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Clausmeyer 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

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Mehrfachbewertung

Clausmeyer – abwechslungsreiche Arbeit, hohe Arbeitsbelastung und viel Druck bei ausbaufähiger Vergütung

1,8
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Clausmeyer GmbH & Co. KG in Bissendorf gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Tätigkeit ist grundsätzlich abwechslungsreich und vielfältig. Durch die Betreuung unterschiedlicher Kunden, Produkte und Unternehmen entstehen immer wieder neue Herausforderungen und Aufgaben. Dadurch bleibt die Arbeit interessant und bietet grundsätzlich viel Abwechslung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders kritisch sehe ich die hohe Arbeitsbelastung und die damit verbundene fehlende Work-Life-Balance. Der Leistungs- und Verkaufsdruck ist aus meiner Sicht dauerhaft sehr hoch.

Darüber hinaus sehe ich Verbesserungspotenzial bei der Führung und internen Kommunikation. Probleme und Verbesserungsvorschläge werden meiner Wahrnehmung nach nicht immer ausreichend aufgegriffen und umgesetzt.

Auch die Karriere- und Vergütungsmöglichkeiten empfinde ich als verbesserungswürdig. Es fehlen aus meiner Sicht transparente Entwicklungsperspektiven sowie eine nachvollziehbare und einheitliche Vergütungsstruktur.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht gibt es mehrere konkrete Ansatzpunkte, um die Arbeitsbedingungen und die Attraktivität des Unternehmens zu verbessern:

Personal aufstocken: Durch zusätzliches Personal könnte die Arbeitsbelastung reduziert und die anfallenden Aufgaben besser verteilt werden.
Betreuung des Markenportfolios reduzieren: Alternativ sollte geprüft werden, ob die Anzahl der vertretenen Unternehmen und Marken reduziert werden kann, um eine stärkere Fokussierung und eine bessere Betreuung der bestehenden Kunden zu ermöglichen.

Work-Life-Balance verbessern: Die Arbeitszeiten sollten realistischer geplant und die regelmäßige Arbeit in den Abendstunden sowie am Wochenende reduziert werden. Meetings sollten möglichst innerhalb der regulären Arbeitszeit stattfinden.

Attraktive Benefits anbieten: Zusätzliche Leistungen und Benefits könnten die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver machen.

Dienstwagen regelmäßig erneuern: Die Fahrzeuge sollten nicht bis zu extrem hohen Laufleistungen genutzt werden. Eine frühzeitigere Erneuerung würde die Zuverlässigkeit, Sicherheit und den professionellen Auftritt im Außendienst verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Das Verhältnis innerhalb des Außendienstes unter den Kollegen ist grundsätzlich gut. Die Zusammenarbeit mit dem Innendienst und der Geschäftsführung wird hingegen deutlich kritischer wahrgenommen.

Der Leistungs- und Erfolgsdruck ist sehr hoch. Dabei liegt der Fokus aus meiner Sicht nahezu ausschließlich auf dem Verkauf von Displays. Andere relevante Vertriebsleistungen wie beispielsweise die Gewinnung von Neukunden oder eine nachhaltige Steigerung des Umsatzes werden vergleichsweise wenig berücksichtigt bzw. nicht ausreichend gewürdigt.

Darüber hinaus ist eine hohe Mitarbeiterfluktuation festzustellen. Allein innerhalb meines Teams haben in den vergangenen zwei Jahren mehr als zehn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen bzw. sind neu hinzugekommen. Auffällig ist zudem, dass nicht nur neue Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, sondern auch langjährige und erfahrene Mitarbeiter.

Kommunikation

Zusätzlich zur eigentlichen Tätigkeit im Außendienst fällt täglich ein erheblicher administrativer Aufwand an. Pro Arbeitstag gehen durchschnittlich etwa 10–20 E-Mails ein, die zusätzlich bearbeitet und beantwortet werden müssen.

Aufgrund der umfangreichen Außendiensttätigkeit ist es während der regulären Arbeitszeit häufig nicht möglich, diese Aufgaben vollständig zu erledigen. Die Bearbeitung der E-Mails und weiterer administrativer Tätigkeiten erfolgt daher vielfach in den Abendstunden nach der offiziellen Arbeitszeit. Teilweise werden diese Aufgaben auch am Wochenende nachgearbeitet.

