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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Völlig zurecht genießt dieser AG diesen brutal schlechten Ruf, absolut toxisch, mein absoluter Tiefpunkt

1,0
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Waldershof gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Dass meine Zeit dort vorbei ist. Wenn ich wirklich absolut angestrengt nach etwas Positivem suchen müsste, dann ist es die wertvolle Erkenntnis, wie ein guter Arbeitgeber definitiv nicht aussehen sollte. Diesen Ort nicht mehr betreten zu müssen, ist mit Abstand das positivste das mir einfällt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Einfach alles. Es gibt an diesem Betrieb nicht einen einzigen Aspekt, den man positiv hervorheben könnte. Jede einzelne Kategorie dieser Bewertung spricht für sich. Dieser Arbeitgeber ist eine reine Zumutung.

Verbesserungsvorschläge

- Hören Sie auf, eine familiäre Wohlfühlatmosphäre vorzutäuschen, wenn hintenrum eiskalt aussortiert wird
- Bei Milliardenumsätzen ist die unterdurchschnittliche Bezahlung derjenigen, die die Arbeit tatsächlich machen, schlicht beschämend. Zahlen Sie faire Löhne und erfassen/vergüten - --- Schaffen Sie den Kontrollwahn (wie die Schleusen) ab. Vertrauen steigert die Motivation, totale Überwachung zerstört sie.
Behandeln Sie Zeitarbeiter nicht wie austauschbare Nummern, sondern wie gleichwertige Teammitglieder und nicht als reines, billiges Verschleißmaterial

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im Unternehmen ist von einem tief sitzenden, fast schon systemischen Misstrauen geprägt. Bestes Beispiel dafür ist die High-Tech-Sicherheitsschleuse: Statt einer Willkommenskultur erwartet einen hier täglich eine Kontrollprozedur wie an der Sicherheitskontrolle eines Flughafens, inklusive regelmäßiger Durchsuchungen. Wer ein Arbeitsumfeld sucht, das auf Vertrauen, Respekt und Wertschätzung basiert, wird hier bitter enttäuscht. Man fühlt sich nicht wie ein geschätzter Mitarbeiter, sondern wie ein potenzielles Sicherheitsrisiko.

Kommunikation

Eine Kommunikation auf Augenhöhe existiert schlichtweg nicht. Anstatt Probleme offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wird hier eine Kultur des beharrlichen Schweigens gepflegt. Unangenehmen Gesprächen oder kritischen Themen wird vonseiten der Führungskräfte konsequent aus dem Weg gegangen. Konstruktives Feedback? Fehlanzeige. Man wird lieber ignoriert, als dass man sich einer ehrlichen Diskussion stellt. Professionelle Kommunikation sieht anders aus.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt ist eine reine Lotterie. Man arbeitet hier entweder mit großartigen Menschen zusammen, mit denen man gerne das Leid teilt, oder mit den unkollegialsten Charakteren, die mir je im Berufsleben begegnet sind. Das toxische Umfeld, das die Führungsebene schafft, färbt leider auch massiv auf das Miteinander ab. Missgunst und Ellenbogenmentalität sind bei einigen Kollegen an der Tagesordnung, was die ohnehin schwere Arbeit noch unerträglicher macht.

Work-Life-Balance

Ich konnte die Auswirkungen am eigenen Leib kaum spüren. Was ich jedoch mitbekommen habe, spricht Bände: Stress ist hier der Normalzustand und Überstunden stehen an der Tagesordnung. Besonders bitter: Nach dem, was man im Kollegenkreis hört, werden diese Überstunden weder wertgeschätzt noch fair ausgezahlt – sie scheinen schlichtweg vorauszusetzen zu sein und im Sande zu verlaufen. Freizeit und Erholung haben hier keinen hohen Stellenwert.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist schlichtweg eine Katastrophe. Man bekommt ins Gesicht gelächelt, während hinter dem eigenen Rücken bereits der Abschied vorbereitet wird. Konfliktfähigkeit ist ein Fremdwort: Lieber wird feige geschwiegen, anstatt Probleme offen und respektvoll anzusprechen. Wer ein ehrliches und loyales Führungsverhalten erwartet, ist hier komplett verloren. Dieses toxische und manipulative Verhalten der Chefetage ist der Hauptgrund für den miserablen Ruf dieses Betriebs.

