Erfahrung mit diskriminierenden Verhalten in der Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu Beginn wirkte die Führungsebene freundlich und offen. Die operative Arbeit an sich war strukturiert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Arbeitsalltag habe ich wiederholt Aussagen und Haltungen wahrgenommen, die nicht zu einem zeitgemäßen Rollenverständnis passen. Offene Rückmeldungen hierzu wurden nicht konstruktiv aufgenommen. Insgesamt entstand der Eindruck, dass bestimmte Mitarbeitendengruppen andere Entwicklungsvoraussetzungen hatten als andere.
Verbesserungsvorschläge
Eine moderne Führungskultur sollte Vielfalt als Stärke verstehen und unterschiedliche Perspektiven wertschätzen. Es wäre hilfreich, klare Leitlinien für respektvolle Kommunikation zu etablieren und Feedback ernsthaft als Entwicklungschance zu nutzen. Zudem könnten transparente und nachvollziehbare Personalentscheidungen das Vertrauen nachhaltig stärken.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten waren grundsätzlich im Rahmen. Die psychische Belastung durch das Betriebsklima wirkte sich jedoch negativ auf das persönliche Wohlbefinden aus.
Vorgesetztenverhalten
Nach kritischen Rückmeldungen veränderte sich das Verhalten mir gegenüber deutlich. Statt eines offenen Dialogs entstand Distanz. Führung wirkte situativ persönlich geprägt und weniger sachorientiert.
Gleichberechtigung
Die Unternehmenskultur vermittelte aus meiner Sicht ein eher traditionelles Rollenverständnis. In Gesprächen und Entscheidungen spiegelte sich dies teilweise wider. Eine ausgewogene Repräsentation auf Führungsebene war nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbelastung war grundsätzlich machbar. Psychisch belastend war jedoch die zwischenmenschliche Situation und das Verhalten aus der Führungsebene.
Image
Nach außen modern, intern jedoch aus meiner Sicht nicht mit den tatsächlichen Führungs- und Umgangsformen vereinbar.
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege wirkten nicht für alle gleichermaßen offen. Entwicklungsmöglichkeiten schienen von persönlichen Präferenzen der Führung abhängig zu sein. Eine systematische und faire Förderung war für mich nicht klar erkennbar.