Grinsen allein führt keinen Betrieb
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich arbeite seit vielen Jahren bei CT Formpolster und habe in dieser Zeit einiges erlebt. Es gab gute und schlechte Zeiten, verschiedene Vorgesetzte und viele Veränderungen. Aber so wie es aktuell läuft, habe ich das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.
Zunächst möchte ich eine Korrektur zur vorherigen Bewertung machen: Die dort erwähnte Person ist nicht die Frau des Chefs, sondern seine Assistentin. Da sowohl der neue Geschäftsführer als auch seine Assistentin noch nicht lange im Unternehmen sind, sollte das richtiggestellt werden.
Viele Mitarbeiter hatten nach dem Führungswechsel die Hoffnung, dass frischer Wind ins Unternehmen kommt und bestehende Probleme endlich angegangen werden. Leider ist davon im Arbeitsalltag wenig zu spüren. Statt sich mit den eigentlichen Ursachen von Problemen zu beschäftigen, werden Maßnahmen eingeführt, die bei vielen Kollegen eher für Kopfschütteln sorgen.
Ein Beispiel sind die Tafeln und Fotos in der Produktion, die uns daran erinnern sollen, Reklamationen zu vermeiden und genauer zu arbeiten. Ganz ehrlich: So etwas habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt. Die Mitarbeiter wissen selbst, dass Qualität wichtig ist und dass Fehler vermieden werden müssen. Dafür braucht es keine Bilder oder Sprüche an den Wänden.
Besonders erstaunlich ist, mit welchem Stolz solche Maßnahmen präsentiert werden, während viele Mitarbeiter diese überhaupt nicht ernst nehmen. Wer täglich in der Produktion arbeitet, kennt die tatsächlichen Probleme meist besser als diejenigen, die solche Ideen entwickeln. Statt Symbolmaßnahmen wären sinnvolle Verbesserungen der Abläufe, bessere Kommunikation und mehr Einbeziehung der Mitarbeiter deutlich hilfreicher.
Was mir zusätzlich auffällt: Die schlechte Stimmung betrifft längst nicht mehr nur die Produktion. Auch wenn man mit Kollegen aus dem Büro spricht, hört man ähnliche Sorgen und Frustrationen. Viele wirken erschöpft, demotiviert oder einfach nur genervt von der aktuellen Entwicklung. Das sollte der Geschäftsführung zu denken geben, denn wenn die Unzufriedenheit in verschiedenen Bereichen des Unternehmens spürbar ist, handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen braucht eine erfahrene Führungskraft. Ob Geschäftsführer oder Geschäftsführerin ist völlig egal. Wichtig ist, dass die Person weiß, wie man einen Betrieb führt, Entscheidungen trifft, Probleme erkennt und diese auch löst.
Ständig durch den Betrieb zu laufen und dabei zu grinsen mag beim ersten oder zweiten Mal noch sympathisch wirken. Wenn sich aber an den eigentlichen Problemen nichts ändert, wird es irgendwann einfach nur noch nervig. Die Mitarbeiter erwarten Lösungen, klare Ansagen und Verbesserungen im Arbeitsalltag – keine Show.
Im Unternehmen arbeiten genug erfahrene Leute, die genau wissen, wo die Probleme liegen. Vielleicht sollte man ihnen öfter zuhören, anstatt sich neue Aktionen und Maßnahmen auszudenken, die in der Praxis kaum jemand ernst nimmt.