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Kontaktwerk 
(DKW 
Consulting 
GmbH)
Bewertung

Der erste Eindruck prägt - aber der letzte bleibt

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Das Kontaktwerk (DKW Consulting GmbH) in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Arbeitgeber ist sehr offen für Neu- und Quereinsteiger, weil er auch unerfahrenen Kräften mit einem durchdachten Onboarding die Abläufe näher bringt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Meetings und Tools erschienen mir zuletzt als Selbstzweck.
Der Erfolgsdruck wird empathielos auf die Mitarbeiter abgewälzt. Und weil den Kunden mitunter auch Vermittlungen versprochen werden, wird vom Mitarbeiter umgehend Lieferung gefordert: "Diese Woche noch brauchen wir eine Vermittlung." Das erinnerte bisweilen an eine Drückerkolonne.

Verbesserungsvorschläge

Weniger ist mehr. Weniger Meetings brächten mehr Raum, auch mehr Spieleraum für die Arbeit und mehr Motivation, weil man sich weniger kontrolliert, dafür mehr wertgeschätzt wird.

Arbeitsatmosphäre

Kollegialität und Hilfsbereitschaft wird gelebt. Die Menschen, die dort arbeiten, habe ich als sehr nett erlebt. Allerdings muss man mit erheblichen Erfolgsdruck umgehen. Der Druck von den Kunden wird von der Geschäftsführung direkt weitergegeben. Dies wirkte auf Dauer sehr belastend.

Work-Life-Balance

Ob 4- oder 5-Tage-Woche, ob man eine Stunde oder drei Stunden Pause macht, ob man eine oder drei Pausen macht - das konnte man grundsätzlich so halten wie man mag, Das war sehr gut.
Diese Freiheit wird jedoch von der normativen Kraft des Faktischen praktisch auf relativ feste Arbeitszeiten begrenzt. Spätestens um 9 Uhr ist das erste Meeting. Dann muss man auch da sein.
Es gibt relativ viele Firmenevents, die mitunter ganz spaßig sind. Sie finden meist außerhalb der Arbeitszeit statt und werden nicht bezahlt oder ausgeglichen. Die Anwesenheit wird nicht angeordnet aber gewünscht. Ich war meist dabei. Als ich einmal wegen einer privaten und für mich sehr wichtigen familiären Angelegenheit einer Weihnachtsfeier nicht beiwohnen konnte, wurde dies missbilligt. Das empfand ich als übergriffig.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt nur die Recruiter- und die Personalberaterebene. Mehr ist aber auch bei der Größe des Unternehmens nicht drin.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man arbeitet papierlos. Der Obst- und Gemüsekorb ist vom Biohof.

Kollegenzusammenhalt

Hilfsbereitschaft wurde immer groß geschrieben. Ich empfand die Kolleg*innen auch immer als sehr nett.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsführerin ist grundsätzlich sehr nett. Wenn alles gut läuft. Sie bezeichnet dies als Wertschätzung. Dies ist sehr wörtlich zu nehmen, denn im Jahresabschlussfeedback rechnet sie einem tatsächlich vor, was man an Geld gebracht und was man der Firma Geld gekostet hat. In diese Richtung geht auch, dass in manchen Meetings die Vermittlungserfolge aller Kolleg*innen in einer Grafik präsentiert und verglichen wurden. Schöner kann man Firmenloser nicht an den Pranger stellen.
Betriebswirtschaftlich ist das alles vollkommen in Ordnung. Stilvoll ist es nicht.
Stilvoll ist es auch nicht, Fehler der Mitarbeiter immer wortreich zu kritisieren - mitunter auch zu dramatisieren - , seine eigenen hingegen zu ignorieren.
Besonders enttäuschend war, dass ich nach meinen Beschäftigungsende mein Arbeitszeugnis mehrfach anmahnen musste und dann ein Exemplar mit mehreren Fehlern in einer unterfrankierten Briefsendung erhielt. Das wirkt dann doch wie Hohn auf die propagierte Wertschätzung in der öffentlichen Darstellung. Dieser letzte Eindruck ist der bleibende (und gleicht eine sehr positive Bewertung aus der Startphase aus, in der diese Erfahrungen noch vor mir lagen).

Arbeitsbedingungen

Am Anfang meiner Beschäftigungszeit war deutlich mehr Freiheit und Selbstbestimmung gegeben. Am Ende wurden immer mehr Tools eingeführt, die zum Teil zu einer Doppeldokumentation führten und eher nervten als nutzten.

Kommunikation

Die Kommunikation empfand ich als eher quantitativ als qualitativ orientiert. Neben den Tages-, Wochen- und Monatsmeetings nahm die Zahl zusätzlicher Projektmeetings oder Gespräche zum Status von Vermittlungen oder auch anlassloser Termine im Laufe meiner Beschäftigungszeit immer mehr zu.
Als wirklich unangenehm empfand ich, dass die Geschäftsführerin sich bei mir über andere Kollegen erkundigte. Als ich mein Unbehagen, mich aushorchen zu lassen, konkret äußerte, hieß es nur: "Das muss dir nicht unangenehm sein". Das war es aber. In die gleiche Richtung geht ein spontantes Meeting, nachdem eine Kollegin entlassen worden war. Die Belegschaft wurde ausführlich über deren Fehlverhalten informiert. Elegant geht anders.

