Mehr Schein als Sein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das dies meine 3 Überarbeitung der Bewertung ist und sie jedes mal schlechter ausfällt weil die Situation nicht besser sondern immer schlechter wird. Naja Öffentlicher Dienst. Wer Unsinn macht kann nur noch Oben verschwinden.
Verbesserungsvorschläge
Die Situationen sind so verfahren, dass ich beim besten Wissen nichts ernsthaftes vorschlagen könnte.
Schmeißt 50% der Aufgaben weg und drückt einen Reset-Knopf bei der Führung und allen Mitarbeitern, damit hier noch einmal von Null begonnen werden kann.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist gedrückt und gespannt. Viele leisten ihre Arbeit und nehmen die Probleme die es intern gibt mit Galgenhumor.
Es schmerzt zu sehen das die Halbwertzeit der Motivation neuer Mitarbeiter zunehmend immer kürzer wird.
Fairness und Vertrauen gibt es noch innerhalb der einzelnen Themenbereiche, aber sobald es in die Leitung geht oder Fachbereichsübergreifend kommuniziert werden soll, ändert sich alles dramatisch. Dann betritt man ein Kampffeld und das spiegelt die Atmosphäre recht gut.
Image
Von außen hat das BSI ein Super Image, ich weiß wirklich nicht wieso.
Work-Life-Balance
Es gibt Homeoffice (60%), Diensthandys und flexible Arbeitszeit 6:00-20:00. Das klingt toll, ist es aber nicht.
Das bedeutet nur das erwartet wird, dass man quasi immer erreichbar ist. Offiziell sagen zwar alle, schalte das Handy aus und mach Feierabend oder genieße deinen Urlaub, aber wenn man das macht brennt die Luft. Das ist nicht mal böse gemeint. Es gibt einfach zu viel Arbeit und oft nicht einmal Vertreter. Und wenn die direkte Führungsebene es einem auch so vorlebt, dann kann man die Schuld nur dem System zuweisen. Es zeigt einfach nur das Work hier "to much" ist. Daran ändert sich aber leider nichts. Kommen neue Kollegen, kommen neue Aufgaben.
Und die Flexibilität in der Arbeitszeit bringt einem auch nichts.
Jeder der eine Familie hat weiß wie getaktet da der Tag ist. Viele Kollegen arbeiten daher nachts und am Wochenende. Das darf man natürlich nicht, muss man aber weil es anders nicht geht und man anders nicht durch seine Aufgaben durchkommt.
Früher hat man die Leute die nachts um 1 Uhr eine Mail geschrieben haben belächelt, heute ist das "the new normal".
Oh du schöne neue Welt.
Karriere/Weiterbildung
In der Theorie soll jeder mindestens 3 Fortbildungen machen und wenn man Zeit hat könnte man das auch. Auch bei den Themen ist man recht frei.
In der Praxis hat man jedoch nie Zeit und ignoriert die Fortbildungen.
Für alles was verpflichtend ist gibt es die ilias-Plattform (Onlinetraining). Das sind dann die Fortbildungen und Schulungen zu denen das BSI einen verpflichtet damit im Fall eines Unfalls auch brav die Schuld beim Mitarbeiter liegt.
Karriere ist möglich, wenn man aber Motivation hat etwas zu bewegen sollte man dringend einen anderen Arbeitgeber suchen.
Gehalt/Benefits
TVöD.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das BSI ist hier sehr diverse aufgestellt. Bei Heizung wird stark gespart und die Mitarbeiter sollen gefälligst einen Pulli anziehen oder frieren. Bei Papier wird jeder murks gedruckt. Dafür muss man bei jeder Beschaffung selbst für eine Softwarelizenz die CO2 Bilanz mit einbeziehen, was oft gar nicht geht. So wird einem antrainiert das Umweltbewusstsein und Sozialbewusstsein Störfaktoren sind.
