Wenig wertschätzendes konstruktives Arbeitsumfeld mit veralteten Strukturen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gerade für neue Mitarbeitende habe ich das Unternehmen nicht als offenes und unterstützendes Umfeld wahrgenommen. Statt klarer Kommunikation, zeitnahem Feedback und transparenter Erwartungshaltung entstand bei mir häufig der Eindruck, dass Flurfunk und persönliche Meinungen eine größere Rolle spielten als direkte und konstruktive Gespräche.
Besonders kritisch sehe ich die Fehlerkultur. Missverständnisse oder Fehler während der Einarbeitungsphase wurden aus meiner Sicht teilweise streng bewertet, anstatt sie als normalen Bestandteil eines Lern- und Entwicklungsprozesses zu verstehen. Statt gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und Entwicklung zu fördern, entstand bei mir häufig der Eindruck, dass Fehler langfristig negativ ausgelegt wurden. Dadurch entstand wenig Raum, offen Fragen zu stellen, Unsicherheiten anzusprechen oder aus Fehlern zu lernen. Bewertungen über Leistung wurden getroffen, ohne Erwartungen ausreichend transparent zu kommunizieren oder konkrete Entwicklungsmöglichkeiten und Nachsteuerungen aufzuzeigen.
Die Führungskräfte sind aus meiner Sicht noch stark von ihrem militärischen Hintergrund geprägt. Flache Hierarchien bestehen zwar formal, werden im Arbeitsalltag jedoch nur eingeschränkt gelebt. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Integration neuer Mitarbeitender nicht ausreichend gefördert wurde.
Statt einer offenen, konstruktiven Feedbackkultur und klarer Kommunikation wurden Themen häufig indirekt oder hinter dem Rücken der Betroffenen besprochen. Das hat für mich zu einer unangenehmen Arbeitsatmosphäre im Team beigetragen.
Mein Eindruck ist, dass die Erfahrungen im Unternehmen stark vom jeweiligen Team und den verantwortlichen Führungskräften abhängen können. In meinem Fall war dies leider kein gutes Match.
Auch die Zusammenarbeit mit HR sowie das Mentorenprogramm habe ich nicht als unterstützend erlebt. Auf Rückfragen oder den Wunsch nach Orientierung erhielt ich aus meiner Sicht nicht immer die gewünschte Unterstützung, sodass ich mich in einigen Situationen mit meinen Anliegen allein gelassen fühlte. Mein Mentor war für mich nur eingeschränkt greifbar und konnte seine Rolle als neutrale und vertrauliche Ansprechperson aus meiner Wahrnehmung nur begrenzt erfüllen. Insgesamt hatte ich daher den Eindruck, dass ich in meiner Einarbeitung und bei aufkommenden Fragen nicht ausreichend begleitet wurde. Dies hat meinen Eindruck einer insgesamt wenig offenen und wertschätzenden Unternehmenskultur zusätzlich verstärkt.


