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Castell 
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Bewertungen

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Schlimmer geht immer

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Da der Arbeitgeber sowohl der Eigentümer, wie auch die Firma ist (der Fluch eines Familienunternehmens), gilt im Folgenden: Arbeitgeber gleich Eigentümer. Das zuweilen ggü.Mutarbeitern und Kunden (Mietern) vorhandene - wenn auch tages- und launenabhängige - positive Sozialverhalten. Das auf das Wohlbefinden des Arbeitnehmers betreffend des Arbeitsplatzes eingegangen wird. Die Zuverlässigkeit betreffend monetärer Angelegenheiten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Auch hier: Arbeitgeber gleich Eigentümer. Das versteckte Kontrollverhalten, die zeitweilig gelebte Arroganz ggü. Mitarbeitern und Kunden (Mietern), die Erwartungshaltung, dass eine Vorgabe der Geschäftsführung/des Eigentümers keine Diskussion mehr beinhaltet - sei sie auch noch so kontraproduktiv, die Haltung / Meinung, dass sich alle Probleme mit Geld lösen lassen, die teilweise herablassende Haltung ggü. Menschen mit weniger income - sei es gegenüber Mitarbeitern oder Kunden, die offensichtliche Bevorzugung einzelner Mitarbeiter, fehlende produktive Kommunikation, ein gewisses "Jekyl und Hyde Verhalten".

Verbesserungsvorschläge

Mitarbeiter - insbesondere aus der Verwaltung - ernst nehmen.
Mitarbeiter nicht in Teammeetings vorzuführen (3mal miterlebt). Mitarbeiter gleich behandeln. Bei Gesprächen mit einem Mitarbeiter sollte der Eigentümer angeborene Arroganz zurückstellen. Nicht zu denken, dass Geld jegliche Probleme löst.
Bei Problemen oder Mißtrauen ggü. Mitarbeitern das Gespräch suchen. Kündigungen rechtskonform aussprechen und sich nicht hinter Rechtsanwälten "verstecken".

Arbeitsatmosphäre

Lob seitens des Arbeitgebers gen Null. Das komplette Arbeitsverhältnis kann eher als emotionsfrei angesehen werden. Solange keine Fehler bei der Geschäftsführung, die zeitgleich Eigentümer der Firma ist, ankommen, kann der Mitarbeiter vor sich hin arbeiten. Positive Verstärkung, regelmäßige Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungen, Feedback - Fremdworte.

Image

Die Mitarbeiter reden nicht über die Firma, sondern über die Geschäftsführung/Eigentümer, da diese die Firma sind (Verwaltung des Familienvermögens). Wobei die Mitarbeiter vorrangig über den Gründer der Firma sprechen und die aktuelle Geschäftsführung mit ihm verglichen oder belächelt wird.

Die "Mutterfirma" - welche auch andere Geschäftszweige bedient - hat in Berlin eine relativ lange Geschichte, wobei weder die Mutterfirma, noch der Geschäftszweig der "Castell GmbH" aktuell noch große Bedeutung am Berliner Immobilienmarkt hat. Die Bekanntheit begründet sich einzig noch in Geschäftsbeziehungen, die vor Jahrzehnten aufgebaut wurden. Eine relative, unbedeutende Bekanntheit - hat somit einzig der Name der "Mutterfirma".
Ob mit einem positiven oder negativen Image jedoch kann nicht starr festgelegt werden.

Work-Life-Balance

Bis auf ein paar "wunderliche" Ausnahmen - die jedoch eher der Stimmung der Geschäftsführung unterlagen - gab es keine Probleme Urlaub, Homeoffice oder andere freie Termine zu planen, solange sich in der Abteilung abgesprochen wurde.

Karriere/Weiterbildung

Der Spruch der Kollegen war stets "hier bleibe ich bis zur Rente sitzen" (Betonung auf "sitzen")..dies impliziert keinen Aufstieg, kein Wachsen an Aufgaben oder Anforderungen. Persönlichkeit? Nein. Hauptaugenmerk war stets in Ruhe die Wochenstunden zu leisten und stoisch bis Freitag vor sich hinzuarbeiten.
Und ja, es werden online Weiterbildungen angeboten...ob sinnvoll für den Mitarbeiter bleibt dahingestellt.

