Man kann es deutlich schlechter treffen. Das Unternehmen ist she familiär und freundlich geführt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr familiäres Umfeld
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Die absolut amateurhafte Führungsebene. Es gibt so gut wie keine erkennbare Expertise in betriebswirtschaftlicher Hinsicht.
- Kompetenzen in Personalführung sind durch die Bank nicht vorhanden
- Es gibt keinerlei Kommunikation der Unternehmenszahlen.
Verbesserungsvorschläge
Ganz weit oben:
Kompetenz in der Führungsetage schaffen. Und zwar fachlich als auch bei weichen Faktoren. Es mangelt aufällig an Managementqualitäten
- es gibt keinerlei Kommunikation zu Zielen, Erwartungen, kein Feedback
- Entscheidungen werden nicht erklärt
- es wird nicht strategisch gedacht, Ziele werden nicht benannt
- Konflikte werden personalisiert, nicht angemessen oder konstruktiv angesprochen
- es gibt keinerlei Information zur Unternehmensentwicklung und Maßnahmen
Arbeitsatmosphäre
Es gibt eine weitgehend vorbildliche Umgangsweise. Natürlich rennen die Verantwortlichen nicht jeden Tag durch die Büros und schütteln jedem die Hand. Es gibt aber eine durchaus manifestierte und gelebte Hilfe-Struktur
Work-Life-Balance
Tatsächlich sehr gut für einen kleinen mittelständischen Betrieb (ohne Betriebsrat)
* flexible Arbeitszeiten
* großzügege Home-Office-Regelung
* 100% ige Online-Anbindung
* Abwesenheitsmeldung bei Ausfall per E-Mail oder Whats-App
* 3 Tage Krankheit-Karenz ohne AU möglich
* kleines Überstundenkonto (+/- 20 Stunden), flexibel einsetzbar
Grundsätzlich sind auch Ausnahmen meiner Erfahrung nach kein Problem
Karriere/Weiterbildung
Null! Zwar sind die aktuellen Führungsstellen auch durch ehem. Azubis besetzt, aber dies eben auch auf Dauer. Da diese Stellen im Vergleich sehr sehr fürstlich bezahlt werden, wird hier auch abshebar keine Stelle vakant.
Fortbildungen gibt es überhaupt nicht. Nicht einmal gedanklich. Ggf. gibt es das für Mitarbeiter in der IT. Man ist hier nach seiner Ausbildung "fixiert" und es besteht auch kein eigenes Interesse an Weiterentwicklung der Mitarbeiter.
Mitarbeiter die sich selbst privat fortbilden (Studium etc.) werden auf Nachfrage finanziell etwas unterstützt. Man zahlt also lieber für den absehbaren Weggang der Angestellten, als man für sinnvolle Personalentwicklung zu investieren bereit ist.
So bleibt Vieles privates Engagement und Experiemente unter Kollegen
Gehalt/Benefits
Ein kleines Drama.....
Also, auf eine pünktliche und vollständige Zahlung des Gehaltes musste ich (und offenbar alle anderen auch) noch nie warten!
Es gibt 12 Gehälter die jeder Mitarbeiter selbst aushandeln muss. Dabei gibt es immense Unterschiede. Grundsätzlich sind die Vergütungen der Abteilungsleiter absolut überhöht gemessen an Verantwortung und Kompetenz. Gehalterhöhungen werden selten gewährt, außer man arbeitet in einer Abteilung, in der ein Geschäftsführer der Abteilungsleiter ist.
Im Einkauf wie im Verkauf gibt es einen zusätzlichen variablen Anteil zum Gehalt, der sich nach definierten Kennzahlen richtet
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen ist sehr bewusst sozial orientiert. Es arbeitet mit der lokalen Behinderteneinrichtung zusammen (aktiv als Lieferant), engagiert sich als Sponsor div. lokalen Vereine
Kollegenzusammenhalt
Bis auf persönliche Antipathien stimmt dieser Aspekt.
Leider aber gibt es manchmal einen schlimmen "Nasenfaktor" - siehe VORGESETZTENVERHALTEN
Vorgesetztenverhalten
Was unsere Führungskräfte eint? Ein bemerkenswert homogenes Defizit im Bereich Personalführung. Diese wird offenbar eher als notwendiges Übel betrachtet – vergleichbar mit einem Benutzerhandbuch, das man direkt nach dem Auspacken ungeöffnet entsorgt. Klare Führung, wertschätzende Kommunikation oder strategisches Personalentwicklungsdenken? Fehlanzeige.
In den kaufmännischen Abteilungen wirkt vieles, als würde man auf einem Festnetztelefon mit Wählscheibe auf den nächsten Innovationsimpuls warten. Marktveränderungen und wirtschaftliche Trends werden entweder ignoriert oder verspätet und planlos kommentiert.
Begriffe wie Agilität oder Wettbewerbsfähigkeit scheinen eher in die Kategorie „Buzzword-Bingo“ zu fallen als in ernsthaft gelebte Praxis.
Die betriebswirtschaftliche Kompetenz – insbesondere im Hinblick auf moderne Unternehmensführung – ist faktisch nicht vorhanden.
Und das nicht punktuell, sondern strukturell. Mitunter entsteht der Eindruck, man beobachte ein unternehmerisches Selbstexperiment: Wie lange kann man konsequent an mangelnder Management-Qualifikation der Führungsebene festhalten ohne den Anschluss vollständig zu verlieren?
Arbeitsbedingungen
Ich kenne keine Beschwerden über Mängel an Einrichtung, Werkzeugen, Arbeitsumgebung etc. Ganz im Gegenteil - die Personalverantwortliche fragt in loser Reihenfolge und ohne jeglichen Anlass nach Wünschen oder Ideen in Bezug auf Infrastruktur.
Zudem gibt es eine sehr angenehme Zeiten- und Home-Office-Regelung
Kommunikation
Na ja.... Wissen ist Macht. Es gibt einen internen Newsletter allgemeiner Art. Hier werden dann Azubis vorgestellt und Ähnliches. Unregelmäßig einen kurzen Abriß zur Situation im Bereich der Beschaffung. Die IT informiert hin und wieder über Änderungen oder selbstgebauten Erweiterungen.
Seitens der Unternehmenssteuerung kommt rein gar nichts an Informationen in Form von Unternehmeszahlen, Problemen, Zielen, Maßnahmen und Projekten. Ganz im Gegenteil werden Projekte oder gepl. Maßnahmen im Hinterzimmer (Abteilungsleiterebene) diskutiert und dann krampfhaft versucht geheim zu halten.
Interessante Aufgaben
Es gibt fast nie und nirgendwo relevanten Spielraum seinen Arbeitsablauf oder Aufgabengebiet zu verändern.
Teilweise kommt aus der IT ein Impuls, oft um grundsätzlich Abläufe zu verändern. Dabei eingebunden zu sein ist recht interessant, insgesamt aber sind die Aufgaben klar umrissen und lassen wenig Spielraum für individuelle Akzente.
Grundsätzlich kann man eine langsame Modernisierung der Abläufe erkennen.