Doppelmoral, Inkompetenz und reine Vetternwirtschaft
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Völlig inkompetente Führungskräfte, denen jegliche Qualifikation für Mitarbeiterführung fehlt. Meine Vorgesetzte hatte lediglich eine abgeschlossene Ausbildung als Buchhalterin, führte sich jedoch auf, als hätte sie in Harvard studiert. Zudem gab es immer wieder Kommunikationsprobleme, da es einer Führungskraft in Deutschland eigentlich nicht an den entsprechenden Deutschkenntnissen fehlen sollte.
Doppelmoral ist in diesem Unternehmen an der Tagesordnung: Was dem einen erlaubt ist, wird dem anderen strengstens verboten. Ein geschätzter Mitarbeiter darf erst um 10 Uhr kommen, während andere pünktlich um 8 Uhr da sein müssen. Bevorzugte Angestellte können ohne triftigen Grund tagelang im Homeoffice bleiben, während andere ab dem ersten Tag ein Attest vorlegen müssen. Selbst Haustiere sind Ansichtssache: Ein loyaler Kollege darf seinen Hund den ganzen Tag ins Büro bringen, während es einem anderen verwehrt wird, seinen Hund nur kurz morgens mitzubringen, bevor er zum Tierarzt muss. Doppelmoral ist praktisch das Synonym für diese Firma.
Verbesserungsvorschläge
Das obere Management sollte endlich genau hinsehen, was auf der Ebene der mittleren Führungskräfte passiert. Einige Vorgesetzte führen sich hier wie kleine Könige auf und tun absolut, was sie wollen. Es werden willkürliche Bedingungen für Beförderungen erfunden oder Anmeldungen zu Weiterbildungen „ganz zufällig“ vergessen.
Besonders gravierend: Beim Jahresgespräch, das eigentlich der gemeinsamen Entwicklungsplanung dienen sollte, wurden im Protokoll einfach die Wünsche der Führungskräfte festgehalten und nicht das, was der Mitarbeiter tatsächlich gesagt hat. Schlimmer noch: Man wurde gezwungen, das Dokument zu unterschreiben, ohne es vorher überhaupt lesen zu dürfen
Karriere/Weiterbildung
arriere zu machen ist hier so gut wie unmöglich. Selbst wenn man kompetent ist und hervorragende Arbeit leistet, wird man nicht befördert – stattdessen wird jemand vorgezogen, der dem Management gegenüber einfach nur loyal ist. Es war sehr skurril zu beobachten, dass für eine Position, die zwingend Deutschkenntnisse erforderte, eine Person eingestellt wurde, die kein einziges Wort Deutsch spricht – einfach nur aus Loyalität zur Führungskraft.
Anfragen nach Weiterbildungen werden in 99 % der Fälle abgelehnt mit der Begründung, es ergebe keinen Sinn. Alternativ wird man zwar angemeldet, die Anfragen werden dann aber „plötzlich vergessen“. In meinem Fall wurde die Bitte um Weiterbildung schlichtweg komplett ignoriert
Gehalt/Benefits
Durchschnittsgehalt, nicht mehr
Vorgesetztenverhalten
Eine direkte Interaktion mit der Führungskraft gab es so gut wie gar nicht. Probleme wurden nicht gelöst, sondern lediglich ins Lächerliche gezogen, und es wurden kaum Lösungen angeboten. Zudem gab es keinerlei klare Handlungsanweisungen oder Abläufe, und die Vorgesetzte wusste in den allermeisten Fällen selbst nicht, was zu tun war
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann hier absolut keine Rede sein. Drei Personen können exakt dieselbe Arbeit verrichten, doch eine davon verdient deutlich mehr – nur weil sie gut mit der Führungskraft befreundet ist oder mit dem Argument „er war zuerst da“. Die Arbeitsbedingungen sind extrem ungerecht: Manche können den ganzen Tag Raucherpausen machen und auf Instagram unterwegs sein und bekommen trotzdem deutlich mehr als diejenigen, die tatsächlich arbeiten


