Es fehlt frischer Wind !!
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Die Kantine bietet gute Verpflegung.
• Es gibt ein Jobrad-Angebot.
• Betriebliche Altersvorsorge sowie interne private Krankenversicherung sind vorhanden.
• Arbeitskleidung hat eine hohe Qualität.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Es fehlt an Wandel und frischem Wind im Unternehmen.
• Gute Mitarbeiter verlassen das Unternehmen oder werden zum Gehen ermutigt, während langjährige Mitarbeiter oft bleiben, obwohl ihr Wissen nicht über die Firma hinauswachst.
• Es herrscht ein starkes Gegeneinander zwischen den Abteilungen, was in anderen Firmen selten zu beobachten ist.
Es ist frustrierend, wenn Mitglieder der Leitungsebene sich auf alte Praktiken berufen und sagen: „So haben wir es damals gemacht.“ Solche Aussagen können den Eindruck erwecken, dass sie nicht bereit sind, sich an die aktuellen Bedürfnisse und Herausforderungen des Unternehmens anzupassen. Dies führt oft zu einer Stagnation in der Entwicklung und kann talentierte Mitarbeiter demotivieren oder sogar zum Verlassen des Unternehmens bewegen. In den letzten Monaten hat sich viel verändert. Leider ist der autokratische Führungsstil des Bereichsleiters äußerst unangenehm. Aufgrund der geringen Arbeitsauslastung in diesem Jahr werden Mitarbeiter, die von der Norm abweichen oder andere Meinungen als die Vorgesetzten vertreten, oft zum Schweigen gebracht oder ihre Arbeit wird so unerträglich gestaltet, dass sie von selbst gehen. Das ist einfach nur enttäuschend. Ich hoffe, dass der neue Inhaber ein Auge darauf hat.
Verbesserungsvorschläge
• Positiv hervorzuheben ist, dass die externen Berater unter dem neuen Geschäftsführer nicht mehr im Unternehmen tätig sind. Wenn ein externer Berater als einer der Geschäftsführer eingestellt wird, jedoch weiterhin extern bleibt und dabei hohe Summen verdient, während er gleichzeitig argumentiert, dass das Geld nicht alles für die Mitarbeiter ist, wird deutlich, warum es als positiv angesehen werden kann, dass er das Unternehmen verlässt.
• Es besteht ein dringender Bedarf an frischem Wind und einer Anpassung an Industrieniveau.
• Die Führungsebene sollte offener für neue Ideen sein; Aussagen wie „So haben wir das schon immer gemacht“ sind hinderlich.
• Die Einbeziehung erfahrener Mitarbeiter mit relevanten Qualifikationen aus Betrieben auf Industrieniveau könnte wertvolle Perspektiven bieten.
• Ein Betriebsrat könnte eine Bereicherung für die Unternehmenskultur darstellen.
• Eine leistungsgerechte Entlohnung sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden
Arbeitsatmosphäre
In der aktuellen Unternehmensstruktur ist eine spürbare Konkurrenz zwischen den Abteilungen festzustellen. Es scheint, als ob jeder versucht, seine eigene Haut zu retten, insbesondere seit dem Wechsel in der Geschäftsführung. Viele Mitarbeiter sind sich einig, dass frischer Wind auf verschiedenen Leitungsebenen notwendig wäre.
Es gibt Bedenken hinsichtlich der Qualifikationen einiger Mitarbeiter in bestimmten Positionen, da diese möglicherweise nicht über die erforderliche Ausbildung, Weiterbildung oder Berufserfahrung verfügen. Diese Situation könnte darauf zurückzuführen sein, dass solche Mitarbeiter leichter kontrollierbar sind. Eine gezielte Förderung von Fachkompetenz und Qualifikationen könnte dazu beitragen, die Effizienz und Professionalität im Unternehmen zu steigern.
Image
Das externe Image der Firma scheint wackelig zu sein, da viele große Kunden mit der Qualität und den Kosten der Anlagen unzufrieden sind. Dies führt zu einem Gefühl der Unsicherheit innerhalb des Unternehmens, da viele Mitarbeiter eine Veränderung auf Leitungsebene und eine leistungsgerechte Entlohnung fordern. Es gibt eine spürbare Kluft zwischen den Mitarbeitern, was dazu führt, dass die Firma nur für diejenigen empfohlen wird, die kurz vor der Rente stehen oder für junge Fachkräfte frisch aus der Ausbildung oder die 2-3 Jahren Berufserfahrung benötigen für eine Weitebildung – diese sollten jedoch schnellstmöglich weiterziehen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wird insgesamt positiv bewertet. Urlaub wird in der Regel gewährt, und viele Abteilungen bieten 1-2 Tage Homeoffice pro Woche an. Die Arbeitszeit beträgt 37 Stunden pro Woche. Freitags nur 5h
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur Karriereentwicklung und Weiterbildung sind begrenzt. Abgesehen von einem Ersthelferkurs oder einem Kranschein in der Produktion gibt es kaum Angebote. Laut dem neuen Geschäftsführer soll sich dies jedoch ändern. Eine eigene Ausbildung wurde bereits seit drei Jahren angestrebt, ist aber bisher nicht umgesetzt worden – es gibt jedoch Hoffnung auf baldige Fortschritte.
