Den Bach runter
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die indirekten Drohungen, die darauf anspielen, dass wir Stellen abbauen werden. Den Umgang mit Menschen im allgemeinen und mit denen die ein hohes Fachwissen haben, im speziellen. Fehlende Wertschätzung - man fühlt sich, als würde die Bundesregierung das Unternehmen leiten. Die völlig sinnlose RTO Ansage - als ob im Büro mehr Austausch stattfindet, wenn das eigene Team über viele Standorte verstreut ist und man eben den selben Teams Call hat wie vorher. Wer ernsthaft glaubt, dass unter dem Druck und der Arbeitslast noch "Gespräche an der Kaffeemaschine" stattfinden, die dann zu besserem Austausch führen, glaubt auch an Wolkenkukucksheim, oder das ein Spaziergang um die Alster Sport und Ausgleich ist. Zumal der Austausch im Büro zur Mehrbelastung wegen RTO, zwischen KollegInnen, zuletzt untersagt wurde.
Verbesserungsvorschläge
Liegen dem Arbeitgeber vor. Von so vielen KollegInnen. Interessieren anscheinend nicht.
Arbeitsatmosphäre
Seid nun mehr einem Jahr geht es stetig bergab. Die Reorganisation wird mit Gewalt durchgesetzt, ohne dass man ann Kollegen befähigt, dem völlig veränderten Arbeitsalltag und Aufgaben nachkommen zu können.
Image
Schlecht. Schon immer. Wie auch teils sehr gut recherchierte TV Reportagen und Beiträge immer wieder aufzeigen.
Work-Life-Balance
Keine.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird regelmäßig angekündigt und findet dann nicht statt. Stattdessen gab es ein Angebot für ein Training zum Thema "Resilienz". So (zynisch) kann man den Sorgen der Menschen natürlich auch begegnen. Es gibt ein Gehaltsband, dass immer wieder erwähnt wird, aber kein normaler Mitarbeiter kennt. Es gibt auch viele toll klingende Titel und je nach Bereich völlig unterschiedliche und mehr oder weniger klar beschriebene Wege, wie man die nächste Stufe erreichen kann.
Gehalt/Benefits
Weniger als der Durchschnitt der Branche. Trotz stetig besserem Geschäftsergebnis folgt eine Nullrunde auf die Nächste. Manchmal gibt es einen "Inflationsausgleich" (der aber natürlich nicht so benannt wird) und auch der bleibt weit unter der tatsächlichen Inflationsrate zurück. Dank RTO geht nun also noch mehr vom schmalen Gehalt weg, denn irgendwie muss man ja in die Arbeitsanstalt kommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden. Der Einsatz all der Technik plus AI verbrennt die Welt - wie bei vielen anderen auch. Auf Nachfrage der Mitarbeitenden, ob man hier nicht vielleicht auch etwas besser machen könnte kam die Empfehlung, weniger Chat GPT zu nutzen.
Kollegenzusammenhalt
Der war immer stark und ein großer Pluspunkt. Nachdem nun viele gegangen sind, weil sie es nicht mehr ertragen oder einfach so nicht behandelt werden wolle, ändert sich auch das. Wer noch da ist muss zusehen wie man sein Pensum erfüllt und durch RTO ist das nun nahezu unmöglich.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Management und Vorstand scheint der toll zu sein. Woanders - nein. Stattdessen wird den Kollegen erklärt das ihre Arbeit von Jahrzehnten einfach nicht gut ist. Die selbe Arbeit, die dieses Unternehmen zum Marktführer gemacht hat.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte unterer Level werden nicht, oder nicht alle, über anstehende Maßnahmen informiert. Führungskräfte oberer Level scheinen Mitarbeiter einfach als teure Ressourcen zu betrachten. Von aller höchster Stelle, bei Ansprachen zu den "Ressourcen " gibt es nur zynische Kommentare, oder indirekte Drohungen - natürlich erst nachdem das erneut verbesserte Geschäftsergebnis kurz erwähnt wurde.
Arbeitsbedingungen
Wie viele andere auch schreiben... Großraumbüro, jetzt angereichert mit Telefonzellen, kaum Meeting Räume, winzige Kaffee Küchen, kaum Platz sich in der Pause irgendwo anders hinzusetzen, als an den Schreibtisch. Im Rahmen von RTO gab es neue Bildschirme. Lächerlich.
Kommunikation
Es wird zu dem Mitarbeitern gesprochen. Nicht mit. Und auch das nur nachdem Entscheidungen gefallen sind.
Gleichberechtigung
Es wurde 2 Mal in öffentlicher Runde gesagt, dass man natürlich auch mehr Frauen in Führungspositionen hätte, wenn es denn hier intern Talent geben würde. Extern scheint es übrigens auch keins zu geben - denn die Neuzugänge sind in der Regel Männer und kennen sich bereits aus vorigen Jobs.
Sollte man divers sein, muss man sich darauf einstellen, dass das schlichtweg ignoriert und weggelächelt wird, denn "der Duden sieht das nicht vor".
Interessante Aufgaben
Waren es mal. Könnte auch noch immer so sein. Nun ist man aber vorrangig mit administrativen Aufgaben beschäftigt. Das dient vielleicht dem Zweck das das Management, was der Komplexität des Unternehmens, der Systeme und der Branche ahnungslos gegenüber steht, dass Gefühl bekommt, sie würden es doch verstehen.

