Rückschritt statt Fortschritt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt ist grundsätzlich in Ordnung und die eigentliche fachliche Arbeit kann durchaus interessant sein. Viele Kolleginnen und Kollegen machen einen guten Job und versuchen, trotz der aktuellen Rahmenbedingungen das Beste daraus zu machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation von oben ist aus meiner Sicht inzwischen katastrophal. Entscheidungen werden häufig von oben vorgegeben und entsprechend kommuniziert – teilweise sehr von oben herab. Ein echter Dialog mit den Mitarbeitern findet kaum statt.
Besonders enttäuschend ist der Umgang mit dem Thema Homeoffice. Nach sechs Jahren, in denen sich gezeigt hat, dass die Arbeit auch außerhalb des Büros funktioniert, entsteht inzwischen der Eindruck, dass Mitarbeitern indirekt unterstellt wird, zu Hause nicht richtig zu arbeiten. Das ist weder wertschätzend noch zeitgemäß.
Die neue Regelung führt außerdem zu einer deutlichen Ungleichbehandlung. Für manche gelten Ausnahmen oder individuelle Lösungen, während andere bei vergleichbarer Tätigkeit und Leistung an die allgemeinen Vorgaben gebunden werden. Das sorgt verständlicherweise für Frust und spaltet die Belegschaft.
Auch an Absprachen wird sich aus meiner Erfahrung nicht immer gehalten. Was besprochen oder zugesagt wurde, kann später plötzlich anders gehandhabt werden. Dadurch geht Vertrauen verloren.
Besonders kritisch sehe ich die aktuelle Entwicklung rund um Kündigungen bzw. Maßnahmen, die offenbar darauf hinauslaufen, Mitarbeiter zum Gehen zu bewegen. Das Problem dabei ist: Meiner Wahrnehmung nach trifft es dadurch nicht unbedingt die Mitarbeiter, von denen man sich eigentlich trennen sollte. Im Gegenteil – gerade gute und erfahrene Mitarbeiter verlieren irgendwann die Geduld und orientieren sich anderweitig.
Die Arbeitsplätze selbst wirken ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Ausstattung und Arbeitsumgebung entsprechen aus meiner Sicht nicht dem Anspruch eines modernen Unternehmens.
Verbesserungsvorschläge
Wieder mehr Vertrauen in die Mitarbeiter setzen und Entscheidungen nachvollziehbar erklären, statt sie einfach von oben durchzusetzen. Gleiche Regeln sollten für alle gleichermaßen gelten und Ausnahmen transparent und nachvollziehbar vergeben werden.
Vor allem sollte man sich fragen, warum man Mitarbeiter, die über Jahre gute Arbeit geleistet haben, durch immer schlechtere Rahmenbedingungen vergrault. Gute Mitarbeiter zu halten sollte wichtiger sein, als sie durch solche Maßnahmen letztendlich selbst zur Kündigung zu bewegen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung hat sich deutlich verschlechtert. Viele Mitarbeiter sind frustriert und enttäuscht. Der Eindruck entsteht, dass Vertrauen und Wertschätzung zunehmend durch Kontrolle und Vorgaben ersetzt werden.
Work-Life-Balance
Deutlich schlechter als früher. Die Einschränkung des Homeoffice nimmt Flexibilität, obwohl über Jahre gezeigt wurde, dass die Arbeit auch anders funktioniert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist okay und aus meiner Sicht einer der wenigen neutralen bis positiven Punkte. Bei den Benefits gibt es dagegen wenig, was wirklich heraussticht. Insbesondere im Bereich Fitness, Prävention und körperliche Gesundheit sehe ich kaum attraktive Angebote.
Arbeitsbedingungen
Nicht mehr zeitgemäß. Sowohl die Büroausstattung als auch die Rahmenbedingungen könnten deutlich moderner und mitarbeiterfreundlicher sein.
Kommunikation
Katastrophal. Zu viel Kommunikation von oben nach unten und zu wenig echter Austausch. Entscheidungen werden teilweise so vermittelt, dass man sich als Mitarbeiter eher belehrt als ernst genommen fühlt.
Gleichberechtigung
Die aktuelle Regelung schafft aus meiner Sicht unnötige Unterschiede zwischen Mitarbeitern, obwohl teilweise vergleichbare Tätigkeiten und Leistungen vorliegen. Das sorgt für Unverständnis und Frust.

