Ein Leitfaden: Wie man zum Red-Flag Arbeitgeber der Region wird!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wirklich beeindruckend ist die Unfähigkeit zur Selbstreflexion, die hier an den Tag gelegt wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Inkompetenz, Arroganz und fehlende Empathie
Verbesserungsvorschläge
Sie möchten der nächste Red-Flag-Arbeitgeber in Ihrer Region werden? Das ist einfacher, als Sie denken! Folgen Sie einfach diesem erprobten Plan, und Ihre Fluktuationsrate wird in Rekordzeit in die Höhe schießen.
Wenn Sie all diese Punkte befolgen, ist Ihnen ein Platz als Red-Flag-Arbeitgeber sicher. Einmal ganz oben, werden Sie sich wundern, wie schnell sich die Sessel in Ihrer Führungsebene abnutzen, während Ihre Mitarbeiter kommen und gehen. Aber, wer hat schon Lust auf Selbstreflexion, wenn man einfach die negativen Bewertungen löschen lassen kann?
Arbeitsatmosphäre
Schaffen Sie eine Atmosphäre der Angst: Beginnen Sie mit einem unberechenbaren Führungsstil. Lautstarke Ausbrüche sind hier das A und O. Ihre Mitarbeiter sollen wissen, dass die Stille vor dem Sturm nur eine kurze Pause ist. Das fördert die Konzentration ungemein!
Image
Das Schein-Image ist die halbe Miete: Investieren Sie massiv in Ihr äußeres Image. Ihr Marketingteam soll ein perfektes, Social-Media-gerechtes Bild von Ihrem Unternehmen zeichnen. "Mehr Schein als Sein" ist Ihr Motto.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance: Ein Mythos für Schwache:
Erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern absolute Hingabe. Erreichbarkeit im Urlaub, am Wochenende und im Krankheitsfall ist eine Selbstverständlichkeit. Wer das nicht versteht, dem können Sie jederzeit mitteilen, dass sein Gehalt ja ohnehin schon zu hoch ist.
Karriere/Weiterbildung
Die Probezeit als russisches Roulette: Begrüßen Sie neue Mitarbeiter euphorisch, bis sie die ersten kritischen Fragen stellen oder die überzogenen Erwartungen nicht erfüllen können. Danach ist die Probezeit ein Kinderspiel – für Sie.
Kollegenzusammenhalt
Der lästige Mob: Kollegenzusammenhalt ist für Weicheier:
Unterbinden Sie jegliche Form von Teamwork und Zusammenhalt. Ihre Mitarbeiter sollen sich als Einzelkämpfer sehen und nicht als Team. Verzichten Sie auf direkte Kommunikation. Übermitteln Sie wichtige Informationen immer über einen Dritten, der weder zuständig noch gut informiert ist. So stellen Sie sicher, dass Fakten verdreht werden und Gerüchte die Runde machen. Ihre Mitarbeiter werden so gezwungen, sich untereinander zu belauern und zu spekulieren
Vorgesetztenverhalten
Umsatz ist alles, Kompetenz ist nichts: Bewerten Sie die Leistung ausschließlich nach dem Umsatz. Kompetenz, Qualität der Arbeit oder persönliches Wachstum sind für weiche Manager. Bei Ihnen zählt nur, wer in Ihrem Ranking ganz oben steht. Mobbing als Motivationsinstrument ist dabei unerlässlich.
Kommunikation
Mitarbeitergespräche: Das Meet & Greet auf dem Klo:
Offizielle Mitarbeitergespräche sind Zeitverschwendung. Führen Sie Ihre wichtigsten Gespräche beiläufig auf dem Weg zur Toilette. Das spart Zeit und signalisiert, dass die Anliegen Ihrer Mitarbeiter nicht von höchster Priorität sind.
Ghosting als Kommunikationsstrategie: Ob im Bewerbungsprozess oder intern bei E-Mails und Anfragen – Funkstille ist die beste Antwort. Wer sich nicht traut, Fragen zu stellen, ist produktiver. Ghosting ist nicht unhöflich, sondern ein modernes Werkzeug, um die Resilienz zu stärken.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist ein Bonus, kein Recht:
Zahlen Sie pünktlich – das ist Ihr größtes Entgegenkommen. Boni, Benefits oder zusätzliche Leistungen? Völlig unnötig. Wer etwas haben möchte, soll es einfordern, am besten mehrmals. Dann haben Sie das Recht, ihn dafür noch ein wenig ins Lächerliche zu ziehen.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung beim Mobbing: Seien Sie stolz darauf, dass Sie keinerlei Diskriminierung betreiben. Gemobbt wird jeder, der gerade nicht in Ihr Schema passt. Alter, Geschlecht oder Herkunft spielen keine Rolle.
Interessante Aufgaben
Unberechenbarkeit als Kernkompetenz:
Wer braucht Beständigkeit? Wirf Prozesse von heute auf morgen über den Haufen. Neue Projekte müssen am besten gestern schon fertig sein. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter nie wissen, ob ihr Arbeitsplatz am nächsten Tag noch derselbe ist. Das hält sie flexibel.