Tätigkeit als Maschinenführer
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich fand meine Tätigkeit gut, sie hat mir Spaß gemacht. Man konnte auch mal einen Spaß machen und mit den meisten Kollegen gut zusammenarbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation verlief nicht immer offen und ehrlich, vieles blieb unausgesprochen. Unterstützung durch Vorgesetzte gab es meist nur bei arbeitsbezogenen Themen, weniger bei persönlichen Anliegen. Zwischen den Schichten herrschte teils Konkurrenzdenken statt Zusammenarbeit. Sprachbarrieren erschwerten die tägliche Arbeit, und körperliche Belastungen entsprachen nicht immer den empfohlenen Grenzen. Insgesamt fehlte es oft an einem offenen Ohr und konsequentem Handeln!
Verbesserungsvorschläge
Ein offenes Ohr haben und handeln, das reicht schon.
Arbeitsatmosphäre
Zur Zeit meiner Beschäftigung (bis 2021) empfand ich die Arbeitsatmosphäre innerhalb der eigenen Schicht in der Produktion als gut. Der Kollegenzusammenhalt war stark, man half sich gegenseitig, wenn jemand Probleme hatte. Der Umgangston war, wie in dieser Branche üblich, eher rau, aber herzlich untereinander. Über die eigene Schicht hinaus wurde das Klima teils angespannter und weniger offen. Ehrlichkeit war nicht immer gegeben, vieles blieb unausgesprochen. Unterstützung durch die Vorgesetzten gab es, wenn es um Arbeitsabläufe ging, bei persönlichen Themen jedoch weniger.
Image
Das Image des Unternehmens im Netz und nach außen wirkt professionell und gut. Über die innere Realität entnehmen Sie bitte meinen vorherigen Aussagen.
Work-Life-Balance
Ich arbeitete im 2-Schicht-System von 6:00 bis 14:00 Uhr sowie von 14:00 bis 22:00 Uhr. Die Frühstückspause war fest von 9:00 bis 9:15 Uhr, Mittagspausen gab es keine. Es wurde jedoch großer Wert darauf gelegt, dass die Maschinen möglichst durchgehend liefen, auch während der Pausenzeiten.
Urlaub zu nehmen ging zumindest bei mir unproblematisch. Kommt auch hier darauf an (Krankheitsstand, Urlaubszeit usw.).
Karriere/Weiterbildung
Aus Sicht der Produktion gab es nicht wirklich viele Angebote vom Arbeitgeber selbst, einmal fand eine größere Schulung statt. Wenn man sich jedoch eigenständig weiterbilden wollte, zum Beispiel über eine Abendschule, wurde das grundsätzlich ermöglicht. Über Möglichkeiten außerhalb der Produktion kann ich nichts sagen.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung war immer pünktlich. Das Gehalt war in Ordnung, aber wenn man sich umschaut, findet man durchaus Unternehmen, die besser zahlen, ist bei einem Jobwechsel meist sowieso der Fall.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
greenwashing
Kollegenzusammenhalt
Die Unterstützung innerhalb der eigenen Schicht empfand ich als gut. Man half sich gegenseitig und achtete darauf, dass die eigene Schicht lief. Allerdings blieb der Zusammenhalt meist auf die eigene Schicht beschränkt, wenn etwas nicht gut funktionierte, wurde die Verantwortung oft auf andere Schichten geschoben.
Umgang mit älteren Kollegen
Wenn ältere Kolleginnen oder Kollegen Beschwerden haben oder nicht mehr so können, achten manche darauf, andere weniger. Im Klartext: geholfen wird meist nur, wenn man sehr auf sein Recht pocht.
Vorgesetztenverhalten
Zum Vorgesetztenverhalten möchte ich mich nicht äußern.
Arbeitsbedingungen
Der Lärmpegel war deutlich geringer als in vielen anderen Unternehmen, das muss man sagen. Platzmangel gab es zu meiner Zeit zwar schon, aber man kam damit zurecht. Gehörschutz und Schutzkleidung wurden angeboten, niemand musste ohne arbeiten. Weitere Ausrüstung war auf Nachfrage erhältlich. Was die körperliche Belastung betrifft, habe ich allerdings Zweifel, ob die tatsächliche Last immer den Vorgaben entsprach, wie viel ein Mensch in einem bestimmten Zeitraum tragen oder bewegen sollte.
Kommunikation
Zur Zeit meiner Beschäftigung (bis 2021) fand einmal jährlich im Dezember eine Betriebsversammlung statt, auf der wichtige Themen vorgestellt wurden. Zusätzlich gab es ein Schwarzes Brett, an dem relevante Informationen ausgehängt wurden. Die Kommunikation im Arbeitsalltag verlief teils gut, teils schwierig, besonders dann, wenn Sprachbarrieren unter Kolleginnen und Kollegen die Zusammenarbeit erschwerten, was teilweise zu Frustration führte.
Gleichberechtigung
Das weiß ich nicht.
Interessante Aufgaben
Es kommt darauf an, wie man es sieht, die einen sagen, es sei nur stumpfes Stanzen oder Abpacken. Wenn man sich aber mit der Maschine und dem Drumherum beschäftigt, versteht, wie sie funktioniert und welche Probleme täglich zu lösen sind, wird es deutlich interessanter. Mir wurde nie langweilig, es hängt einfach davon ab, ob man sich wirklich damit auseinandersetzt. Am Ende des Tages bleibt es aber trotzdem viel Abpackarbeit, und das möglichst schnell.