Freundlich kritische Fremdbewertung - Oder: Wie man Realität und PR verwechselt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeit mit den Kindern bleibt eine bereichernde und spannende Aufgabe. Einige Kollegen setzen sich trotz der Umstände mit großem Engagement ein und sind ein echter Lichtblick.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meiner Meinung nach ist die Kommunikation eine Katastrophe, das Management eine Wundertüte und die Wertschätzung - naja, nicht vorhanden.
Besonders kritisch sehe ich die Diskrepanz zwischen Außenwirkung und interner Realität. Kritik wird nicht etwa angenommen und genutzt, sondern lieber unter den Tisch gekehrt - notfalls mit anwaltlicher Hilfe.
Verbesserungsvorschläge
1. Kommunikationswege klarer gestalten und transparente Informationsflüsse sicherstellen.
2. Dienstplanung strukturierter und berechenbarer machen.
3. Eine offenere und konstruktivere Haltung gegenüber Kritik und Problemen einnehmen.
4. Die Verwendung von Spenden noch transparenter gestalten und den direkten Nutzen für die Kinder klarer kommunizieren.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Meinung nach erinnert die Arbeitsatmosphäre oft an eine Mischung aus Seifenoper und Survival-Camp. Konflikte werden nicht etwa ignoriert, bis sie sich von selbst erledigen – nein, sie werden aktiv eskaliert. Anstatt lösungsorientierter Kommunikation scheint der bevorzugte Weg die juristische Auseinandersetzung zu sein. Wer also dachte, dass soziale Träger ein besonderes Feingefühl für zwischenmenschliche Dynamiken haben, wird hier eines Besseren belehrt.
Arbeitszeiten und Ruhezeiten verschwimmen, Belastungsgrenzen werden ausgereizt, und wer Kritik äußert, muss sich auf unangenehme Konsequenzen einstellen. Wertschätzung? Nur solange es nicht unbequem wird.
Fazit: Wer neben seinem Job noch Energie für taktische Schachzüge auf höchster Ebene hat, ist hier genau richtig. Alle anderen sollten sich gut überlegen, worauf sie sich einlassen.
Kommunikation
Es scheint, als hätte sich die Kommunikation oft auf informelle Gespräche zwischen den Kollegen beschränkt. In den Teamsitzungen und Konferenzen wurden zwar viele schöne Visionen und Verbesserungsvorschläge präsentiert, dann aber fühlte es sich manchmal so an, als würde man mit Aktivitäten wie dem Malen von Bildern beschäftigt, anstatt die eigentlichen Herausforderungen aktiv anzugehen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt erinnert an einen Marvel-Film: Heldenhafte Einzelkämpfer, die gegen die Mächte der "inneren Clique" antreten. Teamgeist scheint hier mehr vom individuellen Drehbuch als von einer gemeinsamen Strategie abzuhängen.
Work-Life-Balance
Wer hier auf eine gesunde Trennung von Arbeit und Privatleben hofft, sollte seine Erwartungen direkt beerdigen. Die Dienstpläne sprechen für sich: Regelmäßige Schichten, die sich nahtlos aneinanderreihen, inklusive Nachtbereitschaften, die als „Ruhezeit“ verkauft werden – obwohl man jederzeit einsatzbereit sein muss. Direkt im Anschluss gerne ein Frühdienst - nicht zu vergessen die darauf oft folgende Rufbereitschaft, denn warum sollte man sich mit Erholung aufhalten?
Rechtliche Vorgaben zu Pausen- und Ruhezeiten? Eine nette Theorie, die in der Praxis höchstens als unverbindliche Empfehlung behandelt wird. Man könnte fast meinen, dass die Belastung so lange hochgehalten wird, bis die Leute entweder aufgeben oder sich daran gewöhnen, chronisch übermüdet zu sein.
