Eine Behörde auf dem Weg zur Einheitspartei.
Verbesserungsvorschläge
Es erzeugt eine extrem eindimensionale und homogene Führungsriege, wenn nur die Menschen Karriere machen, die Konformität bewiesen haben und den nächsthöheren Führungskräften das Wort reden. Durch diesen ideologischen Konformitätsdruck bekommt man immer wieder die Gleichen und es ist irgendwann allen Führungsaspiranten klar, welche Art von Konformität hier verlangt wird. Eine Vielfalt der Stile, eine offene Diskurskultur sowie ein reflektierter Umgang mit Kritik an Führung existiert am BSI nicht (mehr). Gehorsamkeit zählt. Die Behörde auf dem Weg zur Einheitspartei.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist zunehmend von Furcht und Angst geprägt. Die soziale Fallhöhe des angedienten, mittleren und oberen Managements ist bekanntermaßen sehr hoch. Daher wird hier besonders viel gebuckelt, bewusst die Klappe gehalten sowie "linientreu" nach unten durchregiert.
Kleine Chiffre: Wenn von der Herstellung einer einheitlichen BSI-Meinung gesprochen wird, ist damit gemeint, dass die Fachebene konform in einen ideologischen Einheitsmantel gehüllt wird.
Image
Intern konstant abnehmend. Extern durch Marketing aufgepäppelt. Die PR fabrizierte "Cybernation" ist intern ein running gag. Wenn man sich mit der Definition des "Cyberraumes" oder der "Cybernetics" (Kybernetik) nach Norbert Wiener und den Macy-Konferenzen auch nur etwas auskennt, bekommt man als Mitarbeiter vor dieser "PR-Cybernation" eher Angst.
Work-Life-Balance
Anwesenheit ist verpflichtend. 40% Minimum.
Karriere/Weiterbildung
Wer charakterlich gern in strengen Hierarchien arbeitet, ist am BSI gut aufgehoben. Ist also etwas für Leute, die bei kritischen Themen gern was von "above my pay grade" stammeln und dabei nach oben schleimen.
Kollegenzusammenhalt
Je nachdem an wen man gerät. Die Lemminge halten oft zusammen. Vorsicht bei jungen Führungskräften, die sich nach oben noch beweisen müssen!
Vorgesetztenverhalten
Intransparent und oft in Seilschaften organisiert. Wer einmal Führungskräfte kritisiert hat, hat keine Chance mehr auf irgendeine Art von Karriere oder Entwicklung im BSI. Dem muss man sich bewusst sein. Wer brav die Klappe hält und fleißig in den A. kriecht, hat gute Chancen.
Kommunikation
Die Kommunikation von oben (Leitung) nach unten (Arbeitsebene) ist im BSI schäbig bis heuchlerisch. Es wird zwar viel erzählt (PR und Storytelling hat man gelernt), aber nichts gesagt. Es gibt neuerdings auch Tabu-Themen, die fachlich-argumentativ nicht mehr ausdiskutiert, sondern per Basta-Mentalität nach unten durchgedrückt werden. Die großen Ideologien und Lobby-Interessen lassen grüßen...
Gehalt/Benefits
Das übliche TVöD und dann das konservativ begehrte Beamtenverhältnis.
Gleichberechtigung
Eine gute Voraussetzung (neben Klappe halten) für eine Führungsposition ist es, weiblichen Geschlechts zu sein. Das hilft oft erstaunlich im Zeitalter der "Gleichstellung" und der F-Quote.
Interessante Aufgaben
Nur in Eigenregie und auf der Fachebene. Sobald Leitungspolitik ins Spiel kommt lösen sich die interessanten Aufgaben in Ideologie-Framing auf.