Interessante Aufgaben

Vor allem das Active Sourcing ist auf Dauer sehr monoton. Die Gespräche mit Bewerber*innen sind interessant.


Image

Gehalt/Benefits

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Peoplemanagement, Personalabteilung Das Kontaktwerk (DKW Consulting GmbH)
PeoplemanagementPersonalabteilung Das Kontaktwerk (DKW Consulting GmbH)

Vielen Dank für dein ausführliches Feedback
Wir nehmen jede Bewertung ernst und freuen uns, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so detailliert zu schildern. Gleichzeitig möchten wir einige Punkte aus HR-Perspektive einordnen, damit auch unsere Seite nachvollziehbar wird.

Zu den Meetings und der Arbeitsstruktur:
Du empfandest die Anzahl der Meetings als zu hoch und als Kontrollinstrument. Wir verstehen, dass regelmäßige Abstimmungen Zeit binden. Aus unserer Sicht sind strukturierte Meetings aber ein zentrales Element für Transparenz, Teamkoordination und Wissenstransfer – gerade in einem Geschäftsmodell, das von schnellen Reaktionen und enger Abstimmung lebt.
Die Meetings dienen nicht der Kontrolle, sondern der gemeinsamen Ausrichtung. Dass sie von dir anders wahrgenommen wurden, nehmen wir ernst. Vielleicht hätten wir den Sinn und Zweck noch klarer kommunizieren sollen.

Zum Erfolgsdruck:
Ja, wir arbeiten in einer ergebnisorientierten Branche. Recruiting bedeutet: Wir haben Aufträge, Deadlines und Erwartungen von Kunden. Das erzeugt Druck – das ist Realität. Wir versuchen stets, diesen Druck fair zu verteilen und niemanden zu überfordern. Gleichzeitig können und wollen wir ihn nicht vollständig abfedern, denn er gehört zum Geschäft dazu.
Wer das als "Drückerkolonne" empfindet, hat möglicherweise andere Vorstellungen von der Arbeit mitgebracht, als wir sie bieten können. Das ist keine Wertung – sondern schlicht eine Frage des Fits.

Zur Kommunikation und Feedbackkultur:
Der Vorwurf, Mitarbeiter würden "ausgehorcht", berührt uns. Als HR-Abteilung ist es unsere Aufgabe, ein Gesamtbild über die Zusammenarbeit im Team zu bekommen – durch Gespräche, durch Feedback, durch Austausch. Das hat nichts mit Kontrolle zu tun, sondern mit Fürsorgepflicht und Teamgesundheit.
Wenn du dich dabei unwohl gefühlt hast, respektieren wir das. Aber wir können nicht schweigend zusehen, wenn Spannungen entstehen oder die Zusammenarbeit leidet. Feedbackgespräche gehören zu einer gesunden Unternehmenskultur – auch wenn sie manchmal unangenehm sind.
Das Meeting nach der Trennung einer Kollegin war eine bewusste Entscheidung. Wir wollten Transparenz schaffen, statt Gerüchte und Spekulationen zuzulassen. Aus unserer Sicht ist Offenheit in solchen Situationen oft der bessere Weg – auch wenn das nicht jeder so empfindet.

Zur Vertraulichkeit:
Du sprichst in deiner Bewertung sehr konkrete interne Abläufe, Meeting-Inhalte und persönliche Gesprächssituationen an. Das ist dein gutes Recht – aber das überschreitet eine Grenze. Interna sollten intern bleiben. Dass du Details aus Feedbackgesprächen und Meetings öffentlich machst, zeigt aus unserer Sicht eine gewisse Missachtung der Vertraulichkeit, die wir eigentlich von allen Seiten erwarten – auch nach dem Ausscheiden.

Zum Arbeitszeugnis:
Dass das Zeugnis nicht rechtzeitig und fehlerhaft ankam, tut uns leid. Das entspricht nicht unserem Standard und war ein Fehler unsererseits. Hier hätten wir besser sein müssen.

Unser Fazit:
Wir bedauern, dass deine Erfahrung bei uns so negativ endete. Gleichzeitig sind wir überzeugt: Struktur, klare Erwartungen und offene Kommunikation sind keine Schwächen, sondern notwendige Voraussetzungen für gute Zusammenarbeit. Nicht jede Kritik bedeutet, dass grundsätzlich etwas falsch ist – manchmal passen Erwartungen und Realität einfach nicht zusammen.
Dein Feedback nehmen wir aber zum Anlass, unseren Einstellungsprozess zu schärfen. Wir wollen künftig noch transparenter vermitteln, wie der Arbeitsalltag in einer Personalberatung tatsächlich aussieht – so können wir Diskrepanzen zwischen Erwartungshaltung und Realität von vornherein minimieren.
Für Menschen, die Verbindlichkeit schätzen und in einem dynamischen Umfeld arbeiten wollen, sind wir ein guter Arbeitgeber. Dass das nicht für jeden passt, akzeptieren wir.

Wir sind gerne bereit die Themen direkt mit dir zu besprechen.
Wir wünschen dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.