Große Versprechen: Erwartung trifft Realität – leider enttäuschend
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich hatte große Erwartungen an meine Zeit bei ConMendo – gerade aufgrund des Selbstbilds als moderne, offene Beratung mit flachen Hierarchien. Leider hat sich vieles davon nicht bewahrheitet. Die Kluft zwischen Anspruch und gelebter Realität war für mich enttäuschend – inhaltlich, menschlich und organisatorisch. Wer sich hier engagiert einbringt, erwartet zu Recht Wertschätzung, Transparenz und Vertrauen – doch das ist nicht gegeben.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Team war geprägt von Unsicherheit, hoher Fluktuation und einem auffallenden Mangel an Wertschätzung. Lob oder konstruktives Feedback sind selten. Ich habe mich im Arbeitsalltag häufig weniger eingebunden gefühlt – insbesondere bei internen Abstimmungen oder Entscheidungsprozessen.
Work-Life-Balance
Offiziell wird auf Flexibilität und Eigenverantwortung gesetzt – in der Praxis herrscht aber ein hoher Erwartungsdruck, ständig verfügbar zu sein. Private Termine wie Arztbesuche oder persönliche Erledigungen lassen sich grundsätzlich gut integrieren – dagegen wird auch nichts gesagt. Flexible Arbeitsgestaltung wird ermöglicht, aber nicht aktiv gefördert oder geschützt.
Karriere/Weiterbildung
Keine strukturierte Entwicklung, keine Transparenz bei Zielvereinbarungen oder Bonusvergabe. Die Performance Development Assessments (PDAs) wirken eher wie ein Instrument zur Rechtfertigung niedriger Boni – Skalenbewertungen ohne nachvollziehbare Kriterien, Kritik wird hervorgehoben, Stärken kaum anerkannt.
Kollegenzusammenhalt
Zusammenhalt wird stets betont und hervorgehoben, basiert jedoch häufig auf der unausgesprochenen Erwartung, dass Fernbleiben zu Diskreditierung führt. Vertrauen wird eingefordert, aber nicht gelebt.
Vorgesetztenverhalten
Enttäuschend und intransparent. Entscheidungen werden im kleinen Zirkel getroffen, Einbezug erfolgt – wenn überhaupt – selektiv und pro forma. Kritik wird persönlich genommen und führt oft zu Abwehrreaktionen statt Reflexion. Verantwortung wird regelmäßig nach unten delegiert, während sich Führungskräfte im entscheidenden Moment zurückziehen.
Kommunikation
Unstrukturiert, intransparent und oft im Nachhinein. Relevante Informationen werden selektiv weitergegeben, Entscheidungen nicht nachvollziehbar kommuniziert. Es wird viel über flache Hierarchien gesprochen – in der Realität herrscht jedoch ein eng geschlossener Zirkel.
In meinem Fall hat sich die Kommunikation nach dem Ausscheiden spürbar verändert – sie wirkte distanziert und nicht wertschätzend.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsmodell ist intransparent und unausgewogen: Im Branchenvergleich geringer Fixanteil und hoher variabler Anteil – aber der Bonus ist nicht nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
Fachlich durchaus spannende Themen, jedoch fehlte es oft an Struktur. Aufgaben wurden kurzfristig und ohne Einbindung in den Gesamtzusammenhang zugewiesen. Eigenverantwortung wurde erwartet, die Kollegen aber mit den Themen vollständig alleine gelassen und Hilferufe nicht erwidert.