Meine persönliche Erfahrung – warum ich von einer Tätigkeit bei diesem Arbeitgeber abrate
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die Kolleginnen und Kollegen, mit denen eine gute Zusammenarbeit möglich war und die den Arbeitsalltag trotz der genannten Herausforderungen angenehmer gemacht haben. Darüber hinaus gibt es sicherlich einzelne positive Aspekte im Arbeitsalltag, die jedoch durch die aus meiner Sicht bestehenden Defizite bei Vergütung, Wertschätzung, Führung und Entwicklungsmöglichkeiten deutlich in den Hintergrund treten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wer einen Arbeitgeber sucht, bei dem gute Bezahlung, Wertschätzung, transparente Führung, faire Aufstiegsmöglichkeiten und persönliche Weiterentwicklung eine wichtige Rolle spielen, sollte sich meiner Erfahrung nach sehr genau überlegen, ob dieses Unternehmen die richtige Wahl ist. Ich persönlich würde mich dort nicht erneut bewerben und kann eine Tätigkeit dort nicht guten Gewissens empfehlen.
Verbesserungsvorschläge
Neben einer deutlichen Verbesserung der finanziellen Wertschätzung sehe ich vor allem bei Führung, Kommunikation, Transparenz und Gleichbehandlung Handlungsbedarf. Eine angemessene Bezahlung in Verbindung mit einem respektvollen und fairen Arbeitsumfeld wäre aus meiner Sicht die wichtigste Grundlage für zufriedenere und langfristig engagierte Mitarbeitende.
Arbeitsatmosphäre
Die Wertschätzung für die geleistete Arbeit lässt leider zu wünschen übrig.
Kommunikation
Die Kommunikation erfolgt ausschließlich mit den Mitarbeitenden, die unmittelbar am wertschöpfenden Prozess beteiligt sind.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt war im Wesentlichen auf die Kolleginnen und Kollegen beschränkt, die das Unternehmen mittlerweile ebenfalls verlassen haben.
Work-Life-Balance
Ganz ok
Vorgesetztenverhalten
Im direkten Vier-Augen-Gespräch ist das Verhalten der Vorgesetzten zwar freundlich, jedoch entsteht gleichzeitig der Eindruck, dass im Hintergrund Entscheidungen über Versetzungen oder eine mögliche Beendigung der Zusammenarbeit getroffen werden, ohne diese offen zu kommunizieren. Dies beeinträchtigt das Vertrauen und vermittelt ein Gefühl mangelnder Transparenz.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind überwiegend sehr eintönig und bieten nur geringe Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Ein nachhaltiger Mehrwert für die eigene berufliche Entwicklung ist kaum erkennbar.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich wird Gleichberechtigung vermittelt, in der Praxis entsteht jedoch der Eindruck, dass insbesondere Familienmitglieder bzw. ihnen nahestehende Personen teilweise bevorzugt behandelt werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Gut. Daran ist nichts auszusetzen
Arbeitsbedingungen
Eindruck einer ständigen Kontrolle sowie eines hohen Leistungs- und Zeitdrucks, wodurch das Gefühl vermittelt wird, permanent beobachtet und zur Eile angehalten zu werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein ausgeprägtes Umwelt- und Sozialbewusstsein ist aus meiner Sicht kaum erkennbar. Die vermarkteten Produkte stammen überwiegend aus der Türkei und China, wobei Aspekte wie Nachhaltigkeit, transparente Lieferketten und soziale Produktionsbedingungen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung liegt aus meiner Sicht auf einem äußerst niedrigen Niveau und steht in keinem angemessenen Verhältnis zu den gestellten Anforderungen und der geleisteten Arbeit. Positiv hervorzuheben ist lediglich, dass die Vergütung immerhin geringfügig über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.
Image
Ein positives und überzeugendes Unternehmensimage ist aus meiner Sicht kaum erkennbar. Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, sollte sich die angebotenen Produkte sowie die dazugehörigen Kundenbewertungen im Internet ansehen. Diese vermitteln einen entsprechenden Eindruck von der Außenwahrnehmung des Unternehmens.
Karriere/Weiterbildung
Karrieremöglichkeiten scheinen aus meiner Sicht weniger von Leistung und fachlicher Qualifikation abzuhängen, sondern vielmehr von persönlicher Nähe zur Unternehmensführung. Zudem entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende, die Informationen über ihre Kolleginnen und Kollegen weitergeben, bessere Aufstiegschancen haben. Dieser Eindruck wurde insbesondere dadurch verstärkt, dass bestimmte Mitarbeitende regelmäßig zu längeren Gesprächen im Büro der Geschäftsführung waren, was im Kollegenkreis wiederholt als „Weitertragen“ von Informationen wahrgenommen wurde.