Freizeit wird hier zur Fantasie, Erholung zum Luxus. Wer glaubt, sich außerhalb der Arbeit noch sinnvoll regenerieren zu können, irrt – denn der nächste endlose Schichtmarathon steht garantiert schon bereit. Die Work-Life-Balance ist hier nichts weiter als eine Marketingphrase, die in der Realität bedeutet: Dein Leben gehört der Arbeit.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte scheinen manchmal kaum greifbar.
Wer Kritik äußert, muss hier damit rechnen, dass sie nicht etwa angenommen, sondern juristisch angegriffen wird – das zeigt deutlich die Haltung gegenüber kritischem Feedback.
Das hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung bei Problemen eher gering ausgeprägt ist.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Kindern ist für mich tatsächlich eine der wenigen Lichtblicke.
Der Rest wirkt wie ein Improvisations-Theater vom Feinsten. Und wenn einem das nicht reicht, gibt's "Abäppeln" der Koppeln.
Hätte ich bloß meinen Cowboyhut mitgebracht.
Gleichberechtigung
Beim Blick auf die Kununu-Bewertungen hatte ich den Eindruck, dass positive Rückmeldungen willkommen sind, während kritische Stimmen eher selten sichtbar bleiben oder schnell verschwinden. Das hat bei mir den Eindruck erweckt, dass es an einer gleichberechtigten Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung mangelt. Für mich entsteht so das Bild, dass nicht alle Bewertungen auf Augenhöhe bestehen bleiben dürfen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen erscheinen mir so selten wie Einhörner.
Wahrscheinlich liegt das daran, dass erfahrene Menschen wohlmöglich schneller erkennen, ob sie in einem gut organisierten Betrieb oder einem chaotischen Wanderzirkus gelandet sein könnten.
Kein Wunder, dass die lieber woanders grasen.
Arbeitsbedingungen
Ich empfand es als herausfordernd, mich im Wohnzimmer in das Doku-Programm einzuarbeiten, besonders wenn die Kinder nach der Schule nach Hause kamen.
Dies erschwerte es mir, sowohl produktiv zu arbeiten als auch einen entspannten Arbeitseinstieg zu finden.
Die Räumlichkeiten waren an vielen Stellen abgenutzt und hätten von einer Renovierung oder einem frischen Anstrich profitieren können.
Zudem fühlte sich die Nutzung der Diensthandys aufgrund zahlreicher E-Mails und Nachrichten über verschiedene Kommunikationskanäle oft überwältigend an.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Arbeitsbedingungen in mehreren Bereichen verbessert werden sollten, um ein produktives und angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt einen starken Fokus auf Demeter-Produkte und Bio-Ansprüche, jedoch zeigt sich bei den tatsächlichen Entscheidungen im Budget oft eine Diskrepanz, insbesondere bei der Auswahl von Fleischprodukten. In einigen Bereichen scheint der Fokus eher auf der Außendarstellung von Nachhaltigkeit zu liegen, während die Umsetzung im Alltag noch verbessert werden könnte.
Eine stärkere Fokussierung auf echte Nachhaltigkeit und Transparenz würde helfen, diese Ziele glaubwürdig umzusetzen.
Gehalt/Sozialleistungen
Bezahlung? Klassisches "Ist halt so" in sozialen Berufen. Das JobRad-Angebot könnte ein Lichtblick sein - wenn man dabei nicht draufzahlen würde.
Immerhin kann man ökologisch pleite zur Arbeit pendeln.
Image
Das Image wirkt wie eine Mischung aus Hochglanzprospekt und Reality-Soap. Die selbstkritische Bewertung? Klingt wie eine Entschuldigung von Loki: viele Worte, kein Inhalt und am Ende sind immer die Kritiker das Problem.
Das ist für mich PR-Kunst in ihrer reinsten Form und Illusionen gibt es hier gratis dazu.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen? Die gibt's hier wohl nur in der Theorie.
Weiterbildungen ohne Ende, fast schon ein Freizeitkiller - man darf ja auch nicht zu viel Zeit für sich selbst haben.
Warum vor der Arbeit entspannen, wenn man davor noch schnell in eine Fortbildung gehen kann?
Ein echtes Highlight in der Work-Life-Balance.