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Luitpold
Bewertung

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Angestellte werden behandelt wie Ware, für ein Personalgespräch muss man sich erpressen lassen, Gesetze werden ignoriert

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Produktion bei La Gâterie GmbH & Co. KG Cafe Luitpold in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Da kommt einem spontan nichts in den Sinn.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das egozentrische Weltbild und die absolute Immunität gegenüber Kritik in jeder Form. Die Art und Weise wie Personal behandelt wird. Die Tatsache, dass regelmäßig willentlich und wissentlich über Gesetze hinweggesehen wird.

Verbesserungsvorschläge

Auf begründete Kritik eingehen, Mitarbeiter fair behandeln, gesetzlich vorgeschriebene und vertraglich vereinbarte Arbeitszeiten einhalten.

In Gesprächen mit Abteilungsleitern nicht direkt ausfallend werden und schreien, nur weil man als Chef seine Fehler nicht einsehen kann.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist oft geprägt von Stress und Hektik, da nie genug Personal für die vorhandene Arbeit da ist. Aufgrund des Mangels an ausgelernten Fachkräften, werden Azubis behandelt wie Vollzeit-Arbeitskräfte, haben quasi nie Zeit, wirklich zu lernen und müssen sich viel selbst beibringen.

Image

Aus Sicht der Gäste immer noch sehr hoch angesehen, von Mitarbeitern hingegen hört man kein/kaum ein positives Wort. Hinter den Kulissen werden Mitarbeiter behandelt wie Ware, jeder ist ersetzbar und wird potentiell sogar trotz Personalmangel gekündigt, nur weil man sich nicht still unterdrücken lässt.

Work-Life-Balance

Urlaubsanträge werden durch starken Personalmangel oft abgelehnt, teils sogar sehr kurzfristig. Überstunden sind an der Tagesordnung, Saisonbedingt noch sehr viel schlimmer. Auf das Ansprechen der Überstunden in einem Mitarbeitergespräch bekommt man als Antwort von der Betriebsleitung nur so etwas wie "Pünktlich gehen im Handwerk existiert nur in deiner Welt."
Abteilungsleiter werden teils sogar in ihrer Freizeit oder während einer Krankschreibung dazu genötigt auf Nachrichten zu reagieren, oder es werden "Test-Anrufe" durchgeführt, ob man tatsächlich krank ist.

Karriere/Weiterbildung

Minimale Gehaltserhöhungen existieren, muss man sich aber erkämpfen. Fort- oder Weiterbildungen/Kurse habe ich bisher nur für Azubis mitbekommen (sehr wichtig, natürlich). Von Meistern wird grundsätzlich erwartet, dass sie alles können müssen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt der neuen Bewerber wird an die aktuelle Personalknappheit angepasst, so verdienen neue Leute mit weniger Erfahrung teils mehr als bestehendes Personal. Sobald man das in einem Mitarbeitergespräch erfragt "gibt es keine Kapazität". Als "Benefit" bekommt man das Deutschlandticket, aber unter Umständen wird einem Gehalt abgezogen, wenn man krank ist (trotz AU).

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird zwar darauf geachtet nicht zu viel wegzuschmeißen, aber zum Beispiel Tüten für "Too good to go" wurden fast nie zusammen gepackt, sondern sind eher im Müll gelandet.

Kollegenzusammenhalt

Grundsätzlich gut. Ausnahmen gibt es immer.

Umgang mit älteren Kollegen

Nichts, was einem negativ auffallen könnte, aber auch nichts, was man positiv hervorheben kann.

Vorgesetztenverhalten

Über die (damals) direkt Vorgesetzten (Abteilungsleiter) kann man kein schlechtes Wort verlieren, trotz des Drucks von oben und der enormen Verantwortung, haben sie sich immer für uns eingesetzt, und die "Launen" der Führungsetage versucht von uns fernzuhalten, damit unser Arbeitsverhältnis so friedlich wie möglich bleibt.

Dass die obersten Führungskräfte immer ein offenes Ohr für ihre Angestellten haben, ist eine freche Lüge. Auch, dass hier auf vorherige Bewertungen geantwortet wird, man hätte sich über ein persönliches Gespräch gefreut, ist frech, da auf Anfragen zu einem Gespräch nicht eingegangen wird, es nie Zeit gibt, oder man nach 2 Minuten aus dem Büro geschoben wird. Nachdem im Nachgang zu meinem Probezeitabschluss-Gespräch Vertragsveränderungen beschlossen wurden, denen ich so final nicht zugestimmt habe, und die Hälfte meiner Anfragen unkommentiert ignoriert wurden, hat kein Gespräch mehr stattgefunden. Auf mehrere Nachfragen wird man nur noch unfreundlich begrüßt mit den Worten "Was willst du denn jetzt schon wieder?".

