Bruker macht sich selbst kaputt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die spannenden Themen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die toxische Arbeitsatmosphäre und die pure Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen der Mitarbeiter
Verbesserungsvorschläge
Tauscht mal am besten die gesamte Geschäftsführung und das direkt darunter liegende Management aus. Der Fisch stinkt in der Firma vom Kopf. Und fangt an die Mitarbeiter besser zu behandeln, als die Shareholder. Ein zufriedener Mitarbeiter ist intrinsisch motiviert und gibt sich Mühe, das Unternehmen erfolgreich zu machen.
Arbeitsatmosphäre
Über die letzten Jahre sehr toxisch geworden. Es gibt einfach viel zu wenig Personal! Jeder macht gefühlt zwei oder drei Jobs aber nichts davon fokussiert. Es herrscht Druck und Stress auf einem sehr ungesunden Level.
Kommunikation
Totales Chaos und keine klare Struktur. Sehr viel Ad-hoc und zwischendrin. Ein Vision und Mission Statement sucht man vergeblich.
Kollegenzusammenhalt
In einigen Teams okay, aber aufgrund des allgemeinen Drucks nimmt das auch ab. Inzwischen gibt es oft Schuldzuweisungen und generell hat sowieso kaum noch jemand Zeit für irgendwas, darunter leidet auch die gegenseitige Hilfe immer stärker.
Work-Life-Balance
Sehr viele machen weit mehr Überstunden, als das Stundenprogramm "erlaubt" (bei +70 Stunden wird einfach nicht weitergezählt), aber der Berg an Arbeit wird immer größer. Die Vorgesetzten wissen das auch, werden aber vom Mangement allein gelassen. Wie oben erwähnt: Jeder macht eigentlich mindestens zwei Jobs.
Vorgesetztenverhalten
Früher mal gut, aber aufgrund der allgemeinen toxischen Druck-Situation immer schlechter. Es wurden zudem leider diverse Personen in Führungspositionen gebracht, die niemals hätten Menschen führen dürfen.
Interessante Aufgaben
Das ist das Tragische und der Grund warum auch viele noch bleiben: Die Aufgaben sind super spannend und wissenschaftlich auf ganz hohem Niveau. Aber auch hier zeigt sich, dass Innovationen immer schwerer werden, weil die Motivation und die Mittel fehlen...
Gleichberechtigung
Es gibt leider nur sehr wenig weibliche Führungskräfte. Man ist aber stets um Gleichberechtigung bemüht.
Umgang mit älteren Kollegen
Werden regelmäßig aufs Abstellgleis gepackt. Wissensmanagement ist problematisch: Erst ein paar Wochen vor der Rente merkt man, das da ja ganz viel Wissen verloren geht und man versucht panisch noch zu sichern, was geht (leider oft zu wenig).
Arbeitsbedingungen
Teilweise ist die Bürolandschaft ansprechend gestaltet, aber es gibt keine Räume wo Mitarbeiter in Ruhe Pause machen können. Nur eine zu laute Kantine oder man verlässt das Firmengelände. Außerdem wurden in der letzten Sparrunde die Goodies wie Obst abgeschafft und die Mitarbeiter müssen im Wechsel Küchendienst machen, weil man sich den Dienstleister spart.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Vor allem das Sozialbewusstsein ist mies. Es gibt nahezu keine Auzubildenden bei einer so großen Firma, in einer Stadt, wie Bremen, die das sehr dringend nötig hätte. Richtige Schulpraktika werden nicht angeboten (nicht einmal für die Kinder der Mitarbeiter). Es gibt keine nennenswerten sozialen Projekte des Unternehmens. Dafür ist man Sponsor von Werder Bremen - Hurra!
Gehalt/Benefits
Gehalt ist okay und pünktlich, allerdings absolute Verhandlungssache. Es gibt keine Transparenz oder Entwicklungspläne.
Image
Image wurde über die letzten Jahre immer schlechter. Leider.
Karriere/Weiterbildung
Man kann Karriere machen, man bekommt auch Weiterbildung. Aber beides nur, wenn man sich aktiv selbst darum kümmert. Es gibt keine Karrierepläne, Personalentwicklungspläne oder Talent-Pools. Manche stille Mitarbeiter hatten seit vielen Jahren keine Weiterbildungen. Wenn man Bildungsurlaub nimmt, kann man seine Karriere vergessen.

