Katastrophe / Totalausfall
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Feierabend.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nicht eingehaltene Zusagen.
Es wird schlecht über (Ex)Mitarbeiter gesprochen.
Manager sucht in vielen Einzelgesprächen den Tratsch über Kolleg:innen.
HR ist quasi nicht vorhanden, so dass man in Problemfällen keinen adäquaten Ansprechpartner hat.
Spricht man doch mit jemandem, kann man sich sicher sein, dass vertrauliches an den Manager weitergegeben wird und auch hier Zusagen nicht oder sehr spät eingehalten werden. Ich habe teilweise mehrere Wochen auf eine Rückmeldung zu simplen Anfragen gewartet.
Verbesserungsvorschläge
Manager austauschen. Rechnungen pünktlich zahlen und ggf. den Namen der Firma ändern. Der aktuelle ist leider sehr negativ belastet.
Arbeitsatmosphäre
Gedrückte Stimmung. Teilweise aggressive Umgangsformen. Viele Kollegen kamen zu meiner Zeit nicht mehr ins Büro, trotz festen Bürotagen.
Kommunikation
Jeder redet über jeden. Nur wenige übernehmen Verantwortung. Stattdessen wird die "Schuld" bei anderen gesucht. Aus Richtung des übrig gebliebenen Managers und des Eigentümers, werden Unwahrheiten verbreitet die teilweise durch eine einfache google suche widerlegt werden können.
Das Management dem man vertrauen konnte, hat nach und nach das Handtuch geworfen und das Unternehmen verlassen oder ist gerade dabei zu gehen.
Mündliche Zusagen mir gegenüber, wurden unmittelbar nach dem jeweiligen Gespräch verdreht und den eigenen Interessen entsprechend angepasst.
Vertrauen konnte ich dem Manager nicht.
Kollegenzusammenhalt
War mal gut und mit ein Grund warum ich so lange geblieben bin. Zum Schluss waren überwiegend Einzelkämpfer am Werk, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Klima immer rauer und aggressiver wurde.
Vorgesetztenverhalten
War mal gut, wäre eine Untertreibung. Bis vor kurzem gab es ein Management, dem man uneingeschränkt vertrauen konnte. Dieses Management hat immer fair, offen und ehrlich argumentiert. Leider sind diese beiden Geschäftsführer von ihren Ämtern zurückgetreten und haben bereits das Unternehmen verlassen oder werden das Unternehmen verlassen.
Zum Schluss waren wir alle einem, aus meinem empfinden, viel zu unerfahrenen Manager ausgesetzt, der lächelnd versuchte das Unternehmen zu drehen und dabei fragwürdige Entscheidungen traf.
Interessante Aufgaben
Der Bereich in dem ich war, hat viele Interessante Aufgaben geboten. Ein weiterer Lichtblick, der davon ablenkte wie sehr das Ansehen, intern und extern, beschädigt wurde. Die täglichen Deeskalationsgespräche mit Kunden und Partnern, haben jedoch Interessante Aufgabe zunichte gemacht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird getrennt.
Gehalt/Benefits
Teilweise ganz gut. Wer viel leistet und bereit ist die extra mile zu gehen, kann durchaus auf seine/ihre Kosten kommen.
Die Benefits sind zwar teilweise ganz nett, täuschen aber nicht darüber hinweg, dass ich mit einem Udemy Account nicht meine Miete zahlen kann.
Image
Zu beginn der Underdog in der Branche vor dem sich viele gefürchtet haben. Gerade die Anfänge der Firma haben die Branche aufgewühlt und zum Umdenken beigetragen, wodurch vieles alles in allem Digitaler wurde.
Heute wird man eher belächelt und gemieden. Nicht oder zu spät gezahlte Rechnungen und nicht eingehaltene Zusagen, haben es gerade in den letzten Monaten nicht unbedingt besser gemacht.
Wie das Unternehmen beim Kunden ankommt, kann ich nur erahnen. Bei vor Ort Terminen, durften Kunden sich jedenfalls regelmäßig mit WC-Papier die Hände abtrocknen. Aus meiner Sicht stellt das kein gutes Image dar.