Leider nicht auf Warnungen gehört!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ausreichend Parkplätze vor der Tür. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hier wird "Familie" großgeschrieben, jedoch bedeutet Familie gleich Firma und diese Firma muss vor der eigenen "richtigen" Familie stehen.
Mein Fazit ist einfach: hätte ich mal auf die Warnungen gehört.
Arbeitsatmosphäre
Dauerhafte Unterbesetzung. Wenn jemand neues eingestellt wurde, ist dieser so schnell wie möglich wieder "geflohen". Anschreien und Erniedrigungen waren an der Tagesordnung. "Jeder ist sich selbst der nächste", daher war es schwer Vertrauen zu fassen.
Image
Image?
Da immer nach neuen Mitarbeitern gesucht wird, erübrigt sich jegliche weitere Aussage!
Die Fluktuation ist sehr, sehr hoch!!!!
Work-Life-Balance
Urlaub wurde ein Jahr im Voraus geplant, eingereicht und geprüft. Ob dieser dann so stattfand wie man es möchte war Glückssache.
Überstunden (bezahlte) wurden gar nicht gerne gesehen, daher kam es auch vor das diese wie von "Geisterhand" verschwanden.
Karriere/Weiterbildung
Schulungen wurden angeboten bzw. man musste auch teilweise an angesetzten Terminen teilnehmen. Die Teilnahme war dann in der Freizeit und zu 90% am Wochenende (ohne Anrechnung der Arbeitszeit).
Man dürfte auch privat nichts vorhaben, da ja die "Familie" (Firma) vor der eigenen Familie geht.
Die Motivation "Karriere" zu machen war nicht da, da man auch nicht alles über sich preisgeben wollte.
Gehalt/Benefits
Gehälter wurden pünktlich gezahlt. Gehaltsveränderungen konnte man ansprechend. Diese wurden aber nur gerne gesehen, wenn man weniger haben wollte.
Gehalt allgemein ist verdammt schlecht.
Es gab Tankgutscheine, die (in einigen Abteilungen) bei "guter Führung" überreicht wurden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Blumenbeete wurden regelmäßig gepflegt.
Es wurde überall (auch an den Mitarbeitern) gespart. Kinder konnten mitgebracht werden, jedoch waren diese sehr schnell von der "Spielecke" (eine kleine, dunkle Ecke unter einer Treppe) gelangweilt (falls diese überhaupt mal interessant war).
Kollegenzusammenhalt
Ehrlichkeit gab es hier selten bis gar nicht, da "immer" über "JEDEN" hergezogen wurde (da wurde auch nicht vor der GL zurückgeschreckt).
"Schwarze Schafe" verstecken sich seit mehreren Jahren / Jahrzehnten und kommen immer mit allem durch, weil diese die Fehler bei anderen suchen und dann sofort an die Gl weitergeben um selbst gut da zu stehen.
Sobald jemand neues eingestellt wurde, wurde sofort über denjenigen hergezogen (man möchte ja schnell von der eigenen Unwissenheit ablenken).
Freundschaften findet man außerhalb der Firma, da sich hier jeder selbst der nächste ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Geschätzt wird der, der zu allem Ja sagt (egal ob älter oder jünger).
Vorgesetztenverhalten
Lob gab es nicht.
Grüßen und mal nett Lächeln kam nicht vor, da man ja immer etwas besseres ist als alle anderen (bei den niederen Angestellten).
Meistens wurden Informationen und Kritiken über andere (dritte) mitgeteilt. Wenn dicke Luft war, kam es auch vor das man persönlich vor anderen Kollegen angeschrien wurde.
Arbeitsbedingungen
Computer sind sehr veraltet und langsam. Die Ventilatoren sind sehr laut im Sommer und im Winter war es schnell kalt, da Heizkosten gespart werden müssen. Umbau- bzw. Reparaturen wurden während der Arbeitszeit von den Handwerkern erledigt, dadurch kam es auch vor das es sehr laut und unangenehm zum Arbeiten war.
Kommunikation
Meetings fanden selten bis gar nicht statt und waren überhaupt nicht konstruktiv, da man keine eigene Meinung mit einbringen konnte. Fragen dürfte man sowieso nicht stellen.
Anschreien durch die GL kam regelmäßig vor. Man könnte auch sagen das dies die indirekte Mitteilung vom geschäftlichen Erfolg war.
Informationen wurden sehr schnell geändert, da diese nie komplett durchdacht wurden (Verwirrung und Demotivation vorprogrammiert).
Gleichberechtigung
Jeder wurde mal angeschrien.
Interessante Aufgaben
Von gerechter Aufteilung musste man Abschied nehmen. Wenn man neu anfing, bekam man gleich die unbeliebte Arbeit der anderen, damit diese sich einfach mal ausruhen konnten.
Manche waren dann so überfordert vom ausruhen, dass auch mal etwas umherflog. Es kam auch vor das der Stuhl im Weg war.