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DACTE 
GmbH
Bewertung

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"Der Mensch im Mittelpunkt" ... auch intern?

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung in Kleinmachnow gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Zu Beginn empfand ich den Job als sehr attraktiv: 100 % Remote, ein faires Gehalt, ein tolles Team und Aufgaben, die mir Spaß machen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Verhalten der Geschäftsführung und die Art der internen Kommunikation empfand ich als extrem herausfordernd. Aus meiner Sicht fehlte ein natürlicher Umgang mit Mitarbeitenden, insbesondere in Bezug auf zwischenmenschliche Sensibilität und klare, wertschätzende Kommunikation. Intern stand häufig die Erreichung von Umsatz- und Vermittlungsquoten im Vordergrund, während der Dialog mit den Mitarbeitenden eher kontrollierend wirkte. Ich hatte den Eindruck, dass Mitarbeitende schnell ausgetauscht wurden, statt gemeinsam nach Lösungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu suchen.

Verbesserungsvorschläge

1. Eine Teamleitung als Puffer zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitenden einführen, die das Zwischenmenschliche aufgreift.
2. Meetings auf wesentliche Themen konzentrieren und lange Monologe vermeiden.
3. Die Geschäftsführung könnte Führungs- und Kommunikationskompetenzen, insbesondere in Mitarbeiterführung, aktivem Zuhören und Selbstreflexion, gezielt weiterentwickeln. Externe Beratung oder Coaching könnten dies unterstützen.
4. Produkte des Unternehmens auch intern nutzen und für das Team Supervision oder Mediation durch eine neutrale, externe Person anbieten, statt Mitarbeitende kurzfristig austauschen zu müssen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als unangenehm und stark von Druck geprägt erlebt. Meetings mit der Geschäftsführung waren häufig sehr lang und wenig strukturiert. Oft handelte es sich um ausufernde Gespräche ohne klaren Mehrwert für meine tägliche Arbeit. Inhaltlich nahm ich daraus wenig Konkretes mit.
Im Arbeitsalltag hatte ich zunehmend das Gefühl, sehr stark beobachtet zu werden. Bestimmte Situationen (z.B. Rückmeldungen zu Arbeitsabläufen oder Nachfragen zu meiner Verfügbarkeit via Teams) verstärkten dieses Gefühl zusätzlich und führten bei mir zu Anspannung und Unsicherheit.

Kommunikation

Die interne Kommunikation habe ich als extrem herausfordernd erlebt. Es gab häufig wechselnde Anweisungen, die aus meiner Sicht nicht transparent, nachvollziehbar oder einheitlich an alle Teammitglieder kommuniziert wurden. Informationen wurden oft kurzfristig und in Einzelteilen über Chats weitergegeben. Wer nicht anwesend war oder frei hatte, stand am nächsten Arbeitstag häufig ohne vollständigen Überblick da. Das erschwerte planvolles und ruhiges Arbeiten erheblich.

Kollegenzusammenhalt

Der Kolleginnenzusammenhalt im Team war grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass ein eigenständiger, stabiler Zusammenhalt im Team nicht gefördert wurde. Austauschformate oder teaminterne Abstimmungen wurden aus meiner Wahrnehmung heraus häufig durch die Geschäftsführung beeinflusst oder unterbrochen, sodass der Fokus weniger auf dem Team selbst, sondern auf externen Vorgaben lag.

