Starke Teams und spannende Aufgaben überschattet von Hierarchie und Politik
Gut am Arbeitgeber finde ich
Spannende und herausfordernde Aufgaben
Sehr starke Kolleg*innen und tolle direkte Teams
Spannende Produkte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Politische und hierarchische Unternehmenskultur
Teilweise fehlende Transparenz und Wertschätzung
Starre Office-Regelungen
Begrenzte Diversität in höheren Positionen
Teilweise wenig vertrauensvolle Kommunikation und Führungskultur
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz und Vertrauen in der Unternehmenskultur
Stärkere Förderung von Diversität und Gleichberechtigung, insbesondere in Führungsrollen
Weniger politische Dynamiken und mehr Fokus auf Zusammenarbeit und Qualität
Modernere und flexiblere Arbeitsmodelle
Mehr sichtbare Wertschätzung im Arbeitsalltag
Konsequenter respektvoller Umgang mit Mitarbeitenden auf allen Ebenen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war innerhalb der direkten Teams häufig positiv, unterstützend und kollegial. Gleichzeitig wurde das allgemeine Umfeld jedoch oft als kalt, unfreundlich und politisch, wodurch in den Teams stellenweise Unsicherheiten und Konkurrenzdruck entstanden sind. Die Stimmung im Hamburger Büro ist sehr eisig.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern, innovativ und erfolgreich. Intern habe ich jedoch teilweise eine andere Realität wahrgenommen, insbesondere in Bezug auf Kultur und Führung.
Work-Life-Balance
Die starre 4-Tage-Office-Präsenzpflicht wirkte für mich nicht mehr zeitgemäß und ließ wenig Raum für individuelle Flexibilität oder moderne Arbeitsweisen.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten wirkten für mich nur begrenzt greifbar und teilweise wenig transparent. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass die Hürden für Weiterentwicklung sehr hoch angesetzt waren.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung empfand ich im Verhältnis zu Anforderungen und Unternehmenserfolg nicht immer als angemessen. Gleichzeitig wirkten Sozialleistungen und Benefits im Vergleich zu anderen Unternehmen eher zurückhaltend, insbesondere vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Erfolgs, den das Unternehmen kommuniziert und erzielt hat.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wurde ein modernes und verantwortungsbewusstes Bild vermittelt. Intern hätte ich mir jedoch mehr Fokus auf soziale Themen, Fairness und nachhaltige Mitarbeiterbindung gewünscht.
Auch im Alltag wirkten Themen rund um Nachhaltigkeit teilweise wenig konsequent umgesetzt, beispielsweise gab es aus meiner Wahrnehmung nicht einmal klare Mülltrennung im Büro.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt innerhalb meines direkten Teams war sehr stark und einer der Hauptgründe, weshalb ich gerne dort gearbeitet habe. Viele Kolleg*innen waren engagiert, hilfsbereit und menschlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu kann ich persönlich keine fundierte Einschätzung geben.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe sowohl positive als auch schwierige Erfahrungen mit Führungskräften gemacht. Teilweise entstand der Eindruck, dass Außenwirkung und Positionierung gegenüber höheren Ebenen wichtiger waren als nachhaltige Teamführung oder die Perspektiven von Individual Contributors. Zudem empfand ich den Umgang mit Mitarbeitenden nicht immer als vertrauensvoll oder wertschätzend.
Arbeitsbedingungen
Die Büros selbst waren modern gestaltet, jedoch empfand ich die Arbeitsumgebung im Alltag häufig als wenig förderlich für konzentriertes Arbeiten. Durch Großraumbüros mit schwieriger Akustik und die Vielzahl paralleler Team-Calls entstand oft ein dauerhaft hoher Geräuschpegel. In Kombination mit der 4-Tage-Office-Präsenzpflicht wirkte dies auf mich wenig produktiv und nur bedingt zeitgemäß.
Zudem entstand bei ergonomischen Arbeitsmitteln der Eindruck, dass diese nicht niedrigschwellig zugänglich waren, sondern erst unter Vorlage eines Attests ermöglicht wurden.
Kommunikation
Kommunikation wirkte häufig top-down und nicht immer transparent. Kritische Gespräche und Feedback wurden aus meiner Sicht zwar gesucht, jedoch entstand oft der Eindruck, dass diese Themen nicht nachhaltig aufgenommen oder adressiert wurden.
Formate wie „Ask Us Anything“-Sessions oder Townhalls sollten Transparenz fördern, wirkten jedoch teilweise eher oberflächlich und inhaltlich wenig substanziell. Zudem fiel auf, dass Inhalte und Transkripte dieser Sessions im Nachgang nicht dauerhaft zugänglich waren, wodurch Kommunikation und Aussagen nicht langfristig nachvollziehbar blieben.
Gleichberechtigung
Diversität wirkte aus meiner Sicht insbesondere auf höheren Ebenen nur begrenzt vertreten. Mehr unterschiedliche Perspektiven in Führungspositionen würden dem Unternehmen gut tun.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass Gleichberechtigung auf allen Ebenen aktiv gelebt wird. Einzelne Aussagen und Strukturen haben bei mir Zweifel daran aufkommen lassen, wie offen und inklusiv die Unternehmenskultur tatsächlich ist.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren spannend, anspruchsvoll und fachlich sehr interessant. Ich konnte viel lernen und mich fachlich weiterentwickeln.

