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Bewertung

Achterbahnfahrt

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 bei Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH in Leiferde gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

*Es ist zu bemerken, dass die Bewertung spezifisch für die Abteilung Nord gilt. In anderen Bereichen und der Zentrale kann eine Bewertung anders ausfallen.

Konflikte und strukturelle Probleme sollten nicht ignoriert, sondern aktiv und lösungsorientiert angegangen werden. Die derzeitige Zurückhaltung der Zentrale erweckt den Eindruck mangelnder Wertschätzung und lässt Mitarbeitende mit ihren Anliegen oft allein.

In einigen Abteilungen ist die Situation ohne externe Unterstützung kaum noch zu bewältigen. Hier wäre eine übergeordnete Moderation dringend erforderlich.

Zudem sollte der Zusammenhalt im Unternehmen nicht nur auf saisonale Anlässe beschränkt bleiben, sondern durch ganzjährige Maßnahmen zur Förderung des Miteinanders gestärkt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre innerhalb des Unternehmens hat sich im Verlauf der letzten Zeit deutlich verändert. Während anfangs ein kollegiales und unterstützendes Umfeld herrschte, ist die Stimmung zunehmend von einer Atmosphäre der Vorsicht und gegenseitigen Zurückhaltung geprägt. Es scheint, dass die Mitarbeitenden vermehrt darauf bedacht sind, Fehler zu vermeiden, um Konflikte mit der Führungsebene zu verhindern. Dies hat zu einer spürbaren Abnahme des Teamzusammenhalts geführt, da die Zusammenarbeit und der gegenseitige Austausch dadurch beeinträchtigt werden.

Es ist zu beobachten, dass es innerhalb der Führungsriege einen engen Kreis gibt, wobei Mitarbeitende, die sich diesen unterordnen, oftmals mit höheren Positionen belohnt werden. Im Gegensatz dazu sind Mitarbeitende, die ihre Arbeitsrechte wahrnehmen oder sich gegen unangemessene Vorgaben zur Wehr setzen, häufig mit negativen Konsequenzen konfrontiert.

Image

Das Unternehmensimage hat sich in jüngerer Vergangenheit deutlich verschlechtert. Es sind vermehrt Berichte über die Verbreitung von Fehlinformationen und konstruierten Lügen nach außen gedrungen, was das Vertrauen in die Transparenz und Integrität des Unternehmens erheblich beeinträchtigt.

Die Verhinderung von Wechselmöglichkeiten zu Wettbewerbern hat innerhalb der Belegschaft zu erheblicher Unruhe und Unzufriedenheit geführt und auch nach außen Schaden am Image genommen.

In der Folge hat sich die allgemeine Stimmung verschlechtert, sodass zunehmend negativ über das Unternehmen gesprochen wird.

Work-Life-Balance

Die Gestaltung der Work-Life-Balance innerhalb des Unternehmens lässt erheblichen Verbesserungsbedarf erkennen. Die vertraglich festgelegten 40 Arbeitsstunden werden regelmäßig überschritten, wobei dies bewusst gewollt ist, dass es kaum möglich ist, die Arbeitszeit innerhalb der vereinbarten Stundenzahl zu halten, da eine tägliche Präsenz von 08:00 bis 18:00 Uhr auf der Baustelle vorgesehen ist. Die Fahrtzeiten zur Baustelle werden nicht vergütet und fallen in die Kategorie sogenannter „Freizeitfahrten“. Für Mitarbeitende mit teilweise bis zu fünf Stunden Anreise sind diese Bedingungen kaum tragbar und stellen eine erhebliche Belastung dar.

Wer auf die Einhaltung der Arbeitszeiten achtet, erfährt teilweise Ausgrenzung.

Obwohl mittlerweile einige Ausnahmeregelungen eingeführt wurden, gestaltet sich die Durchsetzung der Rechte und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden als individuelle Herausforderung.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen zeigt eine eher zurückhaltende Haltung hinsichtlich der Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Es steht kein spezifisches Pro-Kopf-Budget zur Verfügung, was die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung erheblich einschränkt. Weiterbildungen werden überwiegend als eine Art Goodie für die Mitarbeitenden betrachtet, anstatt als strategisches Instrument zur gezielten Qualifikation und Entwicklung der Belegschaft.

