Nettes Team, aber schwache Führung und wenig fachliche Substanz
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben würde ich einige sehr nette und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Im direkten Kollegenkreis gab es teilweise Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Auch der Einstieg kann für Quereinsteiger interessant sein, da man schnell Kundennähe und Verantwortung erleben kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht war aus meiner Sicht vor allem die Kombination aus schwacher Führung, wenig fachlicher Tiefe und fehlender echter Leistungsanerkennung. Kritik wurde häufig emotional statt sachlich behandelt, Entwicklung wirkte nicht transparent genug und fachliche oder vertriebliche Erfolge wurden nicht angemessen honoriert
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte stärker an Führung, Transparenz und fachlicher Substanz arbeiten. Kritik sollte sachlich aufgenommen werden. Karriere, Beförderungen und Gehaltsentwicklung sollten klarer und stärker leistungsbezogen gestaltet werden. Außerdem braucht es mehr echte fachliche Weiterbildung und eine realistischere Kommunikation im Bewerbungsprozess.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht stark davon abhängig, mit welchen Personen man direkt zusammengearbeitet hat. Es gab nette und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen, gleichzeitig empfand ich das Umfeld fachlich und organisatorisch häufig als schwierig. Echte Beratungstiefe und klare Struktur habe ich nicht immer ausreichend erlebt.
Kommunikation
Die Kommunikation habe ich häufig als emotional und wenig sachlich erlebt. Kritische Themen wurden aus meiner Sicht teilweise persönlich genommen. Da 1:1 Gespräche direkt mit der eigenen Führungskraft geführt wurden, fehlte mir oft ein geschützter Raum für ehrliches Feedback. Insgesamt hätte ich mir mehr Klarheit, Sachlichkeit und Verbindlichkeit gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
er Kollegenzusammenhalt war einer der besseren Punkte. Einige Kolleginnen und Kollegen waren menschlich sehr angenehm, hilfsbereit und offen. Fachlich war das Niveau aus meiner Sicht jedoch sehr unterschiedlich, was im Beratungsalltag teilweise spürbar war.
Work-Life-Balance
Die Work Life Balance war je nach Phase unterschiedlich. Es gab Zeiten mit hoher Belastung und langen Arbeitstagen, während Führung aus meiner Sicht nicht immer ausreichend erreichbar oder unterstützend war. Insgesamt stand die Belastung für mich nicht immer im Verhältnis zu Vergütung, Entwicklung und Unterstützung.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten habe ich insgesamt als problematisch erlebt. Aus meiner Sicht fehlten häufig sachliche Distanz, echte Feedbackkultur, klare Priorisierung und belastbare fachliche Führung. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Erfolge von Mitarbeitenden nach oben als eigene Führungsleistung dargestellt wurden.
Interessante Aufgaben
Jedes Projekt war ein "Sprung ins kalte Wasser" von daher interessant.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung habe ich insgesamt als normal und unauffällig wahrgenommen. Mir sind keine größeren negativen Punkte aufgefallen. Die eigentlichen Probleme lagen für mich eher bei Führung, Transparenz, fachlicher Wertschätzung und dem Umgang mit Kritik.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit erfahreneren Kolleginnen und Kollegen habe ich teilweise als irritierend erlebt. Vorhandene Berufserfahrung wurde aus meiner Sicht nicht immer ausreichend respektiert oder sinnvoll eingebunden. Kritisches Denken und fachliche Reife wirkten teilweise eher störend, wenn sie nicht zur internen Linie passten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich als unausgewogen erlebt. Es gab Phasen mit langen Arbeitstagen und hoher Erwartungshaltung. Gleichzeitig kamen fachliche Anleitung, klares Feedback und operative Unterstützung aus meiner Sicht häufig zu kurz.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wurden moderne Arbeitskultur und Verantwortung positiv dargestellt. In der täglichen Praxis habe ich davon nur begrenzt etwas gespürt. Besonders beim Umgang mit Mitarbeitenden, Feedback, Entwicklung und Anerkennung von Leistung hätte ich mir mehr echte Verantwortung und Wertschätzung gewünscht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich für eine Beratungsrolle als eher schwach. Für Quereinsteiger ohne Studium oder ohne klassische Beratungserfahrung kann es anfangs interessant wirken. Sobald jedoch echte Verantwortung, fachliche Tiefe oder messbare Vertriebserfolge hinzukommen, stößt das Modell aus meiner Sicht schnell an Grenzen. Vertriebliche Erfolge wurden nach meiner Erfahrung nicht angemessen honoriert.
Image
Nach außen wird ein modernes und professionelles Beratungsbild vermittelt. Intern habe ich dieses Bild zu keinem Zeitpunkt wiedergefunden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere und Weiterbildung wirkten auf mich wenig strukturiert und nicht konsequent leistungsorientiert. Beförderungen und Sichtbarkeit erschienen mir weniger abhängig von messbarer Leistung und fachlicher Qualität, sondern stärker davon, wie gut man intern zur Führungsebene passte. Echte fachliche Weiterbildung habe ich vermisst. Es durften keine gebührenpflichtigen Weiterbildungen gebucht werden.