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Chaotische Führung, toxische Strukturen – keine Empfehlung

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Geretsried gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Trotz aller Probleme gab es einige positive Aspekte: Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen war sehr stark und hat vieles aufgefangen, was strukturell gefehlt hat. Die Aufgaben waren abwechslungsreich und boten Raum für Kreativität und Verantwortung. Auch die Möglichkeit zum Homeoffice war grundsätzlich gegeben. Einzelne Teammitglieder waren sehr engagiert, hilfsbereit und fachlich kompetent.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Führungskultur, die chaotischen Prozesse und die fehlenden Strukturen sind das größte Problem. Entscheidungen dauern extrem lange, weil alles über die Geschäftsführung laufen muss, die sich stark ins Tagesgeschäft einmischt. Dadurch fehlen Vertrauen, klare Verantwortlichkeiten und professionelle Abläufe. Mitarbeitende werden unterschiedlich behandelt, sowohl bei technischer Ausstattung als auch bei Anerkennung oder Chancen. Kommunikation wirkt oft widersprüchlich, intransparent oder emotional. Entscheidungen zu kleinsten technischen Themen verzögern sich über Monate. Arbeitszeiten und Erholungsphasen werden nicht respektiert, und die Unternehmenskultur ist durch interne Spannungen, Ungleichbehandlung und ein toxisches Klima belastet. Eine funktionierende Personalabteilung oder professionelle Organisationsstruktur ist nicht erkennbar.

Verbesserungsvorschläge

• Sich an die eigenen kommunizierten Werte halten, statt sie nur nach außen zu predigen.
• Entscheidungen klarer strukturieren und Verantwortung wirklich delegieren, statt alles zentral zu blockieren.
• Weniger Arroganz gegenüber Mitarbeitenden und Branche – mehr echte Professionalität, Transparenz und Respekt.

Arbeitsatmosphäre

Die Unternehmenskultur ist stark von Chaos, Unsicherheit und ständigen Ad-hoc-Entscheidungen geprägt. Wertschätzung wird zwar kommuniziert, aber im täglichen Umgang nicht gelebt. Anstatt klare Strukturen zu schaffen, herrscht ein Klima aus Unsicherheit, Misstrauen und ständigen kurzfristigen Richtungswechseln. Das wirkt sich massiv auf die Arbeitsatmosphäre aus und ist dauerhaft belastend.

Image

Extern möchte man innovativ und modern wirken. Intern zeigt sich jedoch ein anderes Bild: ein Unternehmen, das strukturell überfordert ist, Probleme nicht ernst nimmt und an toxischen Mustern festhält.

Work-Life-Balance

Arbeitszeiten werden nicht respektiert. Anrufe spät abends oder während des Urlaubs sind normal – und es wird erwartet, dass man erreichbar ist. Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem verschwimmen vollständig. Wer im Urlaub nicht reagiert, muss mit Kritik rechnen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein echtes Bewusstsein für Umwelt- oder Sozialthemen ist im Unternehmensalltag nicht erkennbar. Es gibt keine klaren Maßnahmen zu Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung oder Klimaschutz. Auch soziale Verantwortung wird kaum aktiv verfolgt. Vieles wirkt eher wie ein nach außen kommuniziertes Image, das intern durch fehlende Strukturen und Prioritäten nicht unterstützt wird. Von fairen, transparenten oder sozial motivierten Prozessen kann leider kaum die Rede sein.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten sind de facto nicht vorhanden. Selbst bei offener Qualifikation wird man übergangen. Weiterbildung passiert fast ausschließlich auf eigene Initiative; Unterstützung dafür gibt es wenig bis gar nicht.

Kollegenzusammenhalt

Der einzige Lichtblick waren die Kolleg*innen. Man unterstützt sich gegenseitig, weil viele Probleme sonst gar nicht zu lösen wären. Leider wird dieser Zusammenhalt durch interne Spannungen, Gerüchte und Konkurrenzdruck belastet, die von oben teilweise noch verstärkt werden.

Vorgesetztenverhalten

Das größte Problem des Unternehmens. Die Geschäftsführung mischt sich dauerhaft ins Tagesgeschäft ein, entscheidet alles selbst und zeigt wenig Vertrauen in Mitarbeitende oder Führungskräfte. Dadurch werden Prozesse massiv blockiert, Verantwortlichkeiten untergraben und jede Form strukturierter Führung praktisch unmöglich gemacht.

Da die Geschäftsführung aus einem Ehepaar besteht, wird man als Mitarbeitende*r häufig mit internen Spannungen konfrontiert, die eigentlich nicht ins Unternehmen gehören. Entscheidungen wirken emotional, widersprüchlich oder abhängig von den jeweiligen internen Dynamiken. Mitarbeitende werden teils gegeneinander ausgespielt oder bevorzugt benachteiligt, je nachdem, wer als „loyal“ gilt.

Auch abteilungsübergreifend wird wenig Dialog gefördert. Im Gegenteil: Austausch wird eher erschwert. Es wird schlecht über Mitarbeitende gesprochen, Abteilungen werden gegeneinander abgegrenzt – ein toxisches Umfeld.

Arbeitsbedingungen

Die Grundausstattung wird zwar bereitgestellt, jedoch unfair und inkonsequent verteilt. Manche erhalten hochwertige Geräte oder Diensthandys, andere gar nichts oder warten sehr lange – ohne nachvollziehbare Kriterien.

Trotz großer IT-Abteilung funktionieren interne Tools und Systeme häufig nicht zuverlässig. Ausfälle und langsame Plattformen erschweren die Arbeit spürbar, und viele Probleme bleiben lange ungelöst.

Zudem müssen selbst kleinste technische Entscheidungen von der Geschäftsführung freigegeben werden, was monatelange Verzögerungen verursacht. Nach außen soll alles professionell wirken, intern zeigen sich jedoch fehlende Prozesse, unklare Verantwortlichkeiten und langsame Entscheidungswege.

Kommunikation

Kommunikation findet oft spät, unvollständig oder widersprüchlich statt. Entscheidungen werden nicht transparent erklärt, interne Entwicklungen bleiben unklar oder werden erst dann kommuniziert, wenn sie nicht mehr diskutiert werden sollen.
Ein professioneller HR-Bereich existiert faktisch nicht – viele Themen bleiben unbearbeitet oder werden improvisiert abgewickelt. Auch die Buchhaltung wirkt chaotisch: Zahlungen verzögern sich, Fehler sind häufig, externe Dienstleister wechseln ständig.

Gehalt/Benefits

Gehaltserhöhungen oder Anpassungen werden praktisch nicht gewährt. Wer danach fragt, bekommt sehr deutlich signalisiert, dass bereits das Arbeiten im Unternehmen „genug Anerkennung“ sei. Für die Menge an Verantwortung und die Vielfalt der Aufgaben ist das Gehalt klar unterdurchschnittlich.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung hängt stark davon ab, wen die Geschäftsführung persönlich schätzt. Objektive Kriterien sind schwer erkennbar. Entscheidungen wirken inkonsistent, die Verteilung von Chancen und Ressourcen nicht nachvollziehbar.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind abwechslungsreich und kreativ. Man kann sehr viel Verantwortung übernehmen und vielseitige Projekte umsetzen. Leider fehlt die Struktur, Wertschätzung und professionelle Führung, um diese Aufgaben langfristig gerne zu machen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.