Aufgaben okay Führungskultur wirkte manipulierend, grenzüberschreitend, für mich ein klares No-Go
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pro:
Sinnvolle Aufgaben, fachlich interessante Themen.
Kolleg*innen im Tagesgeschäft überwiegend hilfsbereit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kontra (Führungskultur –> was ich erlebt habe):
Kommunikation – mein persönliches Empfinden:
Zu Beginn habe ich das Feedback mir gegenüber als sehr positiv wahrgenommen. In Situationen, in denen ich Rückfragen stellte oder eigene Grenzen ansprach, wirkte die weitere Kommunikation für mich spürbar anders. Diese Wahrnehmung hat bei mir Irritation und Verunsicherung ausgelöst.
Nachvollziehbarkeit von Absprachen – mein Eindruck:
Im weiteren Verlauf hatte ich persönlich das Gefühl, dass Aussagen oder Entscheidungen für mich nicht immer eindeutig einzuordnen waren. Für mich entstand dabei Unsicherheit darüber, wie frühere Inhalte gemeint oder zu verstehen waren.
Stabilität von Prioritäten – mein Erleben:
Ich habe die Zusammenarbeit so erlebt, dass sich Prioritäten für mich teilweise wenig stabil angefühlt haben. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, mich schwer verlässlich orientieren zu können.
Gesprächsatmosphäre und persönliche Wirkung:
Einzelne Gespräche habe ich als stark belastend erlebt. Die Kommunikation wirkte auf mich zeitweise sehr druckvoll. Aussagen und Formulierungen über gewisse Mitarbeiter müssen eigentlich mehr oder weniger sofort elimiert werden oder man muss mal einmal den Hammer vor die Nase hängen um sie dann wieder in die Spur zu schicken haben bei mir emotionalen Stress ausgelöst und mein Sicherheitsgefühl stark beeinträchtigt.
In diesem Zusammenhang hatte ich außerdem den persönlichen Eindruck, dass in Gesprächen auch eine Wortwahl verwendet wurde, die bei mir das Gefühl auslöste, dass starker Druck auf Mitarbeitende als Mittel gesehen wird, um gewünschtes Verhalten zu erreichen. Diese Wahrnehmung habe ich als sehr grenzüberschreitend empfunden.
Persönliche Themen in angespannten Situationen:
In angespannten Momenten habe ich Gespräche teilweise als sehr persönlich erlebt. Bestimmte Themen haben bei mir emotionale Belastung ausgelöst und mein Vertrauen in eine geschützte Kommunikation weiter reduziert.
Außenwirkung und internes Erleben:
Nach außen wurden bestimmte Werte kommuniziert. In meinem persönlichen Erleben fühlte sich der interne Umgang damit nicht durchgehend stimmig an. Wertschätzung habe ich als situativ wahrgenommen.
Persönliche Konsequenzen
Psychologische Sicherheit:
Für mich persönlich fühlte sich der Raum, Unsicherheiten, Kritik oder abweichende Perspektiven offen anzusprechen, eingeschränkt an. Dadurch habe ich mich in meiner Rolle nicht ausreichend sicher gefühlt.
Belastung:
Die Gesamtsituation habe ich als zunehmend belastend empfunden. Sie hat aus meiner Sicht zu anhaltender Erschöpfung beigetragen.
Persönliches Fazit
Auf Grundlage meiner persönlichen Wahrnehmungen und subjektiven Erfahrungen habe ich das Vertrauen in die Führungskultur verloren. Fachlich habe ich die Aufgabe als interessant empfunden, jedoch war für mich persönlich die erlebte Zusammenarbeit ausschlaggebend für meine Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen.
Aus meiner individuellen Sicht heraus kann ich daher keine Empfehlung aussprechen.
Arbeitsatmosphäre
Fachlich motivierend, durch Führungsverhalten oft angespannt
Kommunikation
Teilweise intransparent; Begründungen und Prioritäten wechselten kurzfristig
Kollegenzusammenhalt
Ohne die Kollegen nicht auszuhalten
Work-Life-Balance
Durch stetigen Richtungswechsel erschwert
Vorgesetztenverhalten
In meiner Wahrnehmung inkonsistent, kontrollierend und grenzüberschreitend wirkend
Umgang mit älteren Kollegen
Fluktuation sehr hoch daher schwer zu sagen
Umwelt-/Sozialbewusstsein
nach außen hin ja
Gehalt/Benefits
Marktüblich, kompensiert die Belastung nicht
Image
In meiner Abteilung sind alle gegangen