Mehr Geld für das was man gibt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die zuständige Dispo ist kompetent. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, nichtsdestotrotz wird einem immer geholfen, sei es bei AZ Überschreitung, Abstellungen oder Unregelmäßgkeiten (Totalsperrung / PU etc.)
Die Planung wurde neu besetzt und ist sehr zuvorkommend, sei es vom einteilen des Arbeitstaunus (Dauer) oder so genannte ,,Deals,, miteinander eingehen ist alles machbar. Ein nehmen und geben.
Hotels können selbst bestimmt werden, diese werden dann auch nach Verfügbarkeit versucht zu reservieren und buchen, also es gibt meines Wissens nach keine feste Hotels, Jeder Lokführer hat seinen eigenen Favorit in den Städten und kann selbst entscheiden oder sich durch probieren.
Taxen werden nicht gegeizt, sei es vom Hotel zum Zug, wenn die Anreise oder abreise Schief läuft, ein Anruf und die Kostenübernahme wird fertig gemacht.
Wenn man mehr als 18h zwischen zwei Schichten hat, bekommt man einen Liegetag mit 7:48h. Voraussetzung dafür ist, dass man nicht zuhause in der Zeit ist, also gilt dies nur beim Aufenthalt im Hotel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das lange von Zuhause weg sein, klar es ist ein Unternehmen, dass den Güterfernverkehr anbietet, nichtsdestotrotz ist Freizeit unbezahlbar.
Man bekommt Änderungen, sei es Operativ oder Administrativ nur durch den Buschfunk mit statt offiziell ein Schreiben zu veröffentlichen.
Viele Programme, die einem das Leben erleichtern, werden nicht offiziell zur verfügung gestellt. Daher ist man abhängig von der Dispo, wenn man zum beispiel wissen möchte wo der Zug gerade ist und was die Prognose für die Ablösezeit ist. Daher finde ich, das man gerade bei den Kollegen die dies als Arbeitserleichterung haben können ihnen das auch anzubieten.
Gerade wenn man sich an bestimmte Vorgesetzte gewöhnt hat, gehen diese wieder und werden neu besetzt. Seit ich da bin, wurde zum beispiel bereits 3x der Geschäftsführer gewechselt.
Ich habe zum ersten mal in diesem Unternehmen den Fall das bestandene Baureihen verfallen können, wenn man diese länger als 1 Jahr nicht gefahren ist. Das kenne ich anders.
Das wenige Kollegen die LZB CIR-ELKE / LZB 80 haben, das ist nervig bei V3 immer dann die LZB einzulegen und die Zugdaten neu einzugeben. LZB wird sehr wenig bei uns ausgebildet. Man arbeitet mit den Qualifikationen die ein Bewerber mitbringt.
Verbesserungsvorschläge
Trotz Tarifbindung das Grundgehalt (Rentenfähig) anheben. Eine BahnCard 100 1. Klasse wie bei vielen anderen Unternehmen wäre ein gutes Benefit. Offene Art der Geschäftsleitung.
Die Erreichbarkeit sollte von der Lok aus erfolgen können also via GSM-R Zugfunk, gerade wenn man wichtige Angelegenheiten besprechen möchte, bricht oftmals der Empfang am Handy ab.
Arbeitsatmosphäre
Alle Kollegen, sei es von AÜ oder eigene Kollegen sind hilfsbreit und kollegial zueinander. Die Lokführer stehen hier zusammen. Aus Kollegen werden Freunde.
Image
Die Loks von der CFL also die Baureihe 188 ist durch Ihr auffallendes Design ein beliebtes Fotomotiv.
Work-Life-Balance
Arbeite zurzeit viel, bis zu 70h plus im Monat... aber auf meinen eigenen Wunsch. Es gibt Regional Teams die eingehalten werden. Das Größte Team ist Team Süd West - daher fahre ich viel.
Zudem haben wir einige Destinationen im Süd West, sei es Heilbronn, Karlsruhe, Offenburg, Lahr.
Karriere/Weiterbildung
Finde ich persönlich nicht so gut. Wenn man sich weiterentwickeln möchte, wird man hingehalten. Da sinkt die Motivation...
Viele Stellen sind in Luxenburg ausgeschrieben und daher für mich persönlich uninteressant.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt ist der selbe wie bei der DB in einem GDL Betrieb. Was das Netto Einkommen von der DB unterscheidet sind die Verpfelungspauschale (An- und Abreise 14€ Netto, voller Arbeitstag 28€ Netto) und die vielen Nachtschichten.
Daher bin ich mit dem Gehalt nicht ganz zufrieden, gerade auch da man einiges dafür gibt. Sei es die Freizeit oder Zeit mit der Familie. Daher wäre trotz Tarifbindung es kein Fehler zum beispiel 500€ auf das Grundgehalt draufzulegen.
Nichtsdestotrotz steht am Ende des Monats die vier dran. Was keinesfalls schlecht ist, jedoch muss man immer bedenken was man dafür aufgibt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Einschätzung.
Kollegenzusammenhalt
Dies ist schwer zu beantworten, da man als Lokführer allein unterwegs ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Jeder hat Respekt vor dem anderen gegenüber und sind alle Kollegial.
Vorgesetztenverhalten
Habe mit meinen Vorgesetzten nichts zu tun, man hat seine Ruhe wenn man kein Mist baut.
Emails die direkt an der Geschäftsführer gerichtet sind, also auch an düsen gesendet werden, werden spät bis gar nicht beantwortet, das finde ich Respektlos. Es würde schon genügen, wenn man ein Feedback bekommt das gerade viel los ist und man später eine Antwort bekommt. Aber es zu ignorieren, finde ich schwach.
Es werden sehr oft und kurzer Zeit die Geschäftsführer gewechselt und viele gehen und kommen.
Arbeitsbedingungen
Es kommt oft vor 12 - 14h zu Arbeiten (Schichtlänge) ich persönlich mag es aber es ist nicht für jeden etwas.
Hauptsächlich besteht die Arbeit darin, das man einen Zug bespannt, eine Bremsprobe durchführt und bis zum Kollegen fährt oder man übernimmt ein Zug und fährt diesen ans Ziel, hängt die Lok ab und rangiert diese zum vorgesehenen Abstellgleis.
Von Kesselzügen bis hin zu Container Züge fahren wir alles.
Kommunikation
Die Kollegen aus der Dispo sind sehr fair und hilfsbreit zu einem. Da auch einige selbst Lokführer sind, verstehen Sie Probleme und können sich hineinversetzen.
Gleichberechtigung
Kann ich nicht beurteilen.
Interessante Aufgaben
Es ist das täglich Brot von A nach B zu bringen. Das gute bei der CFL ist, das die Lokführer hauptsächlich rein fürs Fahren da sind, also nerviges Wagen zusammenstellen o.ä gibt es nicht.