Die angebotenen Maßnahmen sind häufig nicht auf die jeweiligen Tätigkeitsfelder zugeschnitten, sondern scheinen eher willkürlich ausgewählt zu sein. Dies führt dazu, dass die Weiterbildungsangebote kaum einen nachhaltigen Mehrwert für die individuelle Karriereentwicklung bieten.

Was die Aufstiegsmöglichkeiten betrifft, so sind diese grundsätzlich vorhanden. Es ist jedoch festzustellen, dass ein beruflicher Aufstieg meist vom richtigen Timing und einer gewissen Glückssträhne abhängt, beispielsweise durch Fluktuation oder strukturelle Veränderungen im Unternehmen. Leistung allein ist selten ausschlaggebend für eine Karriereentwicklung, vielmehr spielen persönliche Beziehungen und das soziale Miteinander eine entscheidende Rolle.

Gehalt/Benefits

Das Unternehmen legt Wert auf Transparenz hinsichtlich der Gehaltsstrukturen, da die Gehaltsbänder offen kommuniziert werden. Insgesamt ist das Gehalt als angemessen zu bewerten, jedoch ist zu beachten, dass hier eine erhebliche Einbuße im Privatleben erforderlich ist.

Das Bonussystem erscheint in seiner Ausgestaltung nicht vollständig gerecht. Mitarbeitende in höheren Positionen und höherem Verdienst haben einen deutlich höheren Bonusprozentsatz, während dieser in unteren Hierarchieebenen vergleichsweise sehr niedrig ist. Diese Differenzierung kann den Eindruck einer ungleichen Verteilung von Leistungsanreizen vermitteln.

Was die zusätzlichen Sozialleistungen betrifft, so entsprechen diese den branchenüblichen Standards.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Von der Zentrale kommen häufig neue Anregungen zum Umwelt- und Sozialbewusstsein, allerdings wird das von vielen Mitarbeitern nicht gelebt und bringt somit nicht den gewünschten Effekt. Der Wille ist aber da und löblich.

Der neue Prozess der Büromittelbestellung spricht für mich allerdings gegen das angestrebte Umweltbewusstsein. Andere Werte scheinen somit weiterhin im Vordergrund zu sein.

Die E-Mobilität soll ausgebaut zu werden, allerdings auch hier nicht weitreichend, sodass für die Mitarbeitende ein E-Auto nicht interessant ist, solange dieses auf der Arbeit nicht geladen werden kann.

Kollegenzusammenhalt

Wie oben bereits erwähnt, wird der Kollegenzusammenhalt aktuell immens geschwächt. Das Klima war noch vor einem Jahr ein anderes und gerne hat man auch im Privaten etwas unternommen. Durch das ansteigende Misstrauen haben sich kleine Gruppen gebildet. In diesen Gruppen kann man einen starken Zusammenhalt zu spüren. Man hilft sich untereinander, sowohl beruflich als auch privat.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich denke, dass der Umgang mit den älteren Kollegen gut ist, hier habe ich nichts anderes erfahren und erlebt.

Hinsichtlich der aufgezählten Probleme sollte allerdings überprüft werden, ob das Alter und die langjährige Zugehörigkeit ein Freifahrtschein für jegliches Fehlverhalten sein darf. Respekt gegenüber dieser Gruppe sollte keine Intoleranz gegenüber anderen Mitarbeitenden und Werten mit sich bringen.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungsebene zeichnet sich durch ein uneinheitliches und inkonsistentes Verhalten aus. Es mangelt an einer klar definierten Linie, sodass Entscheidungen und Handlungen häufig auf persönlichen Präferenzen basieren, anstatt auf objektiven und transparenten Kriterien. Dies führt zu einer erheblichen Variabilität in den Zuständigkeiten, was die Arbeitsabläufe und die Zusammenarbeit erheblich erschwert.

Des Weiteren lässt die Professionalität der Vorgesetzten oftmals zu wünschen übrig. Es wurden wiederholt unprofessionelle Kommunikationsweisen beobachtet, die das Arbeitsklima negativ beeinflussen. Fehler der Vorgesetzten werden den Mitarbeitern zugeschoben, was das gegenseitige Vertrauen und die Wertschätzung untergräbt.