Gehalt/Benefits
Es ist wichtig, das Gehalt gut zu verhandeln, da es in der Regel nicht mehr Spielraum gibt. Mündliche Versprechen sollten immer schriftlich festgehalten werden, da sie oft nicht eingehalten werden. (wie bei mir.) Die Gehälter variieren stark zwischen den Mitarbeitern; wer gut verhandeln kann, hat einen Vorteil. Auf Industrieniveau sind die Gehälter eher durchschnittlich und orientieren sich an den Standards des Elektrohandwerks, was bedeutet, dass man oft niedrig einsteigt. Viele Mitarbeiter haben daher einen zweiten Job, insbesondere in der Produktion und Logistik. Wer jedoch als „Ja-Sager“ auftritt, hat bessere Aufstiegschancen. Die Einführung eines Betriebsrats könnte dazu beitragen, die Interessen aller Mitarbeiter besser zu vertreten und einen konstruktiven Dialog über faire Vergütung und Arbeitsbedingungen zu fördern. Positiv hervorzuheben sind die verbesserten Sozialleistungen, darunter eine betriebliche Altersvorsorge, die Möglichkeit eines Job Rads sowie eine private Krankenversicherung über die Nürnberger Versicherung. Zudem bietet die Firma eine hervorragende Kantine, die zur Mitarbeiterzufriedenheit beiträgt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma ist auf die Herstellung von Abgasanlagen für die Halbleiterindustrie spezialisiert.
Kollegenzusammenhalt
Allerdings gibt es ein starkes Gegeneinander zwischen den Abteilungen, was die Zusammenarbeit erheblich erschwert. Es ist bedauerlich, dass in der Vergangenheit einige Mitarbeiter, insbesondere Vorgesetzte, das Unternehmen verlassen haben. Dies geschah häufig, weil sie sich für den Schutz ihrer Kollegen eingesetzt haben oder eine andere Meinung hatten und Veränderungen anstoßen wollten. Leider wurden diese engagierten Führungskräfte vom damaligen CEO, einem externen Berater zum Gehen gezwungen.
Es ist auffällig, dass viele Vorgesetzte nicht den Mut hatten, sich für ihre Mitarbeiter einzusetzen. Allerdings gerieten solche Bestrebungen oft in Konflikt mit den Erwartungen der übergeordneten Führungsebene. Dies zeigt deutlich, wie wichtig es wäre, einen Betriebsrat zu gründen.
Eine offene Kommunikation und ein respektvoller Umgang miteinander könnten entscheidend dazu beitragen, die Zusammenarbeit zu verbessern und eine positive Unternehmenskultur zu fördern. Es bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen aus diesen Erfahrungen lernt und Schritte unternimmt, um ein harmonischeres Arbeitsumfeld zu schaffen.
Vorgesetztenverhalten
In der aktuellen Unternehmenskultur scheint es, dass Mitarbeiter, die uneingeschränkt den Anweisungen der Führung folgen, eher vorankommen. Abweichende Meinungen oder neue Perspektiven werden häufig nicht akzeptiert. Oft wird auf bestehende Praktiken verwiesen mit Aussagen wie „So haben wir es schon immer gemacht“ oder „So haben wir es in der damals gemacht“ (damaliger Mutterkonzern). Diese Haltung zeugt von einer mangelnden Offenheit oder Bildung für innovative Ansätze und moderne Arbeitsmethoden aus der Industrie.Ideen zur Verbesserung finden oft wenig Gehör, da selbst die Leitungsebene nicht über die notwendige Bildung oder Erfahrung in der Industrie verfügt. Dies führt zu einem Mangel an fachlicher Kompetenz, um neue Impulse zu setzen und das Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten. Mitarbeiter, die nicht mit dieser konservativen Haltung übereinstimmen, haben es zunehmend schwer, sich im Unternehmen zu behaupten. Diese Situation hat bereits dazu geführt, dass einige Kollegen das Unternehmen oder ihre Abteilungen verlassen haben. Ich hoffe, dass der neue Geschäftsführer ein Augenmerk auf bestimmte Leitungsebenen und Bereichsebenen legt und notwendige Veränderungen anstößt.
Arbeitsbedingungen
Am ersten Arbeitstag erhält man hochwertige Arbeitskleidung, darunter eine Hose, eine Softshelljacke und eine Winterjacke, die alle von ausgezeichneter Qualität sind. Zudem sind die Werkzeugwagen auf dem neuesten Stand der Technik, was die Effizienz und Sicherheit am Arbeitsplatz unterstützt. Die Sauberkeit in den sanitären Anlagen sowie in den Umkleideräumen ist ebenfalls hervorzuheben, was zu einem angenehmen Arbeitsumfeld beiträgt.
In der Produktion herrscht ein stark autokratischer Führungsstil, der die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter beeinträchtigt. Der Teamleiter hat wenig Einfluss oder Mitspracherecht und scheint sich nicht zu trauen, seinen Vorgesetzten zu widersprechen. Wenn der Bereichsleiter beispielsweise ein „Radioverbot“ in der Produktion verhängt, äußert niemand Bedenken, obwohl jeder weiß, dass dies nicht gerechtfertigt ist.
Es ist dringend notwendig, an der Führungskultur zu arbeiten. Ein offenerer und kooperativer Führungsstil würde nicht nur das Arbeitsklima verbessern, sondern auch die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens könnte verbessert werden, da sie derzeit auf ein Minimum beschränkt ist. Gewinnausschüttungen scheinen hauptsächlich der obersten Führungsebene zugutekommen, während die regulären Mitarbeiter nicht davon profitieren. Eine 2 Klassengesellschaft ist spürbar erkennbar.
Interessante Aufgaben
In unserem Unternehmen zeigt sich eine deutliche Diskrepanz beim Thema Gehalt, die stark von der jeweiligen Abteilung abhängt. Insbesondere die Mitarbeiter im Bereich Operations empfinden ihre Vergütung als sehr niedrig, abgesehen von den Führungskräften(Ja-Sager). Diese Unzufriedenheit mit dem Gehalt führt dazu, dass viele Kollegen unglücklich sind und aktiv nach neuen Jobmöglichkeiten suchen.