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Bewertungen

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Außen stark, innen schwierig

1,7
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist vor allem das Produkt und die grundsätzliche Idee hinter dem Unternehmen. Die Vision hat Potenzial und bietet eine gute Grundlage für weiteres Wachstum in der Branche. Unter Kunden genießt das Unternehmen einen insgesamt positiv Ruf.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders negativ fällt der Umgang mit den Mitarbeitenden auf. Wertschätzung, Zuhören und ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe sind im Arbeitsalltag leider selten. Das Produkt und die grundsätzliche Idee haben Potenzial, jedoch fehlt es aus meiner Sicht an einer klaren strategischen Ausrichtung und einer inspirierenden Mission, hinter der sich Mitarbeitende langfristig stellen können.

Verbesserungsvorschläge

Mehr zuhören statt nur reden. Mehr Wertschätzung statt ständiger Kritik. Mitarbeitenden mehr Vertrauen schenken und ihnen ermöglichen, ihre Aufgaben eigenständig zu erfüllen. Offener für Feedback und Verbesserungsvorschläge aus dem Team sein und Entscheidungen nicht ausschließlich top-down treffen.

Image

Das Image des Unternehmens ist auf jeden Fall verbesserungsfähig. Die Geschäftsführung ist nicht bereit, in Branding oder Marketing zu investieren und erschwert sich damit selbst die Arbeit. Selbstverständliche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Professionalisierung der Website, sind im Unternehmen offenbar keine diskussionsfähigen Themen. Allerdings genießt die Firma unter Kunden einen grundsätzlich positiven Ruf.

Work-Life-Balance

Die Arbeit soll ausschließlich im Büro stattfinden, und Kommunikation wird überwiegend nur vor Ort gewünscht. Zudem gibt es strikte Arbeitszeiten. Gleichzeitig werden zunehmend höhere Leistungen erwartet, ohne dass dafür entsprechende Ausgleiche oder Vorteile geboten werden. Positiv ist jedoch, dass nach Feierabend in der Regel auch tatsächlich Schluss ist.

Karriere/Weiterbildung

Nicht gegeben.

Gehalt/Benefits

Das Unternehmen und insbesondere die Geschäftsführung wirken extrem auf Kostenreduzierung fokussiert. Von Gehaltsreduzierung und Provisionskürzungen ist häufig die Rede. Über jede Kleinigkeit wird intensiv verhandelt. Die Mitarbeiter werden, soweit es geht, auf das absolute Minimum gedrückt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nicht gegeben.

Kollegenzusammenhalt

Die Arbeit im Team macht grundsätzlich Spaß. Die Harmonie unter den Mitarbeitenden ist gut, und die Kommunikation erfolgt meist ehrlich, fair und respektvoll. Schade ist jedoch, dass die Zusammenarbeit nur selten aktiv gefördert wird. Gemeinsame Termine finden meist dann statt, wenn die Geschäftsführung etwas präsentieren möchte, statt den Austausch, die Zusammenarbeit oder das Lernen voneinander im Arbeitsalltag gezielt zu stärken.

Umgang mit älteren Kollegen

Unter den Mitarbeitenden spielt das Alter keine Rolle, jüngere und ältere Kolleginnen und Kollegen verstehen sich gut und gehen respektvoll miteinander um. Auf Führungsebene zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der Umgangston ist insgesamt problematisch, und dabei wird kein Unterschied gemacht, alle Mitarbeitenden werden unabhängig vom Alter gleichermaßen schlecht behandelt.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist unter aller Sau. Ständiges Unterbrechen, häufige Diskussionen und cholerisches Verhalten gehören zum Alltag. Feedback erfolgt überwiegend einseitig, und Kritik wird oft abwertend geäußert. Statt Mitarbeitende zu fördern, werden sie häufig kritisiert, beschuldigt oder klein geredet. Den Anliegen und Perspektiven der Mitarbeitenden wird nur selten wirklich zugehört. Es entsteht ein deutliches Ungleichgewicht in der Kommunikation, wie es in stark hierarchischen Strukturen häufig vorkommt. Letztlich zählt meist nur eine Meinung, die der Geschäftsführung.

Arbeitsbedingungen

Das Büro befindet sich in einem kleinen Co-Working-Space ohne feste Arbeitsplätze, was konzentriertes und strukturiertes Arbeiten teilweise erschwert. Arbeitsmaterial wurde zu Beginn nicht zur Verfügung gestellt. Die Nachfrage nach notwendigem Equipment wird lange diskutiert und erst nach sehr langem Zögern umgesetzt. Homeoffice wird ungern gesehen und ist grundsätzlich unerwünscht, trotz vertraglich vereinbarter flexibler Regelungen.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist stark auf persönliche Gespräche vor Ort beschränkt, obwohl digitale Systeme zur Zusammenarbeit vorhanden sind. Feedback erfolgt häufig einseitig: Kritik wird meist schnell und eher abwertend geäußert, während Lob oder Anerkennung selten ausgesprochen werden. Eigeninitiative oder Vorschläge zur Verbesserung werden teilweise belächelt, statt konstruktiv aufgenommen. Insgesamt wirkt die Kommunikation sehr top-down gepräg, maßgeblich entscheidet die Geschäftsführung, während auf Meinungen und Wünsche der Mitarbeitenden nur begrenzt eingegangen wird.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung und Mitsprache sind im Unternehmen nur eingeschränkt vorhanden. Entscheidungen werden stark hierarchisch getroffen, wodurch die Perspektiven der Mitarbeitenden häufig wenig Berücksichtigung finden. Ein offener Austausch auf Augenhöhe findet nur begrenzt statt, da letztlich meist die Meinung der Geschäftsführung ausschlaggebend ist.

Interessante Aufgaben

Es gibt kaum Aufgabenvielfalt. Der Aufgabenbereich ist insgesamt eher monoton. Gleichzeitig erwartet die Geschäftsführung zunehmend mehr zusätzliche Tätigkeiten, wodurch es schwerfällt, sich auf die eigentlichen Kernaufgaben zu konzentrieren. Nebensächliche Aufgaben, die wenig bis gar nichts mit der ursprünglichen Jobbeschreibung zu tun haben, gehören zum Arbeitsalltag.


Arbeitsatmosphäre

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