Insgesamt ist das Vorgesetztenverhalten in seiner derzeitigen Ausprägung geprägt von einer bedenklichen Umgangsweise mit Mitarbeitenden.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeit auf der Baustelle bzw. im Baulager bringt selbstverständlich nicht immer die schönste Arbeitsumgebung mit sich, es lässt sich aber soweit aushalten. Dennoch wäre es schön, wenn versucht wird einen Gleichwert zwischen Standort und Baustelle zu schaffen, beispielsweise durch höhenverstellbare Schreibtische.

Die IT ist manchmal nicht optimal an die Baustellensituation angepasst, hier wird sich aber seitens der Zentrale bemüht.

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens weist erhebliche Schwächen auf. Informationen werden häufig gefiltert und nur bedingt weitergegeben, wobei der Umfang der verfügbaren Informationen stark von der jeweiligen Position und den persönlichen Beziehungen abhängt.

Ein bedeutendes Problem stellt die Verbreitung von Fehlinformationen dar. Das Erscheinungsbild der Führungsriege steht an oberster Stelle, was dazu führt, dass Fakten teilweise so dargestellt werden, dass sie das Bild der Führungskräfte unterstützen. Dies führt zu einer Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Gegebenheiten und der kommunizierten Realität, was das Vertrauen in die Kommunikation erheblich beeinträchtigt.

Konflikte werden nicht offen ausgetragen, sondern im kleinen Kreis besprochen. Dies fördert ein Klima des Misstrauens unter den Mitarbeitenden und erschwert eine konstruktive Konfliktlösung. Zudem ist festzustellen, dass die Zentrale und die Geschäftsführung über viele Probleme informiert sind, jedoch zögern, aktiv Veränderungen herbeizuführen. Obwohl stets ein offenes Ohr signalisiert wird, bleibt die Wirkung dieser Gespräche häufig aus.

Gleichberechtigung

Die Unternehmenskultur spiegelt bedauerlicherweise noch immer veraltete Rollenbilder wider, insbesondere im Hinblick auf das Bild der weiblichen Personen. Innerhalb der Abteilungen ist deutlich zu erkennen, dass Frauen zwar präsent sind, jedoch wiederholt herabwürdigend behandelt werden. Es kommt vor, dass ihre Anliegen belächelt werden, was den Eindruck erweckt, dass sie in ihrer Rolle nicht ernst genommen werden.

Besonders bedenklich ist das Verhalten einer Führungskraft, welcher Frauen abfällig betitelt, was wiederum von anderen Führungskräften toleriert wird. Solche Äußerungen offenbaren eine erschreckende Missachtung der Gleichstellung und der Würde der weiblichen Mitarbeitenden. Es ist zu bemerken, dass Frauen im gesamten Unternehmen in Führungspositionen kaum vertreten sind.

Darüber hinaus sind diskriminierende Bemerkungen im Arbeitsumfeld vorhanden, die jedoch als „normal“ abgestempelt werden. Das Unternehmen betrachtet die multikulturelle Zusammensetzung als Beweis für eine offene Unternehmenskultur, doch die Realität zeigt, dass Diversität nur in Teilen vorhanden ist.

Interessante Aufgaben

Die Branche ist sehr interessant und der Arbeitsalltag durch die Besonderheit der Freileitung geprägt.

Allerdings ist zu bemerken, dass die Aufgabenstellung in vielen Bereichen nicht ausreichend analysiert und regelmäßig überarbeitet wird. Dies führt dazu, dass das festgelegte Anforderungsprofil oftmals nicht mehr vollständig mit den tatsächlichen Tätigkeiten übereinstimmt. Die Diskrepanz variiert jedoch stark zwischen den einzelnen Funktionen: Während in einigen Positionen die Anforderungen gestiegen sind und der Arbeitsumfang entsprechend zugenommen hat, werden die Aufgaben im Bereich der Baukaufleute zunehmend wie die einer Assistenz wahrgenommen.

Diese Entwicklung kann dazu führen, dass die ursprüngliche Zielsetzung der jeweiligen Position aus dem Blickfeld gerät und die Mitarbeitenden mit Aufgaben betraut werden, die nicht mehr im Einklang mit den ursprünglichen Qualifikationen und Erwartungen stehen. Eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Aufgabenprofile wäre daher wünschenswert, um eine optimale Passung zwischen Anforderungen und Tätigkeiten sicherzustellen.

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.