3 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und fachlich interessant. Man erhält Einblicke in moderne Themen wie Datenschutz, Web-Compliance, Marketing und digitale Prozesse. Die anderen Auszubildenden und Mitarbeitenden waren sehr hilfsbereit und haben mich bei Fragen unterstützt. Außerdem ist die Ausbildungsvergütung für das erste Ausbildungsjahr überdurchschnittlich. Positiv hervorheben möchte ich außerdem, dass das Unternehmen sehr zukunftsorientiert denkt und neue Technologien sowie digitale Entwicklungen früh aufgreift.
Aus meiner Sicht werden an neue Auszubildende bereits in der Probezeit sehr hohe Erwartungen gestellt. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass weniger die Entwicklung eines Auszubildenden im Vordergrund steht, sondern möglichst früh festgestellt werden soll, ob jemand den sehr hohen Anforderungen dauerhaft gerecht wird. Das kann für motivierte Berufsanfänger direkt nach dem Schulabschluss sehr belastend sein. Ich hätte mir mehr Geduld, Begleitung und die Möglichkeit gewünscht, mich schrittweise entwickeln zu können. Ich hatte häufig das Gefühl, dass von Auszubildenden erwartet wurde, möglichst schnell auf dem Niveau einer voll eingearbeiteten Fachkraft mitzudenken, obwohl eine strukturierte Ausbildung eigentlich genau dafür da ist, dieses Wissen erst zu vermitteln.
Auszubildende sollten während ihrer gesamten Ausbildung eine feste und präsente Ansprechperson haben, die regelmäßig Feedback gibt und ausreichend Zeit für Fragen und Einarbeitung einplant. Die Erwartungen während der Probezeit sollten realistischer gestaltet werden, sodass neue Auszubildende die Möglichkeit haben, sich in Ruhe einzuarbeiten. Außerdem sollten organisatorische Aufgaben, wie die Anmeldung zur Berufsschule, zuverlässig übernommen werden. Mehr konstruktives Feedback und eine offenere Kommunikationskultur würden die Ausbildungsqualität aus meiner Sicht deutlich verbessern.
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich insgesamt als ruhig und angespannt. Private Gespräche oder ein lockerer Austausch fanden kaum statt. Da alle Bereiche – Geschäftsführung, Juristen, Berater, Marketing und Auszubildende – im selben Großraum arbeiten, herrschte meist eine sehr stille Arbeitsumgebung. Für mich entstand dadurch zusätzlich das Gefühl, ständig beobachtet zu werden.
Weiterbildungsmöglichkeiten oder externe Schulungen wurden während meiner Zeit nicht angeboten. Die Ausbildung war stark auf die internen Abläufe des Unternehmens ausgerichtet. Die Berufsschule hatte aus meiner Sicht keinen hohen Stellenwert. Meine Anmeldung im Berufsschulportal wurde beispielsweise erst Monate später abgeschlossen, obwohl ich die Berufsschule bereits besuchte. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass organisatorische Ausbildungsaufgaben nicht ausreichend betreut wurden.
Die Arbeitszeiten waren planbar und grundsätzlich angenehm. Aus Sicht eines Auszubildenden hätte ich mir jedoch eine häufigere persönliche Betreuung vor Ort gewünscht.
Die Ausbildungsvergütung lag über dem Durchschnitt und war für das erste Ausbildungsjahr positiv.
Während meiner Ausbildungszeit war meine eigentliche Ausbilderin nahezu ausschließlich im Homeoffice und für die praktische Ausbildung kaum vor Ort. Die Einarbeitung und Unterstützung erfolgte deshalb fast ausschließlich durch andere Auszubildende. Fachliches Wissen musste ich mir überwiegend selbst aneignen – häufig auch in meiner Freizeit, um den Erwartungen gerecht zu werden. Für Berufsanfänger direkt nach dem Abitur waren die Erwartungen aus meiner Sicht sehr hoch. Konstruktives und konkretes Feedback, mit dem man sich verbessern konnte, habe ich leider nur selten erhalten. Die Kommunikation mit der Ausbildungsleitung empfand ich als schwierig, da Anliegen häufig ausführlich begründet werden mussten und ich mich nicht ausreichend begleitet fühlte.
Durch den hohen Leistungsdruck fiel es mir schwer, Freude an der Ausbildung zu entwickeln. Während der Probezeit hatte ich dauerhaft das Gefühl, mich erst beweisen zu müssen, bevor ich als vollwertiges Teammitglied angesehen werde. Statt einer angenehmen Einarbeitungsphase fühlte sich die Probezeit für mich eher wie eine dauerhafte Prüfung an. Dadurch ging ich häufig mit Anspannung zur Arbeit.
Die Aufgaben waren fachlich sehr interessant und deckten viele Bereiche der Stellenausschreibung ab. Besonders die Themen Marketing, Datenschutz und Web-Compliance fand ich spannend. Allerdings wurde erwartet, dass man sich sehr viele Inhalte bereits innerhalb der viermonatigen Probezeit aneignet. Dadurch blieb wenig Zeit, neue Themen in Ruhe zu verstehen oder sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen. Hinzu kam, dass Aufgabenstellungen häufig sehr kompliziert formuliert wurden. Dadurch war oft unklar was genau erwartet wurde, sodass regelmäßig nachgefragt werden musste/ sollte. Nach meinem Eindruck ging das nicht nur mir so, sondern auch anderen Auszubildenden.
Abwechslung war grundsätzlich vorhanden und ich durfte früh Verantwortung übernehmen. Leider fehlte dabei häufig die notwendige Begleitung. Unterstützung erhielt ich überwiegend von anderen Auszubildenden. Die Ausbildungsleitung gab aus meiner Sicht nur selten konkretes Feedback, das mir geholfen hätte, mich gezielt weiterzuentwickeln.
Mit den Mitarbeitenden und besonders mit den anderen Auszubildenden habe ich mich sehr gut verstanden. Sie waren jederzeit hilfsbereit und unterstützend. Kritik wurde jedoch aus meiner Sicht nicht immer konstruktiv vermittelt, sondern teilweise vorwurfsvoll. Obwohl in der Stellenausschreibung mit flachen Hierarchien geworben wird, habe ich die Zusammenarbeit anders erlebt. Wenn Erwartungen nicht erfüllt wurden oder unterschiedliche Auffassungen bestanden, empfand ich den Umgang als schwierig.