Work-Life-Balance

Trotz Teilzeit fühlte sich die Arbeit für mich durch das ständige Eingreifen der Geschäftsführung und die hohe gedankliche Belastung wie ein Vollzeitjob an. Nach Feierabend war ich häufig erschöpft. Besonders der kommunikative Umgang und die fehlende Abgrenzung wirkten sich negativ auf meine Erholung aus.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Geschäftsführung habe ich als schwer greifbar erlebt. Rückmeldungen bestanden überwiegend aus Kritik und genauen Vorgaben, wie Dinge anders oder besser umzusetzen seien. Wertschätzendes Feedback, Bestätigung oder konstruktive Ermutigung habe ich kaum erfahren.
Stattdessen kam es aus meiner Sicht zu starkem Eingreifen in Arbeitsprozesse. Auch einfache Aufgaben wurden extrem detailliert vorgegeben und immer wieder verändert. Diese ständigen Anpassungen führten bei mir eher zu Verunsicherung und Überkomplexität als zu effizientem Arbeiten.
Insgesamt hatte ich zunehmend den Eindruck, dass Kontrolle eine große Rolle spielte. Bestimmte Rückmeldungen und Nachfragen verstärkten bei mir das Gefühl, dass mir in meiner Arbeit nicht vertraut wird.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich fand ich spannend und motivierend, besonders wenn ich sie eigenständig im Rahmen der Vorgaben umsetzen konnte. Wiederholte Detailanweisungen und Änderungen durch die Geschäftsführung erschwerten jedoch die Umsetzung. Dadurch war die Arbeit weniger effizient und kaum selbstbestimmt, was den Spaß an der Umsetzung reduzierte. Ohne Einmischung hätte ich die Aufgaben zufriedenstellend erledigen können, was zeigte, dass die Herausforderung weniger in den Aufgaben selbst, sondern im Führungsstil lag.

Gleichberechtigung

Ich hatte mehrfach die Erfahrung, dass Informationen oder Neuerungen nur einem Teil der Mitarbeitenden bekannt waren. Dadurch entstand für mich das Gefühl, nicht gleichermaßen eingebunden zu sein und häufig erst im Nachhinein von Änderungen zu erfahren.

Umgang mit älteren Kollegen

In meinem direkten Arbeitsumfeld gab es kaum ältere Kolleginnen. Bei personellen Veränderungen hatte ich subjektiv den Eindruck, dass eher jüngere Mitarbeitende eingestellt wurden. Ob und inwiefern Alter hierbei eine Rolle spielte, kann ich nicht abschließend beurteilen, es fiel mir jedoch auf.

Arbeitsbedingungen

Auf den ersten Blick wirkten die Arbeitsbedingungen modern, flexibel und attraktiv. Im Alltag erlebte ich jedoch, dass sich Rahmenbedingungen häufig kurzfristig änderten und stark von der Geschäftsführung abhängig waren. Ohne diese ständigen Eingriffe hätte ich die Arbeitsbedingungen deutlich positiv bewertet.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wird ein starkes soziales und nachhaltiges Selbstbild vermittelt. Intern habe ich dies teilweise als widersprüchlich erlebt. In Meetings standen persönliche Themen oder Empfehlungen im Vordergrund, die für mich nicht zu einem sensiblen, reflektierten Umgang mit Nachhaltigkeit passten.
Auch im zwischenmenschlichen Umgang fehlte mir ein wertorientiertes Vorleben von Respekt, Offenheit und Meinungsvielfalt. Ich hatte häufig den Eindruck, dass abweichende Sichtweisen nicht erwünscht waren.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt empfand ich als überdurchschnittlich und fair. Das ist aus meiner Sicht einer der Hauptgründe, warum man trotz der genannten Punkte im Unternehmen bleibt.

Image

Das nach außen kommunizierte Image und die erlebte interne Praxis passten für mich nicht zusammen. Der Anspruch, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, bezog sich aus meiner Wahrnehmung vor allem auf externe Zielgruppen. Im internen Arbeitsalltag standen hingegen Kennzahlen, Vorgaben und Quoten im Vordergrund.
Diese Diskrepanz zwischen Werten und gelebter Realität widersprach meinen persönlichen Überzeugungen und erschwerte mir die Arbeit zunehmend. Für mich wurde es belastend, für ein Unternehmen zu arbeiten, das intern nicht das lebt, was es extern kommuniziert.

Karriere/Weiterbildung

Zeitweise gab es interne Schulungen in Form von Meetings zu verschiedenen jobbezogenen Themen, die von einer Schulungs- bzw. Teamleiterin durchgeführt wurden. Plötzlich und ohne Erklärung fanden diese in dieser Form nicht mehr statt. Anschließend wurden die Meetings nur noch von der Geschäftsführung durchgeführt, die aus meiner Wahrnehmung den Fokus eher auf Kritik, Vorgaben und Kontrolle legte, statt auf Wissensvermittlung oder Lernerfolg. Für mich persönlich ergab sich daraus kaum Erkenntnisgewinn, da die Teammitglieder nur eingeschränkt Redeanteil hatten oder im Sprechen unterbrochen wurden und die Schulungen wenig auf die eigene Weiterentwicklung eingingen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.