Wer Sicherheit sucht, sollte weitersuchen.
Arbeitsatmosphäre
Jeder arbeitet nur für sich und versucht so viel Arbeit wie möglich an andere abzugeben, damit man die abgeben kann.
Work-Life-Balance
Auf Privatleben wird hier absolut keine Rücksicht genommen. Man wird von heute auf morgen an Standorte geschickt, die über zwei Stunden entfernt liegen. Wenn man anspricht, dass das privat gerade nicht passt, bekommt man nur zu hören, dass es ja noch viel weiter weg hätte sein können und man nichts ändern kann.
Die allgemeine Jobsicherheit ist quasi nicht vorhanden. In nur einem halben Jahr wurden vier Kündigungen ausgesprochen. Besonders schlimm ist die mangelnde Ehrlichkeit der Führungsebene. Ich habe den Geschäftsführer persönlich gefragt, ob ich mir wegen meines Jobs Sorgen machen muss, da ich gerade ein Haus kaufe. Mir wurde klar gesagt, dass alles sicher sei. Aber sobald man dann mal eine Auszeit braucht, weil es einem persönlich nicht gut geht, bekommt man ohne Vorwarnung die Kündigung in den Briefkasten geworfen. Das Vertrauensverhältnis ist damit komplett zerstört. Menschlich ist das ein sehr schwaches Bild, erst Sicherheit vorzugaukeln und dann bei gesundheitlichen Problemen sofort die Reißleine zu ziehen.
Kollegenzusammenhalt
Es wird einem ins Gesicht gelächelt und sobald man den Raum verlässt geht das Geläster los. Kollegen bekommen teilweise sehr beleidigende Spitznamen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung ist extrem subjektiv, statt Leistung zu bewerten, geht es eher nach Sympathie. Das führt dazu, dass Probleme bei den Lieblingen ignoriert werden, während bei anderen jeder kleinste Fehler gesucht wird.
Arbeitsbedingungen
Super schlechte Arbeitsabläufe, es gibt absolut keine Struktur in diesem Unternehmen. Jeder arbeitet so wie er es für richtig hält.
Glücklicherweise wird nicht am Werkzeug gespart, das hilft aber leider nicht bei den Grundlegenden schlechten Arbeitsabläufen.
Kommunikation
Absolut nicht vorhanden, da weiß der eine nicht was der andere macht.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann keine Rede sein. Es gibt eine ganz klare Zweiklassengesellschaft. Ein paar ausgewählte Mitarbeiter, die einen besonders guten Draht zu den Vorgesetzten haben, genießen gefühlt Narrenfreiheit und können sich im Grunde alles erlauben. Im krassen Gegensatz dazu wird man selbst auf das absolute Minimum reduziert und bekommt keinerlei Spielraum oder Wertschätzung.