Die volle Ladung Gastro im besten und schlechtesten Sinne
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viel gelernt, was Arbeitsleben und Organisation betrifft, man lernt sehr viele Menschen kennen. Personalfeiern und die Weihnachstfeier an Heiligabend haben immer Spaß gemacht
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unmenschliche Erwartungen, was Arbeitsbereitschaft während Krankheit oder nach 10 Stunden ohne Pause angeht.
Verbesserungsvorschläge
Zeigt eueren Mitarbeiter mehr Dankbarkeit und hört auf über sie bei anderen Mitarbeitern zu lästern.
Arbeitsatmosphäre
Hing immer von der Tageszeit, ob und welche Vorgesetzten im Laden waren und den anwesenden Mitarbeitern ab. Wochenenden waren eigentlich immer katastrophal, es war viel zu voll (auch bei Vollbelegung durften auf keinen Fall Gäste weg geschickt werden!) und hat sich eher wie Fließband Arbeit, als wie Gastronomie angefühlt. Lob gab es kaum bis selten und wenn dann auch immer nach Schichten, die die Mitarbeiter körperlich und geistig so sehr belastet haben, dass die halbe Belegschaft am weinen war.
Work-Life-Balance
Kommt ganz auf die Anstellungsart an. Als Teil-/Vollzeitkraft nicht vorhanden. Bei allen anderen Anstellungen je nach Jahreszeit mal mehr, mal weniger.
Karriere/Weiterbildung
Duales Studium und Ausbildung möglich. Azubis unterbezahlt, Dualstudenten überlastet.
Gehalt/Benefits
Mindestlohn auch in höheren Positionen und bei jahrelangen Mitarbeitern. Minderjährige kriegen für die selbe Arbeitet viel weniger. Boni und Zuschläge möglich, manchmal auch nach Sympathie verteilt.
Kollegenzusammenhalt
Alle leiden zusammen, deswegen halten auch alle zusammen. Manche haben hinterrücks auch über jeden abgelästert. Generell würde ich aber sagen, dass, solange man da arbeitet, auch privat viel mit den Kollegen unternommen hat und man ein generell sehr zusammengeschweißtes Team war.
Umgang mit älteren Kollegen
Wenn es jemand älter als 40 schafft dort zu arbeiten, chapeau. Der einzige, war der Hausmeister und der wurde nicht immer mit dem Respekt behandelt, der ihm zustand.
Vorgesetztenverhalten
Hat über die Jahre abgenommen. Kritikunfähig und aufgesetzte Freundlichkeit. Es gibt auch Lichtblicke, die aber leider weniger zu sagen haben.
Arbeitsbedingungen
Zu lange Arbeitszeiten, man wusste nie, wann man Feierabend hat. Keine Pausen. Vor allem Abends ein extremer Geräuschpegel, wenig Licht und unangenehme Gäste, die nicht konsequent rausgeworfenes wurden, wenn sie übergriffig wurden. Abgehauene Tische mussten von der Servicekraft bezahlt werden.
Kommunikation
Man konnte alles ansprechen, ob es dann ernst genommen wurde, war gefühlt wie ein Glücksspiel. Dinge, die nicht gut liefen, wurden immer zurückgemeldet und kritisiert, wenn auch nicht immer konstruktiv. Es gab Mitarbeiter Gespräche und Meetings.
Gleichberechtigung
Auf den ersten Blick super, auf den zweiten werden Frauen auf ihr Aussehen reduziert und ihre Weiblichkeit als Verkaufsmotivator im Service verwendet, weil sie bei Gästen besser ankommen, als Männer.
Interessante Aufgaben
Zu Anfangs vorhanden, durch die routinierte Arbeitsweise aber irgendwann nicht mehr. Man muss Gastro einfach mögen, um die Aufgaben konstant interessant und ansprechend zu finden. Würde ich aber nicht nur exklusiv diesem Arbeitgeber in der Gastronomie zuteilen.