Die hierfür aufgewendete zusätzliche Arbeitszeit wird nicht vergütet bzw. nicht entsprechend berücksichtigt. Dadurch entsteht neben der regulären Außendiensttätigkeit eine erhebliche zusätzliche Arbeitsbelastung, die sich negativ auf die Work-Life-Balance auswirkt.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb meines Teams ist der Zusammenhalt sehr gut. Die Zusammenarbeit untereinander funktioniert konstruktiv und kollegial. Zudem besteht eine hohe Übereinstimmung hinsichtlich der Wahrnehmung der aktuellen Arbeitsbedingungen und der damit verbundenen Herausforderungen. Die meisten Teammitglieder vertreten diesbezüglich eine ähnliche Meinung und teilen die genannten Erfahrungen.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen kaum gegeben. Ein Großteil der Mitarbeiter arbeitet regelmäßig 50 Stunden oder mehr pro Woche. Darüber hinaus werden Arbeitsaufgaben häufig auch am Wochenende erledigt.

Zusätzlich werden Videokonferenzen teilweise zu sehr späten Zeitpunkten angesetzt, beispielsweise um 16:30 Uhr, obwohl der reguläre Arbeitstag zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend beendet ist. Diese Termine dauern häufig eine Stunde oder länger und verlängern dadurch den Arbeitstag zusätzlich.

Insgesamt führt die Kombination aus hoher Arbeitsbelastung, zusätzlichen administrativen Aufgaben, regelmäßigen Überstunden und Terminen außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu einer dauerhaft hohen zeitlichen Belastung. Eine klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit ist dadurch kaum möglich.

Vorgesetztenverhalten

Verbesserungsvorschläge und Anregungen der Mitarbeiter werden zwar grundsätzlich zur Kenntnis genommen, führen jedoch häufig nicht zu konkreten Maßnahmen oder nachhaltigen Veränderungen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Feedback der Mitarbeiter nicht ausreichend berücksichtigt wird.

Bestehende Probleme werden aus meiner Sicht teilweise verharmlost oder nicht konsequent aufgearbeitet. Mitarbeiter, die auf Schwierigkeiten oder Herausforderungen hinweisen, erhalten häufig nicht die notwendige Unterstützung und müssen sich weitgehend selbst um die Lösung ihrer Probleme kümmern.

Die Unterstützung durch Vorgesetzte wird teilweise als unzureichend wahrgenommen. Anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, fehlt es häufig an konkreter Hilfestellung und konstruktiver Begleitung.

Besonders kritisch ist der Umgang mit Mitarbeitern in bestimmten Situationen. Es kommt vor, dass Mitarbeiter vor dem gesamten Team öffentlich kritisiert oder persönlich herabgesetzt werden. Ein solcher Umgang kann sich negativ auf die Motivation, das Vertrauen und das Arbeitsklima innerhalb der Mannschaft auswirken.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenbereiche sind grundsätzlich vielfältig und abwechslungsreich, was die Tätigkeit an sich interessant und anspruchsvoll macht. Allerdings ist der Umfang der anfallenden Aufgaben innerhalb der regulär vorgesehenen Arbeitszeit kaum zu bewältigen.

Durch die Kombination aus Außendiensttätigkeit, administrativen Aufgaben, E-Mail-Bearbeitung, internen Abstimmungen und zusätzlichen Terminen entsteht regelmäßig ein Arbeitsaufwand der deutlich über die vertraglich bzw. offiziell vorgesehene Arbeitszeit hinausgeht.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht werden einzelne Mitarbeiter gegenüber anderen bevorzugt behandelt. Es entsteht der Eindruck, dass persönliche Sympathien bzw. ein bestehendes Vertrauensverhältnis bei der Vergabe von Aufgaben, der Kommunikation oder der Bewertung von Leistungen eine Rolle spielen.

Dadurch kann der Eindruck einer fehlenden Gleichbehandlung entstehen. Eine transparente und nachvollziehbare Behandlung aller Mitarbeiter wäre aus meiner Sicht wünschenswert.

