Atmosphäre und Möglichkeiten nehmen stark ab!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die ursprünglichen Arbeitsbereiche. Jährliches Budget zur Fortbildung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die künstliche positive Stimmung. Die Gesamtsituation zieht aktuell nur noch runter. Befürchtung ist groß, dass sich der ein oder andere Kollege mittlerweile gegen das Unternehmen entschieden hat, und nur noch auf die richtige Gelegenheit wartet zu gehen.
Verbesserungsvorschläge
Software ist eine von vielen und hat in den letzten 2 Jahren ihr Alleinstellungsmerkmal verloren, bzw. freiwillig aufgegeben. Es muss dringend ein neuer Gamechanger gefunden werden, ansonsten läuft die Konkurrenz davon.
Viele Kundenwünsche, die zu wenig und zielgerichtet umgesetzt werden. Auch muss dringend an der Stabilität der Software gearbeitet werden. Jedes größere Update zieht eine Spur von Fehlern nach sich.
Überlegung ob man Mitarbeiter möchte die sich einmischen und verändern, oder billige Handlanger ohne Meinung, die zahlenbasierend nur abarbeiten.
Dinge erst dann publik machen, wenn sie endgültig fest stehen, und keine halbfertigen Sachen vorab irritierend durch die Firma schicken.
Eine bessere Fehlerkultur. Fehler die gemacht werden analysieren und beseitigen, anstatt eine Wertung vornehmen wer den Fehler begangen hat und danach entweder handeln oder nicht.
Mehr persönlicher Austausch im Unternehmen, mehr Interesse und Wertschätzung der Geschäftsführung an der Meinung der Mitarbeiter.
Vom hohen Ross runter kommen, dass Digitalisierung das Allheilmittel für die Probleme der Unternehmen ist. Entscheidungen der Firmen akzeptieren und entsprechend handeln.
Arbeitsatmosphäre
Über die letzten 2 Jahre immer angespannter. Der verkaufte Status eines Start-Ups zählt schon lange nicht mehr. Gegenseitige Vorwürfe nehmen zu, der Druck steigt. Die schlechte Atmosphäre wird durch kurz- und langfristige Fehlentscheidungen im Management verstärkt.
Image
Image hat sich in den letzten 2 Jahre negativ gewandelt. Zu viele Entscheidungen der Geschäftsführung an der Realität vorbei. Die interne Kritik ist schärfer geworden, läuft aber nur hinter vorgehaltener Hand.
Work-Life-Balance
Durch Homeoffice gegeben - dabei bleibt bei einigen Kollegen aber der Eindruck von mehr Life als Work.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man sich mit der Geschäftsleitung gut stellt sind Chancen durchaus gegeben.
Gehalt/Benefits
Kein VWL, keine betriebliche Altersvorsorge, kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Letzte Gehaltserhöhung deckte die Inflation der letzten 3 Jahre nicht ab. Weitere monetäre Benefits gib es nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Coworking Space regelt die Umweltaspekte gut, der Rest erfolgt für jeden persönlich im Homeoffice.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilungen gut, aber auch nicht überragend. Innerhalb des Unternehmens nur wenige Berührungspunkte.
Umgang mit älteren Kollegen
Durchschnittsalter bei Mitte 30. Ältere Kollegen (50+) gibt es nicht mehr, die sind Ende 2025 entlassen worden. In der Geschäftsleitung hat man sich gegen Erfahrung und aktive Mitwirkung entschieden, und setzt stattdessen auf Titel und Theorie. Sehr bedauerlich!
Vorgesetztenverhalten
Bis auf wenige Ausnahmen schlecht. Theoretiker mit Titel aber ohne praktische Erfahrung. Probleme werden gehört, dann aber gerne liegen gelassen oder unzureichend behandelt. Trotz kurzer Wege unkoordinierte Absprachen. Unnötige Aktionen, doppelter Aufwand und zeitliche Verzögerung. Aktionismus durch die Geschäftsleitung weit entfernt vom Kunden-Bedarf. Austausch mit den direkten Vorgesetzten ist mehr Fassade als Möglichkeit aktiv zu gestalten.
Arbeitsbedingungen
Büros sind in einem Coworking Space, daher nur wenig Einfluss auf die Umgebung. Grundsätzlich aber vollkommen in Ordnung, genau wie die technische Ausstattung. Büros direkt in der Innenstadt, daher sehr gute Pausen-Möglichkeiten.
Kommunikation
Überwiegend Homeoffice, daher viel über Microsoft-Teams. Kameras dabei gerne mal aus, viel Ablenkung durch weitere Medien. Notwendiger persönlicher Austausch über das übliche Gerede hinaus nur äußerst selten. Neuigkeiten müssen teilweise nachgearbeitet oder eingefordert werden. Einmal im Monat gibt es einen Einblick in die Arbeit der anderen Abteilungen, und ein kleiner wirtschaftlicher Eindruck über die "Erfolge".
Gleichberechtigung
Ein guter Mix von Frau und Mann, auch in den Leitungsebenen. Aufstiegschancen sind ein anderes Thema, und wohl doch mehr von Sympathien geprägt.
Interessante Aufgaben
Eindeutig vorhanden, werden aber durch unnötiges Mikromanagement verwässert und erschwert.