Frühzeitig unter Druck gesetzt – Menschlichkeit blieb auf der Strecke
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Hierarchie wirkt überladen es gibt zu viele Vorgesetzte, aber zu wenige Kolleg-innen, mit denen man sich fachlich und menschlich schnell in die Arbeit einfinden kann. Dadurch fehlt oft der direkte Austausch und das Gefühl von Teamzusammenhalt, was gerade in der Einarbeitungsphase wichtig wäre.
Verbesserungsvorschläge
Eine strukturierte und durchdachte Einarbeitung wäre wünschenswert. Bereits nach einer Woche wurde ein hoher Leistungsdruck aufgebaut, ohne dass zuvor ausreichend Zeit zur Orientierung oder zum Kennenlernen der Abläufe gegeben wurde. Eine bessere Vorbereitung neuer Mitarbeitender und mehr Geduld in der Anfangsphase würden nicht nur die Arbeitsqualität verbessern, sondern auch die Motivation und das Vertrauen stärken.
Arbeitsatmosphäre
Von Beginn an herrschte eine distanzierte Atmosphäre, begleitet von einem spürbar hohen Leistungsdruck.
Statt einer unterstützenden Einarbeitungsphase wurde schnell erwartet, dass man voll einsatzbereit ist ohne ausreichende Einführung in Abläufe oder Strukturen. Das erschwert nicht nur den Einstieg, sondern wirkt sich auch negativ auf das Arbeitsklima aus.
Work-Life-Balance
Das zugewiesene Gebiet war sehr groß und mit einem hohen Aufwand verbunden. Die Kundenverteilung wirkte von Beginn an selektiv – einige erfahrene Kolleg-innen gaben mir direkt Kunden ab oder entzogen mir wichtige Zuständigkeiten, was nicht nur die Arbeitsbelastung erhöhte, sondern auch den Einstieg erschwerte. Eine fairere und transparentere Zuteilung hätte zu mehr Ausgeglichenheit und besserer Integration beigetragen.
Karriere/Weiterbildung
Eine strukturierte Einarbeitung hat leider gefehlt. Viele der Kolleg-innen wirkten selbst nicht ausreichend qualifiziert, um fachliches Wissen klar und professionell zu vermitteln. Dadurch entstand kein stabiles Fundament für eine nachhaltige Weiterentwicklung. Eine gezielte Schulung durch erfahrene Fachkräfte und ein durchdachtes Einarbeitungskonzept wären hier dringend notwendig gewesen.
Kollegenzusammenhalt
Leider war der Einstieg von Beginn an schwierig, da einige Kolleg-innen sehr kritisch auftraten und mir kaum die Möglichkeit gaben, mich in Ruhe einzuarbeiten. Statt kollegialer Unterstützung wurde bei kleinsten Unsicherheiten direkt der Weg über Vorgesetzte gewählt, was unnötigen Druck erzeugte und das Vertrauen erschwerte. Ein offenerer und unterstützender Umgang hätte den Einstieg deutlich erleichtert
Umgang mit älteren Kollegen
Der Einstieg wurde durch das Verhalten einiger erfahrener Kolleg-innen deutlich erschwert. Statt unterstützend zu wirken, traten sie von Beginn an sehr autoritär auf und gaben mir kaum die Möglichkeit, mich in Ruhe einzuarbeiten. Es entstand der Eindruck, dass gezielt nach Fehlern gesucht wurde, anstatt einen fairen und kollegialen Umgang zu pflegen. Diese Erfahrung war menschlich belastend und hat den Einstieg unnötig negativ geprägt.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung wirkte von Beginn an wenig durchdacht und wenig empathisch. Bereits nach wenigen Tagen wurde eine anspruchsvolle Expertenschulung angesetzt, obwohl bekannt war, dass ich aus einer fachfremden Branche komme. Kurz darauf entstand der Eindruck, dass nahezu alle Mitarbeitenden stark sensibilisiert wurden was dazu führte, dass selbst Kolleg-innen ohne entsprechende fachliche Kompetenz mich kritisch beurteilten. Die Einarbeitung entwickelte sich dadurch weniger zu einer unterstützenden Phase, sondern eher zu einer belastenden Prüfungssituation, die den Einstieg erheblich erschwert hat.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war leider wenig verlässlich. Informationen kamen oft verspätet, unvollständig oder widersprüchlich an, was zu Unsicherheiten im Arbeitsalltag führte. Klare Absprachen und transparente Kommunikation hätten viele Missverständnisse vermeiden können.
Gleichberechtigung
Die Behandlung neuer Mitarbeitender wirkte nicht einheitlich. Während andere Kolleg-innen bis zu einem Jahr Zeit zur Einarbeitung erhielten teils mit weiterhin ausbaufähiger fachlicher Leistung – wurde bei mir deutlich schneller ein hohes Maß an Kompetenz erwartet. Es entstand der Eindruck, dass Bewertungen und Erwartungen eher nach persönlicher Sympathie als nach objektiver Leistung vergeben wurden. Das wirkte auf mich wenig nachvollziehbar und erschwerte ein faires Arbeitsumfeld.