Interessante Aufgaben

Von interessanten Aufgaben kann hier leider keine Rede sein. Die Tätigkeiten sind extrem eintönig und wiederholen sich Tag für Tag ohne jede Abwechslung. Raum für eigene Ideen, Kreativität oder persönliche Weiterentwicklung sucht man vergeblich. Wer geistige Unterforderung und tägliche Routine im negativsten Sinne sucht, wird hier fündig.

Gleichberechtigung

Welche Gleichberechtigung? Wer hier als normaler Angestellter schon nicht geschätzt wird, hat als Zeitarbeiter den ultimativen „Jackpot“ gezogen – im absolut schlechtesten Sinne. Die Hierarchien und die unterschiedliche Behandlung sind extrem spürbar. Es ist beschämend, wie hier mit Menschen je nach Vertragsart umgegangen wird. Von Fairness oder moderner Gleichberechtigung hat man in diesem Betrieb anscheinend noch nie etwas gehört.

Arbeitsbedingungen

Die Bedingungen vor Ort lassen sich in drei Worten zusammenfassen: Stress, Stress und nochmals Stress. Man schuftet hier in klassischer, monotoner Fließbandarbeit. Hinzu kommt eine mangelhafte Infrastruktur: Im Sommer heizt sich die Halle unerträglich auf und wird zur Sauna. Da es am Arbeitsplatz keinerlei Kühlschränke gibt, ist man darauf angewiesen, den ganzen Tag pisswarme Getränke zu trinken. Fürsorgepflicht und ein gesundes Arbeitsumfeld sehen definitiv anders aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein Trauerspiel. Die schiere Menge an täglich entsorgten Teilen ist kaum zu glauben. Im Kollegenkreis hört man die skurrilsten Begründungen dafür – unter anderem, dass lieber weggeworfen wird, als Dinge dem Markt zuzuführen, damit bloß kein Mitbewerber davon profitiert. Wenn an diesen internen Stimmen auch nur ein Funken Wahrheit dran ist, ist das ökologisch und moralisch absolut bedenklich. Mein persönlicher Eindruck vor Ort war jedenfalls: Tonne auf, Augen zu und durch.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt passt sich nahtlos dem schlechten Ruf des Hauses an: absolut unterdurchschnittlich für den permanenten Stress und die extremen Anforderungen. Dass für diesen Hungerlohn kaum noch Einheimische arbeiten wollen, überrascht niemanden. Einziger Pluspunkt: Durch die extrem hohe Quote an internationalen Kollegen lernt man während der stressigen Schichten gratis drei neue Sprachen. Wer also unterbezahlt werden und gleichzeitig sein Vokabular erweitern möchte, ist hier goldrichtig!

Image

Man muss fair bleiben: Die Produkte, die hier hergestellt werden, sind gar nicht schlecht. Aber das Image als Arbeitgeber? Ein absolutes Desaster. In der gesamten Branche und auch hier im regionalen Umkreis weiß praktisch jeder, unter welchen Bedingungen die Belegschaft hier teilweise verheizt wird. Der extrem schlechte Ruf eilt diesem Unternehmen völlig zurecht voraus. Als Kunde mag die Marke funktionieren, als Arbeitnehmer ist diese Firma das Schlimmste, was einem auf dem Arbeitsmarkt passieren kann.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegschancen oder berufliche Weiterentwicklung sind praktisch nicht vorhanden. Bevor man überhaupt die Chance hat, sich zu beweisen oder etwas zu erreichen, greift das interne Rotationsprinzip und man wird aussortiert. Besonders als Zeitarbeiter wird man hier als reines Verschleißmaterial angesehen, eine langfristige Perspektive oder gar eine faire Übernahmechance sucht man vergeblich. Karriere macht hier nur die Fluktuation.


Umgang mit älteren Kollegen

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