Alt eingesessen, kein Spielraum. Keinerlei Versprechen eingehalten.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kalte Getränke. Das war’s auch.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eingeschränkte Flexibilität: Homeoffice war nur einmal pro Woche möglich, obwohl die Tätigkeit problemlos auch remote durchführbar gewesen wäre. Zudem galten feste Kernarbeitszeiten von 9 bis 15 Uhr – Arbeiten außerhalb dieser Zeiten war ohne nachvollziehbare Begründung untersagt, was die Vereinbarkeit mit privaten Bedürfnissen unnötig einschränkte.
Komplizierte Prozesse: Viele organisatorische oder administrative Aufgaben mussten über mehrere Personen hinweg koordiniert werden, teilweise auch mit Rückfragen über Dritte, die wiederum beim Mentor Rücksprache hielten. Das wirkte wenig effizient und bürokratisch – insbesondere für neue Mitarbeitende, die Orientierung und schnelle Hilfe benötigen.
Abhängigkeit vom internen System: Ein Großteil der Arbeit war auf das unternehmenseigene ERP-System ausgerichtet, das wenig dokumentiert war. Dadurch wurde man stark abhängig von informellem Wissen Einzelner, was die Einarbeitung unnötig erschwerte.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Homeoffice. Klare Strukturen.
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsklima entsprach einer Bibliothek, Kollegen reden kaum, nur auf Anfrage. Pausen werden mit Kopfhörern am Monitor oder Zuhause verbracht. Erweckt den Eindruck, dass keiner außer am Arbeitsplatz etwas mit dem anderen zutun haben möchte.
Kommunikation
Die Erwartungshaltung an einen Absolventen scheint völlig die falsche zu sein, da man sofortige Ergebnisse erwartet, trotz fehlender Erfahrung und Schulungen, die man normalerweise zuerst hätte bekommen sollen. Rücksicht gab es darauf wenig.
Kollegenzusammenhalt
Auf den ersten Blick herrschte ein freundlicher und höflicher Umgang.
In kritischen Situationen, insbesondere in Feedbackgesprächen, fehlte jedoch spürbar die kollegiale Unterstützung. Gerade als Berufseinsteiger hätte ich mir mehr Rückhalt, gemeinsame Lösungsfindung oder zumindest ein konstruktives Miteinander gewünscht. Stattdessen hatte ich häufig das Gefühl, mit Herausforderungen allein gelassen zu werden. Als Begründung gab es ein "wir meinen es nur gut". Danke.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wird durch die eingeschränkten Homeoffice-Regelungen unnötig beeinträchtigt. Die meisten Aufgaben hätten problemlos remote erledigt werden können – dennoch wurde auf regelmäßige Anwesenheit im Büro bestanden. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, man wolle „die Kollegen sehen“. Diese Haltung wirkte wenig zeitgemäß und ließ Flexibilität vermissen, obwohl es aus operativer Sicht keinen erkennbaren Grund gab, der gegen mehr Remote-Arbeit sprach.
Vorgesetztenverhalten
Die Kommunikation der Führungskraft war inkonsistent: Im Bewerbungsgespräch wurde der Eindruck erweckt, die Stelle sei quasi sicher – in der späteren Phase stellte sich jedoch heraus, dass noch ein Gremium entscheiden müsse. Diese fehlende Transparenz war enttäuschend und wirkte wenig professionell.
Die Erwartungen im Arbeitsalltag wirkten teilweise unrealistisch, insbesondere für jemanden in der Einarbeitungsphase. Feedbackrunden waren häufig eher Kritik als fördernd. Kritiken erfolgten nicht sachlich, sondern schienen manchmal eher Selbstzweck zu sein – insbesondere mit der Begründung, man müsse mehr mitdenken.
Eine zusätzliche Herausforderung war der Zustand der internen Dokumentation: Viele Informationen waren veraltet oder gar nicht dokumentiert. Statt klarer Einarbeitung musste man sich Wissen „herausziehen“ – oft in Form mündlicher Erklärungen, die sich von Tag zu Tag leicht änderten, da dem Vorgesetzten „noch etwas eingefallen ist“. Trotzdem wurde im Nachhinein erwartet, man hätte alles auf Anhieb korrekt verstanden.
Insgesamt wirkte das Führungsverhalten wenig strukturiert und teilweise überfordernd und belastend – besonders für neue Mitarbeitende.
Interessante Aufgaben
Jedes Projekt an sich ist eine neue Herausforderung, da es immer wieder etwas neues gibt. Jedoch Kundenabhängig.
Gleichberechtigung
Das Verhalten war stark vom jeweiligen Vorgesetzten bzw. Mentor abhängig. In meinem Fall leider negativ: Die Kommunikation war wenig unterstützend und Feedback selten konstruktiv. Während Kollegen mit anderen Ansprechpersonen positivere Erfahrungen machten, war mein Eindruck eher von autoritärem Verhalten geprägt.
Darüber hinaus hatte man kaum eine Chance, eigene Ideen oder Ansichten einzubringen – insbesondere, wenn diese im Widerspruch zur Meinung langjähriger Mitarbeitender standen. Hier herrschte eine klare Hierarchie, bei der Erfahrungsjahre mehr zählten als sachliche Argumente.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind als 4er-Zimmer ausgelegt, wirken aber räumlich und akustisch überfordert, wenn tatsächlich vier Personen gleichzeitig darin arbeiten. In meinem Fall hatte ich zwar einen Fensterplatz, jedoch direkt am Durchgang – sodass jeder vorbeigehende Blick auf meinen Bildschirm werfen konnte, was das Gefühl von Privatsphäre deutlich einschränkte.
Zudem störten sich parallellaufende Meetings und Gespräche der Kollegen gegenseitig stark, da keine ausreichende akustische Trennung gegeben war. Zwar wurden neue Headsets angeschafft, jedoch konnte das die grundlegenden Probleme (Lautstärke, Ablenkung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten) nicht beheben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
keine E-Ladestationen, auch voraussichtlich nicht in einigen Jahren
Gehalt/Benefits
Gehalt unter dem Durchschnitt, dies wird auch von vielen Mitarbeitern ständig bestätigt, aber durch ihren aktuellen Komfort oder Positionen, den sie sich über die Jahre eingesessen haben, wird darüber hinweggesehen.
Image
Social Media Beiträge spiegeln nicht die Wahrheit wider. Lange nicht mehr ein so alt eingesessenes Unternehmen gesehen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung nur im eigenen Kreis.