Arbeitsbedingungen

Im Sommer lässt es sich bei knapp 40°C und körperlicher Arbeit kaum aushalten, trotzdem wird nichts dagegen unternommen. Maschinen sind zu großen Teilen so alt, dass sie nur noch von einer Reparatur zur nächsten leben. Arbeitsmaterialien wurden teils ohne Ankündigung entsorgt, bevor der Ersatz geliefert wurde, und man wurde zum improvisieren gezwungen.

Nachdem man auf der Personaltoilette war, musste man jedes mal Angst haben, dass man sich eine unbekannte neue Krankheit eingefangen hat. Hygiene war in Bereichen, die nur für das Personal vorgesehen waren, ein Fremdwort.

Trotz vorangeschrittener Schwangerschaft wird man quasi gebeten sich über seine Gesundheit hinwegzusetzen, und "für das Team" weiter in die Arbeit zu kommen.

Kommunikation

Innerhalb der Abteilungen meist gut. Von den obersten Führungskräften hat man jedoch eher das Gefühl, dass sie machen was sie wollen, ohne zu beachten was Abteilungsleiter als Stimme einer ganzen Abteilung versuchen zu ändern/kritisieren.

Gleichberechtigung

Unter den Kollegen und Abteilungsleitern kann man sich nicht beschweren.

Interessante Aufgaben

Sofern es die Aufstellung des Personals zulässt, hat man die Möglichkeit durch unterschiedliche Posten zu wechseln und seine Fähigkeiten auszubauen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Stephan MeierGeschäftsführender Inhaber

Sehr geehrte/r Ex-Mitarbeiter/in,
wir haben Ihre Bewertung zur Kenntnis genommen. Es ist bedauerlich, dass Sie Ihre Zeit bei uns mit einer solch negativen Sichtweise abschließen. Allerdings müssen wir die von Ihnen dargestellten Punkte in wesentlichen Teilen entschieden zurückweisen, da sie ein sehr einseitiges und subjektives Bild der Situation in unserem Traditionshaus zeichnen.

Zu Ihrer Kritik an der Personalführung und den Arbeitszeiten:
Die Gastronomie und das Konditorenhandwerk sind Branchen, die ein hohes Maß an Leidenschaft, Flexibilität und vor allem Zuverlässigkeit erfordern. Der von Ihnen zitierte Satz, dass „pünktliches Gehen“ im Handwerk zu Stoßzeiten eine Herausforderung darstellt, ist keine Missachtung von Gesetzen, sondern Ausdruck der Realität in einem Betrieb, der für Qualität und Frische steht. Wir erwarten von unseren Führungskräften, dass sie hier als Vorbild vorangehen.
Selbstverständlich halten wir alle Gesetze jederzeit ein.

Zum Thema Verlässlichkeit:
Wir legen großen Wert auf eine stabile Teamstruktur. Wenn jedoch Führungskräfte über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg ausgerechnet in jeder der für uns überlebenswichtigen Hochsaisons regelmäßig über mehrere Wochen hinweg krankheitsbedingt fehlen (alle 6 Saisons immer mindestens 3-9 Wochen! in ihrem Fall zusätzlich zu überdurchschnittlicher sonstiger Krankenquote), stellt dies das gesamte Team vor enorme Belastungen. In solchen Phasen müssen wir als Arbeitgeber sicherstellen, dass der Betrieb aufrechterhalten wird – das hat nichts mit „Behandlung wie Ware“ zu tun, sondern mit wirtschaftlicher Verantwortung gegenüber allen anderen Mitarbeitern, die die Mehrarbeit in dieser Zeit auffangen müssen.

Zu den Gesprächen und der Kommunikation:
Dass wir kein offenes Ohr hätten, weisen wir von uns. Allerdings setzen konstruktive Mitarbeitergespräche auch eine gewisse Selbstreflexion der Gegenseite voraus. Wenn Forderungen gestellt werden, die in keinem Verhältnis zur erbrachten Präsenzzeit, der Leistung oder der persönlichen Zuverlässigkeit stehen, müssen wir als Geschäftsführung klare Grenzen ziehen. Ein „Hinausschieben aus dem Büro“ findet bei uns nicht statt; wohl aber das Beenden von Diskussionen, wenn keine sachliche Grundlage, nach zahllosen Versuchen mehr gegeben ist.

Arbeitsbedingungen und Hygiene:
Die Vorwürfe bezüglich der hygienischen Zustände in den Personalbereichen sowie der Sicherheitsmängel weisen wir als haltlos zurück. Als namhaftes Café unterliegen wir strengsten Kontrollen, die wir regelmäßig gut bestehen.

Wir bedanken uns dennoch für Ihre Mitarbeit in den letzten Jahren und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg einen Arbeitgeber, dessen Anforderungen besser mit Ihren persönlichen Vorstellungen von Arbeitszeit und Belastung korrespondieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Geschäftsführung
La Gâterie GmbH & Co. KG / Cafe Luitpold

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.