Wie wird man Mitarbeiter los ohne zu kündigen?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider nichts mehr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es ist bedrückend mitzuerleben, wie Mitarbeiter durch die aktuellen Rahmenbedingungen faktisch zur Kündigung gedrängt werden. Ebenso unverständlich ist, dass das Unternehmen trotz zahlreicher Beschwerden und schlechter Ergebnisse in Mitarbeiterbefragungen seit zwei Jahren an zwei Teamleitern festhält, die das Arbeitsklima aus meiner Sicht nachhaltig verschlechtern.
Verbesserungsvorschläge
Warum erkennt man nicht, dass zufriedene Mitarbeiter produktiver sind und damit langfristig einen größeren Mehrwert für das Unternehmen schaffen?
Arbeitsatmosphäre
Alles erfolgt von oben herab. Mitarbeiter werden nicht ernst genommen. Das Management möchte Probleme offenbar nicht wahrhaben und speist Kritik mit leeren Phrasen ab.
Image
Durch die jüngsten Vorgaben des Managements identifiziert sich niemand mehr positiv mit dem Unternehmen. Statt Stolz überwiegt mittlerweile nur noch Frustration oder Scham.
Work-Life-Balance
Vier Präsenztage pro Woche sind Pflicht. Wer Karriere machen möchte, muss sogar fünf Tage pro Woche im Büro sein.
Es ist erschreckend, wie drei Vorstandsmitglieder und der Firmengründer auf Sylt über das Arbeitsleben von fast 6.000 Mitarbeitern negativ entscheiden.
Man darf sich Ausnahmegenehmigungen (ohne Witz) beim Vorstand einholen, dass man bei "temporären Problemen" vereinzelnt mehr HomeOffice braucht. Aber Kinder zur Schule bringen oder von der Kita abholen, sind keine "temporären Probleme".
Karriere/Weiterbildung
Nachdem der Leiter der IT-Sicherheit das Unternehmen freiwillig verlassen hatte, konnte tatsächlich einmal jemand intern aufsteigen. Ansonsten habe ich Führungspositionen nahezu ausschließlich mit externen Kandidaten besetzt erlebt. Es existieren zwar ansprechend präsentierte Karrieremodelle, in der Praxis werden diese zumindest im IT-Betrieb kaum gelebt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im guten Durchschnitt. Allerdings gibt es weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld, keine Gewinnbeteiligung und nur selten Gehaltserhöhungen. Der flexible Homeoffice-Anteil als wichtiger Benefit wurde zudem mit aus meiner Sicht wenig überzeugenden Begründungen weitgehend gestrichen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In Präsentationen wird viel Wert auf Umwelt- und Sozialbewusstsein gelegt. Das tatsächliche Handeln vermittelt jedoch einen anderen Eindruck. Wer alle Mitarbeiter ohne nachvollziehbaren Grund ins Büro zwingt oder gleichzeitig von Female Empowerment spricht, wirkt wenig glaubwürdig.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige Grund, warum viele vermutlich noch nicht den Arbeitgeber gewechselt haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Statt erfahrene Mitarbeiter langfristig zu halten, werden lieber jüngere Beschäftigte eingestellt, die Bewertungen auf Plattformen wie Kununu vermutlich noch nicht so aufmerksam gelesen haben.
Vorgesetztenverhalten
Einige Führungskräfte positionieren sich offen gegen die neuesten Änderungen, andere geben lediglich die Unternehmenslinie wieder. Unverständlich ist zudem, dass das Unternehmen trotz erheblicher Kritik seit zwei Jahren an zwei aus meiner Sicht vollständig unbeliebten und inkompetenten Teamleitern im IT-Betrieb festhält.
Arbeitsbedingungen
Das Großraumbüro macht die Vorteile des Homeoffice jeden Tag deutlich: veraltete Büroausstattung, unbequeme Stühle, keine Klimaanlage und eine dauerhaft hohe Geräuschkulisse. Hinzu kommen nur wenige Möglichkeiten, in den Räumlichkeiten vernünftig zu essen.
Kommunikation
Man fragt sich regelmäßig, ob jeden Tag der 1. April ist, weil vieles nur wie ein schlechter Scherz wirkt. Einen Tag nach dem Sommerfest wurde an einem Freitag verkündet, dass Homeoffice nahezu abgeschafft wird. Der öffentliche Erklärungsversuch bestand anschließend aus aus meiner Sicht falschen oder widersprüchlichen Begründungen. Auf zahlreiche sachlich vorgetragene Gegenargumente wurde lediglich mit KI-ähnlich wirkenden Standardantworten reagiert, ohne nachvollziehbare Fakten für diese Bauchentscheidung zu liefern.
Gleichberechtigung
In Führungspositionen sitzen überwiegend ältere weiße Männer. Mehr Flexibilität beim Homeoffice könnte beispielsweise dazu beitragen, mehr Frauen den Weg in Führungspositionen zu erleichtern, indem Familie und Beruf besser vereinbar werden.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben könnten durchaus vorhanden sein. In der Praxis ist man jedoch hauptsächlich damit beschäftigt, den ständig wachsenden Berg an dringenden Tickets abzuarbeiten.

