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Bewertung

Mehrfachbewertung

Mittlerweile mehr Schein als Sein!

1,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-FührungskraftHat bis 2026 für dieses Unternehmen in Eppertshausen gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ohne Betriebsrat bleibt der Willkür in Personalfragen – inklusive Quiet Firing – freie Bahn.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre folgt einem Führungsstil, der Kontrolle und Micromanagement nicht als Problem, sondern als Kernkompetenz versteht. Nähe zur Leitung entsteht weniger durch Leistung oder Kompetenz also durch persönlichen Nutzen für den Vorgesetzten. Fairness gegenüber Mitarbeiter bleibt ein dehnbarer Begriff, der sich je nach Vorteilslage erstaunlich flexibel verhält.
Wertschätzung existiert offiziell als Anerkennung und konstruktives Feedback. Wer gerade im Licht der Führung steht, darf das sogar kurz erleben. Parallel läuft jedoch die inoffizielle Variante: gezielte Entziehung von Verantwortung, Einbindung und Unterstützung, verschlechterte Bedingungen und minimierte Kommunikation. Das Ergebnis: Quiet Firing als besonders elegante Form der Effizienz – Demotivation als Methode, Ausschluss als Prozess, Verschlechterung als Strategie. Ziel ist es, Betroffene so lange zu zermürben, bis sie selbst kündigen – Kündigungsschutz und Abfindungen bleiben dabei angenehm unberührt.

Image

Der Versuch, über kostspielige Social Media Inszenierungen einen glanzvollen Auftritt zu erzeugen, hält der Realität nur bedingt stand. Spätestens im täglichen Erleben wird der vermeintliche Glanz zuverlässig auf den Boden der tatsächlichen Verhältnisse zurückgeholt.

Work-Life-Balance

Die Work Life Balance orientiert sich an bewährten Strukturen, in denen eine tägliche unbezahlte Überstunde als Ausdruck des Standards zumindest bei den Führungskräften verstanden wird. Gelegentliche Gehaltsanpassungen setzen dabei dezente Akzente, deren Wirkung vor allem im symbolischen Bereich liegt. Besonders geschätzt werden Mitarbeitende, deren private Flexibilität sich nahtlos an die Prioritäten der jeweiligen Führungsebene anpasst.

Karriere/Weiterbildung

Karriere und Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich in allen Bereichen vorhanden. Wie weit diese Perspektiven tatsächlich tragen, zeigt sich im Zusammenspiel mit den jeweiligen Führungskräften – vor allem dort, wo persönliche Erwartungskonformität als Voraussetzung gilt. Entwicklungsschritte erfolgen entsprechend dort, wo Auftreten und Verhalten als ausreichend „konform“ eingestuft werden.

Gehalt/Benefits

Sozialleistungen sind faktisch nicht vorhanden und auch nicht vorgesehen. Der leitende Grundsatz lautet Kostenoptimierung – alles andere gilt als verzichtbar.
Beim Gehalt zeigt sich ein klarer Trend: Glück hat, wer neu einsteigt und Teil der „neuen Unternehmensstruktur“ wird. Die Entwicklung der bestehenden Mitarbeitenden orientiert sich hingegen kaum an diesen neuen Maßstäben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein wird offiziell betont, insbesondere das Thema Solar. Hinter den Bemühungen steht jedoch vor allem ein monetärer Ansatz: Wo lassen sich Kosten einsparen und Projekte mit öffentlichen Mitteln realisieren. Der propagierte Nachhaltigkeitsanspruch verliert dadurch an Substanz und bleibt häufig auf eine glänzend präsentierte Außendarstellung reduziert.
Sozialbewusstsein wurden offiziell durch Bemühungen betont, sich in öffentlichen, sportlichen und sozialen Bereichen sichtbar zu engagieren. In der Praxis scheitern diese Ansätze jedoch zunehmend an fehlenden "Kapazitäten" und schwindendem Interesse. Der soziale Bezug zum gemeinschaftlichen örtlichen Umfeld ist damit weitgehend verloren gegangen – trotz weiterhin gepflegter Außendarstellung.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt wirkt wie eine perfekt abgestimmte Einheit, deren Harmonie eher konstruiert als gewachsen erscheint. Die unerfahrene Führungsriege setzt dabei ihren ganz eigenen Stil, sodass das Miteinander spürbar gesteuert und sorgfältig arrangiert wirkt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleginnen und Kollegen werden so lange geschätzt, wie sie reibungslos funktionieren und die Einzigen sind, die die betreffenden Positionen aktuell zuverlässig ausfüllen können.

Vorgesetztenverhalten

Die offiziellen Leitwerte – Gleichberechtigung, Toleranz, Wertschätzung, Teamarbeit, Vertrauen, Transparenz, Loyalität, Sicherheit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Respekt, Höflichkeit, Freundlichkeit und Offenheit – bilden weiterhin einen beeindruckend umfassenden Orientierungsrahmen. In der täglichen Praxis haben sie jedoch zunehmend den Charakter wohlklingender Referenzen angenommen, deren Anwendung sich vor allem auf repräsentative Anlässe konzentriert. Die einst gelebte WIR Ausrichtung hat sich klar in ein strategisch eingesetztes ICH verschoben. Werte kommen vor allem dann zur Anwendung, wenn sie den Zielen der jeweiligen Führungskraft dienen – andernfalls bleiben sie theoretisch vorhanden, aber praktisch folgenlos.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren zweifellos verbessert, insbesondere was Ausstattung und technische Möglichkeiten betrifft. Doch selbst das beste Equipment entfaltet nur begrenzte Wirkung, wenn Arbeitsatmosphäre und Anforderungen nicht im Einklang stehen. In solchen Fällen bleibt der Fortschritt vor allem optischer Natur, während die tatsächliche Entlastung eher theoretisch spürbar wird.

Kommunikation

Einige Führungskräfte bezeichnen ihre Kommunikation als sachlich und nett. Tatsächlich orientiert sie sich jedoch zunehmend an persönlichen Zielsetzungen und hat dabei einen deutlich veränderten Charakter angenommen. Auch hier zählt vor allem die gepflegte äußere Hülle – das WIR hat verloren, das ICH hat endgültig gesiegt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung bleibt ein zentraler Leitwert, zeigt sich im Alltag jedoch zunehmend als theoretisches Konzept. Ihre praktische Wirkung hängt spürbar von persönlicher Gefälligkeit und situativer Priorisierung durch die Führungskraft ab.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben sind grundsätzlich vorgesehen. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass ihre Zuteilung vor allem dann erfolgt, wenn die maßgebliche Leitung deren Nutzen als Bestandteil des eigenen Businessplans bewertet.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.