Nicht zu empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mein ehemaliges Team bei [bu:st].
Meine Teams in den Kundenprojekten.
Gefördertes Fitnessangebot (Wellpass).
Ich konnte so viel Home Office machen, wie ich wollte (soweit dies von Kundenseite aus möglich war)
Beim Einstieg erfolgt eine strukturierte Einarbeitung. Es wird einem ein Mentor/Einarbeiter an die Seite gestellt, den man idR zu allen Themen fragen und um Rat bitten kann. Das ist insbesondere für Berufsanfänger frisch von der Uni hervorragend.
Verbesserungsvorschläge
Der teaminterne Krankheitsprozess dauert zu lange. Von „ich bin krank“ zu „ich kann den Laptop aus machen“ vergehen ca. 20-30 min.
Es werden nur die Mitarbeiter von den Führungskräften bewertet. Eine anonyme Bewertung der Führungskräfte bspw. durch Fragebögen erfolgt nicht. Damit ist für mich eine ehrliche Feedbackschleife nicht vorhanden.
Rest siehe einzelne Punkte.
Arbeitsatmosphäre
Die eigentlich positive Arbeitsatmosphäre wurde für mich durch meine Teamleitung stark negativ beeinflusst. Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten und werden dementsprechend weder zeitlich erfasst noch bezahlt. Meine Führungskraft hat die Vertretung von Kollegen (aufgrund von Krankheit oder Urlaub -> bedeutet Mehraufwand zu den eigenen Projekten) als "Hintergrundrauschen" beschrieben. Das hieß für mich übersetzt, dass Vertretungen erwartet werden und gemacht werden müssen, aber nicht besonders honoriert werden.
In einer Woche habe ich 12 unbezahlte Überstunden geleistet, um Inhalte für einen Kundenworkshop vorzubereiten. Die Inhalte habe ich so aufbereitet, dass sie gleichzeitig intern genutzt werden können. Ich habe meine Teamleitung auf meinen Einsatz für das Unternehmen und den Kunden hingewiesen. Die Antwort daraufhin lautete „es gibt halt mal so Peaks“.
Meiner Erfahrung nach findet man sich, sobald man nicht mehr jedes zusätzliche Projekt ohne wenn und aber annimmt oder kommuniziert, dass man an der Kapa Grenze ist, sehr schnell in einem Termin wieder, in dem es darum geht, die eigenen Effizienzen zu heben. Heißt sobald man nein sagt, ist man ineffizient.
Kommunikation
Teamintern: Transparenz, wo Transparenz passt und angenehm ist. Keine Transparenz hinsichtlich eigener Beauftragung/eingeplanter Projektauslastung. Nur, nachdem ich mehrmals unnachgiebig nachfragt habe, wurde mir diese von einem Teammanager gezeigt.
Es werden teaminterne Workshops und Retros zu verschiedenen Themen gemacht und dabei teilweise sehr wertvolle Themen/Handlungsbedarfe ermittelt. Allerdings wird nach den Workshops oft der aktuelle Stand der Umsetzung nicht kommuniziert. Keiner weiß, ob Themen umgesetzt oder gar nicht weiterverfolgt werden.
Kollegenzusammenhalt
Die Arbeitsatmosphäre in meinem Team unter den Kollegen (auf selber Ebene) war sehr gut. Das Team besteht aus jungen, fast ausnahmslos kollegialen und teilweise einfach wundervollen Menschen.
Work-Life-Balance
Es gibt keine Zeiterfassung. Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten. Das ist insbesondere für Berufsanfänger schlecht. Die im Rahmen der Vertrauensarbeitszeit „angesammelten“ Überstunden können nicht genutzt werden, um bspw. Brückentage freizunehmen.
Vorgesetztenverhalten
Meine Führungskraft war nicht unterstützend. Es erfolgte seltenst konstruktives Feedback. In meinen Mitarbeitergesprächen kamen oft Aussagen wie "Ich habe das Gefühl, dass….." ohne konkrete Beispiele zu nennen. Auf Nachfrage nach Beispielen, die die Aussagen untermauern und somit zum Verständnis meinerseits führen könnten, konnten idR keine Beispiele genannt werden. Im Zweitgespräch hat die Führungskraft 80% der Aussagen revidiert und ihrerseits gesagt "das habe ich falsch formuliert" oder "das habe ich anders gemeint".
Mitarbeitergespräche dienen meiner Wahrnehmung nach mehr der Erfüllung eines Prozesses als einer wirklichen Mitarbeiterförderung.
Interessante Aufgaben
Teilweise ja, teilweise nein. Es kommt sehr auf das Kundenprojekt an.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt kaum ältere Kollegen. Falls ja, sind diese in der Führungsetage.
Arbeitsbedingungen
Die Laptops und Diensthandys entsprechen dem aktuellen Stand. Es wird einem ein hochwertiges kabelloses Headset bereitgestellt.
Allerdings ist die technische Ausstattung im [bu:st] Büro unzureichend. Niemand hat einen festen Arbeitsplatz. Auf der Arbeitsfläche meines Teams gab es keine höhenverstellbaren Schreibtische. Einen zweiten tragbaren Bildschirm bekommt man nur auf Anfrage --> idR wird nur mit dem Laptop gearbeitet.
Neben der Teamarbeitsfläche gab es ausreichend Plätze mit einem! festen zweiten Bildschirm. Allerdings sind die Schreibtische an den Plätzen so schmal, dass man gefühlt 2cm vor dem zweiten Bildschirm sitzt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist iO bis gut (je nach Verhandlungsstärke und -zeitpunkt).
Die Gehaltsanpassung erfolgt nur, wenn diese aktiv eingefordert wird. Dh es gibt keine automatische jährliche Gehaltsanpassung. Das Gespräch dazu findet mit dem Geschäftsführer statt.
Das Gehalt ist sehr an der internen Qualifizierung angelehnt. Die interne Qualifizierung wird oft in der Freizeit (=unbezahlte Überstunden) gemacht und damit nicht bezahlt.
Es gibt weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld. Letztes Weihnachten gab es eine Karte und eine Tafel Marzipanschokolade.
Es gibt einen Performance Bonus, der meiner Meinung nach aber eher eine Art Taschengeld ist, das man eventuell bekommen kann. Ein Anspruch besteht nicht. Der Performance Bonus ist nicht! an die Mitarbeiterziele gekoppelt.
Karriere/Weiterbildung
Flache Hierarchien begrenzen die Möglichkeit, „Karriere“ zu machen. Weiterkommen wird nur der, der die interne Qualifikation macht. Der Titel (Junior/Senior/…) wird nur anhand des internen Qualifikationsprozesses festgemacht, zu 0% am Erfolg der eigenen (externen) Projekte.
Meiner Meinung nach heißt das aber auch: wer wenig beauftragt ist, hat viel Zeit für die interne Qualifikation und bekommt so den entsprechenden Titel. Wer viel beauftragt ist, muss oft seine Freizeit opfern, um die Qualifikation zu durchlaufen. Falls man die Qualifikation nicht macht, hat man -trotz gut laufender Projekte- geringere Aussichten auf ein höheres Gehalt.