglich.

Kollegenzusammenhalt

Außergewöhnlich gut, teils sehr freundschaftlich, zumindest unter den Associates, der Assistenz und WiMis.

Vorgesetztenverhalten

Licht und Schatten, hängt sehr von dem/der jeweiligen PartnerIn ab. Teilweise gewinnt man den Eindruck, dass auch die PartnerInnen untereinander nicht gut miteinander klar kommen und sich das auf den „unteren“ Ebenen auswirkt bzw. Konflikte „nach unten getragen“ werden

Arbeitsbedingungen

Im Wesentlichen in Ordnung. Größtes Manko ist, dass es keine Homeoffice-Möglichkeit gibt. Für Referendare und WiMis mag das noch nachvollziehbar sein (wenn auch ungewöhnlich), für Assistenz und jüngere AnwältInnen inakzeptabel und rückwärtsgewandt. Es gibt aber (Stichwort Kommunikation) keine klar kommunizierten Regeln, sondern nur Flurfunk.

Kommunikation

Ausbaufähig. Man gewinnt den Eindruck, dass die Partnerschaft (wenn überhaupt kommuniziert wird) nicht mit einer Stimme spricht .

Interessante Aufgaben

Spannende, vielfältige Mandate. Weniger international als angekündigt, aber deutlich interessanter als gedacht.


Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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