Gehalt/Benefits

Gehalt im normalen Rahmen, Weihnachtsgeld und dessen Höhe nach Laune des Eigentümers, nicht vertraglich festgelegt. Hier bestimmen Sympathie und Nase die Höhe der Gratifikation. Gehaltszahlung stets pünktlich. Keine Sozialleistungen.
Mitarbeiter mit PKW bekommen einen Stellplatz in einem Parkhaus nahe des Kudamms gestellt, Mitarbeiter, die die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, erhalten keine Bezuschussung.
Kein Firmenwagen für Außentermine vorhanden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wurde Müll getrennt, Gasflaschen bestellt...mehr ist mir nicht aufgefallen...weder positiv, noch negativ.

Kollegenzusammenhalt

Da das Team in meiner Abteilung aus 4 Mitarbeitern bestand, war der Zusammenhalt zumeist von einem Auf und Ab geprägt. Zwei Mitarbeiter führen eine sog. "Büroehe", wobei ein Part sich aufreibt und - neben der eigenen Arbeit - versucht auch das restliche Team zu unterstützen, der andere Part sich jedoch eher wie ein "Fähnchen im Wind weht" und sich die Rosinen der Arbeit herauspickt, sich zuweilen als besonders "überlastet" darstellt.
Es wurde sich abteilungsintern relativ oft über Geschäftsführung / Eigentümer beschwert/aufgeregt...in entsprechenden Teammeetings jedoch über die Probleme geschwiegen, bzw. zurückgerudert, da im Nachgang doch das Rückgrat fehlte.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt nur 2 Personen von 10 unter 40...der Umgang reguliert sich demnach selbst.

Vorgesetztenverhalten

Dies hing von der Stimmung der Geschäftsführung ab, die in ihren Machtstrukturen auch aufgeteilt war. Der aktuelle Seniorchef hatte - vor mehr als 2 Jahrzehnten - die Geschäftsführung von seinem Vater übernommen und in 2024 verkündet, dass er diese nunmehr an seinen geborenen Nachfolger übertragen werde. Jedoch ist dieser weiterhin abhängig von der Zustimmung des Seniorchefs / Vaters. Somit gestaltet es sich für den Mitarbeiter desöfteren schwierig definitive Aussagen zu bekommen, bzw.erfordert von den Mitarbeitern oftmals kluges, taktisches Vorgehen, bei wem er sich ein notwendiges "go" einholt. Dies betrifft Sachverhalte betreffend der Arbeit, jedoch auch betreffend persönlicher Belange (Urlaub, Homeoffice).

Das Büro war zudem auf 2 Etagen aufgeteilt, wobei die Mitarbeiter auf der Etage der GF (3 weitere) eher in den meisten Abläufen eingebunden waren. Weiterhin gibt es bei der GF / dem Eigentümer nicht übersehbare Zuneigung zu bestimmten Mitarbeitern.

Arbeitsbedingungen

Besser geht immer...jedoch: höhenverstellbare Schreibtische, Stühle ok, Wasser (jedoch aus dem Spender), Kaffee und Milch. Büromaterial auf Anfrage. PC etc. auf aktuellen Stand, Laptop und Handy für mobiles Arbeiten, Verwaltungssoftware typisch für eine kleine Verwaltung in "abgespecktem" Rahmenn. Hund im Büro erlaubt.
Achja...und der obligatorische Obstkorb...

Kommunikation

Teammeetings ja, inhaltlich jedoch zu 95% auf eventuelle Probleme der zu verwaltenden Objekte beschränkt. Im Grunde ein Abfragen aktuell anstehender Themen (Nebenkostenabrechnungen, Kündigungen, Schäden) und ob und wie diese zeitnah abzuarbeiten sind. Belange , die die Convenience der Mitarbeiter betreffen, wurden nicht erfragt oder seitens der Geschäftsführung / des Eigentümers thematisiert. Seitens der Mitarbeiter wurde es jedoch auch vermieden teamrelevabte Themen anzusprechen, da man sich vor der Ironie der Geschäftsführung schützen wollte (mein subjektives Empfinden).

Gleichberechtigung

Chancen sicherlich, jedoch, wie bereits erwähnt, es geht bei der Frage nicht nach dem Geschlecht, sondern nach Sympathie, nach dem Bemühen des Mitarbeiters sich der Geschäftsführung anzupassen, nach der Bereitschaft "aufzuschauen", zu funktionieren.

Interessante Aufgaben

Nein, das übliche Verwalten nach 110%iger Vorgabe des Eigentümers - egal ob effektiv, gesetzeskonform oder sinnvoll.

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