Umgang mit älteren Kollegen

Das umfangreiche Fach- und Erfahrungswissen langjähriger Mitarbeiter wird leider häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Praxiserfahrungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge erfahrener Kollegen werden oft ignoriert, obwohl diese einen wichtigen Beitrag zur Optimierung von Abläufen und zur Vermeidung wiederkehrender Fehler leisten könnten.

Eine stärkere Einbindung und Wertschätzung des vorhandenen Erfahrungswissens würde aus meiner Sicht dazu beitragen, Prozesse effizienter zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen erfahrenen und neuen Mitarbeitern zu verbessern.

Arbeitsbedingungen

Die technische Arbeitsausstattung ist grundsätzlich gut. Insbesondere die zur Verfügung gestellten Tablets und Mobiltelefone sind modern und entsprechen den Anforderungen der Tätigkeit.

Bei den Dienstfahrzeugen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Teilweise werden Fahrzeuge mit einer Laufleistung von über 300.000 Kilometern eingesetzt. Aus meiner Sicht entspricht dies nicht mehr dem Anspruch an eine zeitgemäße und zuverlässige Arbeitsausstattung.

Der Eindruck entsteht, dass Dienstfahrzeuge möglichst lange genutzt werden und erst bei erheblichen Problemen ersetzt werden. Angesichts der hohen Fahrleistung im Außendienst wäre eine frühzeitigere Erneuerung der Fahrzeuge aus meiner Sicht sinnvoll, insbesondere im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und den professionellen Auftritt beim Kunden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es werden regelmäßig umfangreiche Mengen an Foldern und Informationsmaterialien per Post versendet. Aus meiner Sicht ist dies teilweise nicht effizient, da häufig bereits wenige Wochen zuvor identische Unterlagen verschickt wurden oder die entsprechenden Informationen bereits digital zur Verfügung stehen.

Gehalt/Benefits

Bei der Vergütung bestehen aus meiner Sicht erhebliche Unterschiede zwischen den Mitarbeitern. Es kommt vor, dass neu eingestellte Kollegen ein höheres Gehalt erhalten als langjährige Mitarbeiter in vergleichbaren Positionen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die individuelle Verhandlungsstärke bei der Einstellung einen größeren Einfluss auf die Vergütung hat als die tatsächliche Berufserfahrung oder Betriebszugehörigkeit.

Auch bei den Spesensätzen bestehen Unterschiede zwischen den Mitarbeitern. Die Höhe scheint individuell ausgehandelt werden zu müssen, anstatt nach transparenten und einheitlichen Kriterien festgelegt zu sein.

Bei den zusätzlichen Benefits ist das Angebot aus meiner Sicht sehr begrenzt. Aktuell gibt es beispielsweise vermögenswirksame Leistungen (VWL), die jedoch teilweise erst auf Nachfrage in Anspruch genommen werden können. Ein einheitliches und transparent kommuniziertes Benefit-System gibt es nicht.

Image

Im Außendienst wird man als Mitarbeiter und Ansprechpartner von den Kunden grundsätzlich gut angenommen. Durch die fachkundige und kompetente Betreuung entsteht eine positive Wahrnehmung auf Kundenseite.

Gleichzeitig wird das breite Produkt- und Markenportfolio teilweise als „Bauchladen“ wahrgenommen. Da mehr als 40 verschiedene Firmen bzw. Marken vertreten werden, ist das Leistungsspektrum sehr umfangreich. Dies kann es erschweren, sich beim Kunden klar zu positionieren und eine eindeutige fachliche Spezialisierung zu vermitteln.

Karriere/Weiterbildung

Konkrete und transparente Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens sind nur begrenzt vorhanden. Eine mögliche Aufstiegschance besteht grundsätzlich in der Position des Teamleiters, sofern eine entsprechende Stelle frei wird.

Allerdings ist diese Position für viele Mitarbeiter wenig attraktiv, da mit der Übernahme zusätzlicher Verantwortung auch ein deutlich höherer Leistungs- und Erwartungsdruck verbunden ist und die E-Mail Flut nochmals deutlich zunimmt. Dadurch besteht innerhalb des Teams nur wenig Interesse daran, eine solche Führungsposition anzustreben.

Insgesamt fehlen aus meiner Sicht klare Karrierewege und attraktive Entwicklungsperspektiven, die Mitarbeiter langfristig motivieren und an das Unternehmen binden.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.