Damit sind sie toll solange sie in der Freizeit, in Pausen oder auf Kosten der Mitarbeiter gehen.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt viele gute Kollegen die wirklich helfen wollen, jedoch sieht man das alle ums überleben kämpfen und viele mittlerweile auch einfach ausgebrannt sind. Wenn man selbst gegen Windmühlen kämpft, hat man wenig Möglichkeit die anderen noch zu unterstützen.
Umgang mit älteren Kollegen
Was das angeht ist das BSI okay. Der Umgang ist nicht anders als mit den jungen Kollegen.
Die Älteren oder eher die alteingesessenen haben nur mittlerweile resigniert und BSI spezifische Eigenheiten entwickelt.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt gute Vorgesetzte, aber auch viele bei denen man sich fragt, wie sie es überhaupt in die Position geschafft haben. Das BSI legt den Fokus nicht unbedingt auf Führungskräfte mit Sozialkompetenz, gutem Menschenverstand und Führungskompetenz, sondern oft auf "den öffentlichen Eindruck und Ruf"
Danach greifen die typischen Behördenprozesse. Dank Beamtentum kann man nur noch weg befördern und hoffen das die Kollegen da weniger Schaden anrichten.
Wer länger im BSI ist sieht die ständiges Wechsel und Umorganisationen mit anderen Augen.
Arbeitsbedingungen
Miserabel.
Die Büros sind alt und teilweise stark renovierungsbedürftig. Heizungen funktionieren manchmal, die Technik selten oft gar nicht. Verkauft wird es einem als "normal langsamen". Probleme werden mit Geld oder redundanten Erweiterungen gelöst. Warum soll man eine Software reparieren wenn man allen ein Handy oder ein neues weiteres Programm bieten kann. Fertiggestellt wird nichts, denn wenn die 80% erreicht sind muss das nächste Thema angegangen werden. Dann hat man halt viele verschiedene Messenger und Meetingprogramme die alle nur zu 80% funktionieren.
Als BSI sollte man doch meinen wir hätten die Beste oder wenigstens eine gute IT... ja ne, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe! Stimmt leider rauch hier.
Kommunikation
Es gibt hier einen Wandel. Es gibt unzählige Wege sich zu informieren, wenn man das denn will (und die nötige Zeit hat). Aber überall wird man mit viel unwichtigem Kleinkram beworfen und alles wird einem als ein horrender Erfolge und Meilenstein des BSI beworben.
So fällt es nicht auf, das die wirklich wichtigen Themen ignoriert werden. Man hat auch nicht genug Zeit um nachzufragen. So ist es auch schwerer zu durchschauen, wenn Umfragen und Analysen so ausgelegt werden, dass das Endergebnis schon vorweggenommen ist und zufällig genau dem Bild im Kopf der Leitung entspricht.
Innerhalb der eigenen Abteilung kann man Glück haben. Aber die Sandkastenkriege sind teilweise in die Fachbereiche vorgedrungen.
Gleichberechtigung
Ich würde fast sagen, es wird soviel auf den Hypethemen (Gleichberechtigung, Queer sein, etc. ) herumgeritten, dass du eigentlich schon diskriminiert wirst wenn du ein Mann und ein deutscher bist. Ich als weibliches Wesen darf das glaube ich sagen.
Teilweise habe ich das Gefühl, das Leute vorgeben anders zu sein, einfach weil es Vorteile bringt nicht zum normalen Durchschnitt zu gehören.
Interessante Aufgaben
In der Theorie sind die Aufgaben und Themen spannend und super wichtig. In der Realität sieht es anders aus, weil das Haus, bzw. die Leitung, sich oft gar nicht dafür interessiert oder die gute Arbeit von Kollegen die sich wirklich reinhängen nur als Unsinn abtun. Für die wirklichen spannenden und wichtigen Dinge hat man ohnehin keine Zeit. Es ist wichtiger tolle News und viel Pressewirkung zu produzieren als wirklich etwas zu bewegen.

