Viel Arbeit, wenig Ausbildung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das kalte Bier aus dem Getränkeautomaten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Ausbildung. Man fühlt sich danach alles, außer bereit fürs Arbeitsleben.
Verbesserungsvorschläge
Statt an allen Ecken zu sparen, sollte der Fokus darauf liegen, Azubis tatsächlich zu fördern. Workshops zur Weiterbildung werden groß angekündigt und finden dann ungefähr alle 12 Monde mal statt. Während andere Berufsschulkollegen für Auslandsaufenthalte zum Arbeiten unterstützt wurden, sollte man hier dafür Urlaub nehmen.
Trotz mehrfacher Ansprache von Missständen hat sich daran nur wenig geändert. Vor allem sollte man sich fragen, ob Azubis hier wirklich als Lernende gesehen werden oder doch eher als billige Arbeitskraft.
Die Ausbilder
Haben grundsätzlich Lust, einem etwas beizubringen, aber leider meist zu wenig Zeit dafür. Das Prinzip der "Eigeninitiative" steht hier an oberster Stelle. Nachdem oben angesprochen wurde, dass man dadurch zu wenig lernt und sich gerne neues Wissen aneignen würde, kam die Empfehlung, "einfach YouTube-Tutorials" anzuschauen. Ich wünschte, das wäre ein Witz.
Aufgaben/Tätigkeiten
Repetitive Aufgaben mit wenig Lerneffekt. Ansonsten üblich für die Medienbranche: Viel Workload, knappe Deadlines und die Lieblingsformulierung "ASAP" in E-Mails.
Variation
Obwohl man während einer Ausbildung eigentlich verschiedene Bereiche kennenlernen sollte (vor allem als Mediengestalter), geschieht dies hier nicht. Man wird in eine Abteilung gesteckt, in der man dann auch bis zum Ende bleibt. Wechsel zu anderen Abteilungen sind kompliziert und nicht gerne gesehen.
Respekt
Es wird erwartet, dass man wie eine Vollzeitkraft arbeitet und Verantwortung übernimmt. Bei Fehlern, gerade unter Zeitdruck, wird man dafür gerne mal vor dem Team zurechtgewiesen.
Karrierechancen
Es gibt vereinzelte Übernahmen, aber die Gehälter lassen zu wünschen übrig (teilweise mit Inklusivüberstunden im Vertrag!). Jedoch ist die Ausbildung hilfreich, um Kontakte in der Branche zu knüpfen.
Arbeitsatmosphäre
Die anderen Azubis sind ein großer Teil des Ladens und gleichzeitig der Grund, warum man den Arbeitsalltag halbwegs überstanden hat. Man hilft sich hier gegenseitig und hält zusammen, nach dem Motto "geteiltes Leid ist halbes Leid". Ansonsten gibt es abteilungsübergreifend oft viel Durcheinander und Stress.
Ausbildungsvergütung
Im Vergleich zu anderen Ausbildungsbetrieben eher dürftig. In der Berufsschule wurde man dafür teilweise schon belächelt.
Arbeitszeiten
Schichtarbeit für Azubis ist Standard und auch Überstunden sind keine Seltenheit. Festangestellte haben teilweise 24h-Telefondienst und Wochenendarbeit. Selbst als Azubi hast du ständig das Gefühl, dass du immer für jeden erreichbar sein musst.